….und dabei bezieht sich die Überschrift im doppelten Sinne auf 2 Ereignisse – Ein Beitrag von EBERHARD SCHABEL

 

Am 25.06.2016 sollte es für unsere Schachspielerinnen und Schachspieler im Rahmen der 20-jährigen Jubiläumsfeier auch die Übergabe von 2 33Qualitätssiegel geben.

 

Eberhard Schabel

Eberhard Schabel

Ende Januar 2016 erfuhren wir, dass unsere eingereichte Bewerbung von Anfang Mai 2015 positiv entschieden wurde. Ein erster Termin war schnell gefunden und musste dann jedoch wieder abgesagt werden, da die kommunale Politik sich diesen Tag ebenfalls ausgesucht hatte um in allen möglichen Räumlichkeiten Wahlveranstaltungen durchzuführen. Da der Termin auch für den DSB/DSJ eher ungünstig lag, wurde Anfang März ein neuer Termin (der 25.06.2016) bekannt gegeben und hiernach liefen auch bei unseren Schach- Verbänden wohl die Planungen, wer an diesem Tag in Norderstedt sein könnte. Nach 6 Wochen dann leider die Auskunft, dass es sehr schwer werden würde jemanden in den Norden zu schicken. Bei den Deutschen-Jugend-Einzelmeisterschaften dann der Durchbruch. In einem Gespräch mit dem 1. Vorsitzenden der DSJ regte ich an, den Präsidenten des größten Schachvereins Deutschlands und zugleich Urgestein des Deutschen Schachs, nicht nur im Norden, Christian Zickelbein zu bitten, die Ehrungen bei uns vorzunehmen. Dieser war dann auch sofort bereit, sich dieser angenehmen Aufgabe zu stellen, und unser Verein konnte die Einladungen an die Offiziellen und Sponsoren des Gesamtvereins TuRa Harksheide rausschicken.

 

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12 Tage Schach pur – Ein Beitrag von IM NIKOLAS LUBBE

 

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, letzte Anmeldungen trudeln ein und alle Teilnehmer und Zuschauer des Schachfestivals freuen sich auf den baldigen Beginn.

 

Einmal kurz zusammengefasst, was ist das VMCG Schachfestival?

 

Die nach dem Hauptsponsor Vonhoff Management Consulting AG benannten Schachtage in Lüneburg bestehen aus zahlreichen Turnieren und anderen Schachevents, zusammengefasst unter dem Oberbegriff des Schachfestivals.

 

Angeboten werden vor Ort:

IM Nikolas Lubbe

IM Nikolas Lubbe

 

A-Turnier für Spieler aller Klassen

B-Turnier für Spieler zwischen 1200-1800 Elo

C-Turnier für Spieler bis 1400 Elo

Blitzturnier für Spieler aller Klassen

Schnellschachturnier für Spieler aller Klassen

Schachseminare von GM Rozentalis sowie ein Chessbase-Workshop

Jugendmasters Qualifikation und Finale (auf Einladung)

IM-Turnier (auf Einladung)

GM-Turier (auf Einladung)

Mädchen Grand Prix

 

Den Auftakt gibt es am Mittwoch, 29.06.2016 mit der Qualifikation der Jugendmasters.

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107 Teams aus 21 Nationen kämpfen ab heute (26.6.) bei den „Senior Team World Championships“ im Turnierhotel Radisson Blue in Radebeul um die Titel.

 

Selbstredend ist dieses Turnier mit fast 500 Spielern wieder ein großartiges Treffen von legendären Meistern, die jahrzehntelang Schachgeschichte geschrieben haben. Unter anderem finden wir die Namen Yuri Balashov, Artur Jussupov, Fridrik Olafsson, Evgeny Shveshnikov, Rafael Vaganjan, Evgeni Vasiukov und Heikki Westerinnen.

 

Eine besondere Erwähnung verdient der im 89-ten Lebensjahr stehende Andreas Dückstein (siehe Bildleiste), der für Österreich an 8 Schacholympiaden teilnahm und dem das Kunststück gelang, Turnierpartien gegen die Weltmeister Euwe, Botwinnik und Spasski zu gewinnen.

 

Westerinen_Balshov_Dueckstein_Zhelnin_Vasiukov

Heikki Westerinen (SUO), Yuri Balashov (RUS), Andreas Dückstein (Wien), Vladimir Zhelnin & Evgeni Vasiukov (RUS)

 

Die Startliste der Sektion 50+ mit 57 Einträgen wird angeführt von drei Teams mit einem Eloschnitt > 2500, nämlich Island (am Spitzenbrett mit liveLandesmeister Jon Hjartarson), England (mit John Nunn) und Armenien (mit Rafael Vaganjan).

 

Die leider wenig zahlreich vertretenen Frauenteams von Russland, Titelverteidiger Deutschland 1, Deutschland 2, Litauen und der Mongolei sind in der Sektion 50+ eingeordnet und spielen um den  Titel  „World Woman Team Champion 2016“.

 

In der Sektion 65+ gibt es 50 Meldungen, vorneweg Russland, Sankt Petersburg und Schachfreunde Leipzig, gefolgt von Deutschland 1, Deutschland 2 und Österreich.

 

In beiden Sektionen findet man eine „bunte Mischung“ von Mannschaften ganz unterschiedlicher Herkunft und Zusammensetzung:

 

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Sasbacher räumen Medaillen bei deutschen Meisterschaften ab – Von HARTMUT METZ

 

Englert – Trifan: Schwarz gewinnt – mit Knalleffekt

Englert – Trifan: Schwarz gewinnt – mit Knalleffekt

Die badischen Nachwuchskräfte haben bei den deutschen Meisterschaften in Willingen aufgetrumpft: Der Badische Schachverband (BSV) setzte sich an die Spitze des Länderspiegels. Zu einer Meisterschaft reichte es zwar nicht, aber dafür holten die Jugendlichen dreimal Silber und dreimal Bronze sowie mehrere Platzierungen knapp dahinter. Die Baden-Badenerinmetz Olga Weiß wurde in der U18 deutsche Vizemeisterin. Zum sehr guten Abschneiden des BSV trugen ansonsten vor allem die Talente der SF Sasbach bei. Die Schützlinge von Erfolgscoach Nikolaus Sentef eroberten drei Medaillen: In der Klasse der bis zu zehnjährigen Mädchen landete Anna Schneider mit 8:3 Punkten auf Platz drei. Dasselbe Resultat verzeichnete der letztjährige deutsche Meister Andrei Ioan Trifan in der U12. Hauchdünn verpasste Raphael Zimmer den Titel. Mit 7,5:1,5 Zählern landete er nur knapp geschlagen auf Platz zwei. In der „Königsklasse“ in Willingen, in der U18, belegten Marco Riehle und sein Sasbacher Vereinskamerad Thilo Ehmann die Ränge sieben und acht – ein Resultat, das die beiden in den nächsten Jahren noch in der Altersklasse verbessern dürften. Dass Ehmann und Riehle auch schon bei den Erwachsenen sehr gut mithalten können, bewiesen sie am vergangenen Wochenende:

 

Bei den badischen Meisterschaften im Schnellschach und Blitz, die der rührige Verbandsligist auch ausrichtete, belegte Ehmann im Schnellschach Platz drei. Riehle wurde im Blitz Siebter. Die beiden Wettbewerbe gewannen die beiden Asse von der OSG Baden-Baden, Roland Schmaltz und Andreas Heimann. Letzterer gab als Sieger der Fünf-Minuten-Blitzpartien in 31 Runden nur zwei Punkte ab! Heimann gönnte seinen Rivalen zwei Remis und verlor lediglich gegen den Kuppenheimer Velimir Kresovic, der auch den im Blitz drittplatzierten Großmeister Schmaltz schlagen konnte.
Der jüngste der starken Sasbacher, Andrei Ioan Trifan, hat in Willingen in der U12 eine „Partie des Tages“ gespielt. Nachstehend kommentiert das Talent sein mutig vorgetragenes Duell mit dem Großostheimer Jon Englert… Weiterlesen

 

 

Mit Großmeister Liviu-Dieter Nisipeanu (Deutschland, Elo 2668) und GM Arkadij Naiditsch, ehemaliger deutscher Spitzenspieler, startet jetzt für Aserbeidschan. Das GM-Turnier geht vom 24. Juni bis zum 3. Juli 2016

 

Liviu-Dieter Nisipeanu

Liviu-Dieter Nisipeanu

Milan Vidmar wuchs in Laibach (nach 1918: Ljubljana), der Hauptstadt des österreichischen Kronlandes Krain, auf. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte seine Heimat zu dem neu entstandenen jugoslawischen Staat.

 

liveNach seinem Studium an der Technischen Hochschule Wien und einer Tätigkeit in der Industrie wurde Vidmar nach Kriegsende im Jahr 1919 zum Professor für Transformatorentechnik an der Universität Ljubljana ernannt. In dieser Funktion, die er bis 1959 innehatte, verfasste er zahlreiche wissenschaftliche Werke. Ein von ihm aufgebautes Institut zur elektrotechnischen Forschung trägt noch heute seinen Namen.

 

Obwohl er das Schachspiel nur als Amateur betrieb, zählte er zeitweise zur erweiterten Weltspitze und belegte beim Kandidatenturnier für die Schachweltmeisterschaft in New York 1927 den vierten Platz. 1914 beim 19. DSB-Kongress in Mannheim lag er hinter Alexander Aljechin auf dem zweiten Platz, als das internationale Turnier wegen Beginn des ersten Weltkrieges am 1. August abgebrochen wurde. Zwischen 1917 und 1923 lag er 21 unterschiedliche Monate auf Platz 4 der nachträglich berechneten Weltrangliste, seine höchste historische Elo-Zahl betrug 2731 im April 1919.

TurnierseiteProgramm

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Teilnahme am weltbekannten Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund – Ein Beitrag von DIETER AUER

 

Rainer Buhmann

Rainer Buhmann

Der Hockenheimer Rainer Buhmann entstammt der Familie Seitz (Seitz´sche Mühle) und erblickte 1981 in Leimen das Licht der Welt. Das Hockenheimer Urgestein –Mitglied des Rennstadtteams – ist seit 15 shot2Jahren Nationalspieler, gewann mit Deutschland 2001 Bronze bei der Europameisterschaft und gehörte zum Team, das 2011 Gold bei der EM in Griechenland gewann.

 

Der 35-jährige Rainer Buhmann – er lebt seit zwei Jahren in Wien – befindet sich zurzeit in der Form seines Lebens. Als Nr.3 der deutschen Rangliste rückte er mit der ELO-Zahl 2653 in den Bereich der TOP-Hundert der Weltrangliste und steht im Moment vor dem Höhepunkt seiner Schachlaufbahn.

 

Seine Teilnahme am Großmeisterturnier „ Dortmunder Sparkassen Chess- Meeting“ aus Anlass des 175-jährigen Jubiläums der Sparkasse führt ihn in ein achtköpfiges Weltklassefeld mit drei Spielern aus der aktuellen Top-Ten der FIDE-Weltrangliste.

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

SchachGlobus

KombiEcke 113

UweKersten_Sommercamp_2014Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 113. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 113. Kombiecke, dieses Mal mit dem Motto „Königswege“!

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Am Samstag beginnt eines der am stärksten besetzten Open in Europa. Mit dabei unsere Nachwuchshoffnung Jan-Christian Schröder (19 Jahre, 2497 Elo)

 

Die Teilnehmerliste ist beindruckend und auf Rekordkurs. Mehr als ein Dutzend haben eine Elozahl über 2.600. Angezogen hat das starke Teilnehmerfeld junge hungrige Spieler wie das amerikanische Nachwuchstalent Daniel Naroditsky, den Dänen Simon Bekker-Jensen und unsere Hoffnung Jan-Christian Schröder. 22
Der Favorit des Turniers ist die französiche Nummer Zwei, Etienne Bacrot, gefolgt von Titelverteidiger Alexander Areschkhenko. Insgesamt spielen über 20 Titelträger um satte Geldpreise und gute Platzierungen. Preisgeld: 15.000 Euro.

 

liveAuszug aus der Teilnehmerliste:
1 g BACROT Etienne 2702 2 g ARESHCHENKO Alexander 2654 3 g LAZNICKA Viktor 2654 4 g ZHIGALKO Sergei 2653 5 g JONES Gawain C B 2650 6 g GRANDELIUS Nils 2643 7 g EDOUARD Romain 2641 8 g KUZUBOV Yuriy 2635 9 g NARODITSKY Daniel 2634 10 g MAZE Sebastien 2614 11 g CORNETTE Matthieu 2579 12 g LALITH BABU M R 2579 13 g SENGUPTA Deep 2543 14 g LIBISZEWSKI Fabien 2533 15 g SCHROEDER Jan-Christian 2507 16 m BEKKER-JENSEN Simon 2460 17 m SAGAR Shah 2433 18 m PISCOPO Pierluigi 2429 19 m ZUDE Erik 2403 20 f CAPONE Nicola 2397 …

Turnierseite

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Kunst kann Schach durchaus populärer machen – Ein Exklusiv-Interview mit der Malerin, Grafikerin und Buchgestalterin ELKE REHDER

 

Elke_RehderObwohl auch Stefan Zweig, Autor der legendären „Schachnovelle“ sagt, dass Schach eine Kunst ohne Werke und ohne bleibenden Werte sei, so hat das Spiel doch viele Künstler angeregt und sie zu bedeutenden Werken inspiriert. Zu ihnen zählt fraglos Elke Rehder, die von 1979–1980 Freie Kunst an der „Heatherley School of Fine Art“ in London studierte. 1984–1987 war sie Mitglied der „Paddington Art Society“ und 1986–1996 der „Free Painters and Sculptors“ in der englischen Hauptstadt. Die Symbolik des Schachspiels wird in jener Zeit zu einem Schwerpunktthema in ihrer Kunst nach dem Motto von Boris Spasski: „Schach ist wie das Leben“. Seitdem schafft sie großformatige Rauminstallationen und Land Art Projekte zum Thema Schach.

 

1992 erhielt sie den hochdotierten 1. Preis der Bernhard-Kaufmann-Gesellschaft in Worpswede. Von diesem Preisgeld konnte sie sich in Barsbüttel bei Hamburg ein eigenes Atelier mit Handpressen für Radierung und Holzschnitt einrichten. Vom 11. bis 30. Juli werden in einer internationalen Sonderausstellung der ExpoChess in Spanien eine Auswahl ihrer Arbeiten präsentiert. Aus diesem Anlass führte RAYMUND STOLZE mit ELKE REHDER das folgende Exklusiv-Interview.

 

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Jugendschach macht Fortschritte – Ein Beitrag von DIETER AUER

 

Günter Auer

Günter Auer

Hockenheim. Ungeachtet dessen, dass ein Bundesligaverein schon eine gewisse Ausstrahlung im lokalen und regionalen Bereich haben sollte, kann die derzeitige positive Entwicklung des hiesigen Schachclubs – was den Zuwachs an neuen Mitgliedern betrifft- nicht alleine durch das erstklassige „Rennstadtteam“ erklärt werden. Hierfür gibt es mehrere andere Gründe.

 

In erster Linie haben sich durch die Aktivitäten von Günter Auer, die Strukturen des Vereins verändert und weiterentwickelt. Positiv beeinflusst wurde vor allem der Amateurbereich im Breitensport mit den Mannschaften 2 bis 5, bei denen sich der Mitgliederzuwachs am deutlichsten bemerkbar machte.

 

Da sich der Kader der zweiten Mannschaft in der Verbandsliga vergrößerte, profitieren alle nachfolgenden Mannschaften. Offensichtlich gehören Probleme wie Personalnot künftig der Vergangenheit an.

 

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Kramnik, Caruana und Vachier-Lagrave führen Achterfeld an

 

Foto: GM Fabiano Caruana (Copyright: David Llada)

Das Sparkassen Chess-Meeting (9. bis 17. Juli 2016 im Orchesterzentrum NRW) ist in diesem Jahr Teil des Jubiläums anlässlich shot2des 175. Geburtstags der Sparkasse Dortmund. Es präsentiert erneut ein achtköpfiges Weltklassefeld mit drei Spielern aus den aktuellen Top-Ten der FIDE-Weltrangliste. An der Spitze steht Wladimir Kramnik (Russland), derzeit die Nummer zwei der Welt.

 

Titelverteidiger Fabiano Caruana (USA) liegt auf Platz drei, der „Neuling“ Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich) auf Platz fünf des April-Rankings der FIDE. Neben Vachier-Lagrave werden auch der Kubaner Leinier Dominguez Perez, der Russe Jewgeni Najer als Sieger des AERO-Flot-Open von Moskau und der Deutsche Rainer Buhmann zum ersten Mal in Dortmund zu bergrüßen sein.Das Feld wird komplettiert durch Ex-Weltmeister Ruslan Ponomarjow und den deutschen Spitzenspieler Liviu-Dieter Nisipeanu, der im vergangenen Jahr als Drittplatzierter für Furore sorgte.

 

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Trainingslehrgang mit DSB-Nachwuchstalenten und NRW-Kaderspielern – Ein Bericht von ANDREAS JAGODZINSKY

 

Kevin Schröder und Samuel Fieberg, Foto: Bernd Vökler

Kevin Schröder und Samuel Fieberg

Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler informierte uns am heutigen Mittwoch über einen Trainingslehrgang in Hemer, einer mittleren kreisangehörigen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Sie liegt im Norden des Sauerlandes und gehört zum Märkischen Kreis. Der nachfolgende Bericht [siehe Vereinshomepage des SV HEMER] ist geschrieben von Andreas Jagodzinsky, Ehemann von Carmen Voicu-Jagodzinsky, die seit Januar 2016 NRW-Landestrainerin ist.

[Raymund Stolze]


 

Am vergangenen Wochenende [17. bis 19. Juni] fand in den Räumen des Woeste-Gymnasiums in Hemer, in denen auch der Landesleistungsstützpunkt beheimatet ist, ein Trainingslehrgang für einige der aussichtsreichsten Nachwuchsspieler des Deutschen Schachbundes und des Schachbundes NRW statt.

 

Geleitet wurde der Lehrgang von Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler, der von der Landestrainerin des Schachbundes NRW Carmen Voicu-Jagodzinsky unterstützt wurde.

 

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Qualifikationsturnier für die russische Meisterschaft

 

Das Eisschnelllaufzentrum Kolomna, 110 km südlich von Moskau, ist vom 22.6.-1.7. Austragungsort der „Russian Higher League“live.59761_Bn320x180.jpg

 

Top gesetzte Spieler sind Maxim Sergejewitsch Matlakow, Wadim Wiktorowitsch Swjaginzew, Daniil Dubov, Sanan Wjatscheslawowitsch Sjugirow, Vladimir Fedoseev, Igor Iljitsch Lyssy, Aleksandr Rakhmanov, Ivan Popov, Alexander Riazantsev, Evgeny Romanov, Mikhailv Kobalia usw.

 

Gespielt wird nach Schweizer System; die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Züge, danach 30 Minuten bis zum Ende der Partie, zuzüglich 30 Sek. pro Zug Zeitzuschlag. Der Leser mag sich fragen „wo sind die besten Russen?“. Die – nicht alle aber jedenfalls einige – werden erst beim Superfinale im Oktober (Austragungsort Nowosibirsk, genaues Datum offenbar noch nicht bekannt) ins Geschehen eingreifen und dann den russischen Meister ermitteln. Bereits qualifiziert sind die drei Besten des Vorjahrs in Chita (Tomashevsky, Karjakin und Vitiugov) sowie drei weitere Spieler nach Elo – wohl Kramnik, Svidler und Grischuk. Ob Karjakin mitspielt, wird sich zeigen – schliesslich will er im November in (voraussichtlich) New York Weltmeister werden … . Auch Kramnik, der seit Jahren nicht mehr in Russland lebt, war manchmal aber nicht immer bei der Landesmeisterschaft dabei. Dazu stossen die fünf Besten aus Kolomna – zweite bis dritte russische Garnitur, in vielen anderen Ländern wären sie automatisch (in manchen Ländern als Favorit) bei der Landesmeisterschaft dabei. Drei plus drei plus fünf ist elf – offenbar gibt es noch einen Freiplatz, um das Feld zu komplettieren.

 

Live-Übertragung mit Computeranalyse der Programme Stockfisch , Houdini, und Komodo.

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history3_55Wie im Kalenderblatt anlässlich des 130-jährigen Jubiläums des ersten WM-Titelgewinnes von Wilhelm Steinitz angekündigt, veröffentlichen wir eine zweiteilige Folge mit dem Thema „Steinitz, ein Pionier des Schachspiels“  – Von JULIA KIRST

 

Hier ist der zweite Teil der Folge „Steinitz, ein Pionier des Schachspiels“ der Rubrik „Ausgelesen“ über den ersten Schachweltmeister Wilhelm Steinitz.

 

Ich beschäftige mich in dieser Folge mit den Büchern „A Memorial to William Steinitz“ von Charles Devidé, „Die Meister des Schachbretts“ von Richard Réti, „Feldherrenkunst im Schach“ von Max Euwe und „Meine großen Vorkämpfer, Band 1“ von Garri Kasparow. Dabei lege ich im Gegensatz zu Folge 1 nicht das Augenmerk auf die Rezensionen der Bücher, sondern die Meinung der Autoren über den Österreicher. Viel Spaß beim Lesen!

 

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In Bergen/Chiemsee gab es fast ein totes Rennen zwischen Peter Straub (SK Mering) und Karl-Heinz Jergler (SC Waldkraiburg), die beide mit 7 Punkten und 50 Buchholzpunkten durchs Ziel gingen. Erst das salomonische Urteil in Form der Sonneborn-Berger-Wertung entschied über den Titel.

 

Peter Straub und Karl-Heinz-Jergler

Peter Straub und Karl-Heinz-Jergler

Fast schon traditionell findet die „Offene Bayerische Senioren-Einzelmeisterschaft“ in Bergen/Chiemsee statt. Bei der dieses Jahr zum 9. Mal in ununterbrochener Folge in Bergen stattfindenden und gleichzeitig insgesamt 28. Auflage waren 93 Teilnehmer zu verzeichnen, die vom 4.-12.6.2016 um Titel und Platzierungen kämpften.

 

Zahlreich vertreten waren dabei die Nestorinnen und Nestoren mit insgesamt 43 Einträgen in der Startliste, wozu auch die leider nur insgesamt vier teilnehmenden Damen zählten. Erfreulicherweise konnten fast alle Teilnehmer die 9 anstrengenden Runden bis zum Ende absolvieren und es gab es nur ganz wenige, meist gesundheitsbedingte Rücktritte.

 

Aus Sicht des Ausrichters muss kritisch angemerkt werden, dass die Siegerehrung nach der Schlussrunde – wie angekündigt um 16 Uhr – von manchen Teilnehmern wegen knapp kalkulierter Bahnfahrt nicht mehr wahrgenommen wurde und deswegen sechs Preise nicht vergeben werden konnten. Das nicht vergebene Preisgeld floss an den Bayerischen Schachbund zurück. Dieses Jahr gab es für den Bayerischen Senioren-Einzelmeister keinen Pokal, die Staatskanzlei war etwas knauserig.

 

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Neuling TuRa Harksheide trifft zum Auftakt der Saison 2016/17 als Gastgeber auf Vizemeister Schwäbisch Hall und die SF Deizisau – Von RAYMUND STOLZE

 

Von links nach rechts: Ketevan Arakhamia-Grant, Ekaterina Kovalevskaya, Ketino Kachiani-Gersinska, Antoaneta Stefanova, Teamchef Thilo Gubler, Alexandra Kosteniuk, Anna Zatonskih, Iamze Tammert. Es fehlen: Anna Muzychuk, Victoria Cmilyte, Mariya Muzychuk, Elena Sedina, Lisa Schut, Julia Bochis und Cécile Haussernot

Die Deutsche Meistermannschaft 2016: Baden-Baden (Foto: Thilo Gubler)

Nachdem die SG Augsburg sozusagen auf den „fahrenden Zug“ aufgesprungen ist und das Angebot angenommen hat, erstklassig zu spielen, steht der Spielplan der Frauen-Bundesliga für die Saison 2016/17. Staffelleiter Thomas Rondio hat die zwölf Erstliga-Vereine über die Ansetzungen der 26. Spielzeit informiert.

 

Los geht es am 22./23. Oktober. Und das sind die Paarungen der ersten beiden Runden, bei denen Neuling TuRa Harksheide, Meister OSG Baden-Baden und SK Lehrte Gastgeber sind.

 

Sonnabend, 22. Oktober, 14 Uhr:

  • TuRa Harksheide – SK Schwäbisch Hall
  • Hamburger SK – SF Deizisau
  • OSG Baden-Baden – SG Augsburg
  • Karlsruher SF – FC Bayern München
  • SK Lehrte – SC Bad Königshofen
  • SV Medizin Erfurt – Rodewischer Schachmiezen

 

Sonntag, 23. Oktober, 9 Uhr:

  • SF Deizisau – TuRa Harksheide
  • SK Schwäbisch Hall – Hamburger SK
  • FC Bayern München – OSG Baden-Baden
  • SG Augsburg – Karlsruher SF
  • Rodewischer Schachmiezen – SK Lehrte
  • SC Bad Königshofen – SV Medizin Erfurt

 

Bereits in Runde 2 gibt es dabei das Spitzenduell zwischen Vizemeister Schwäbisch Hall, der zuvor gegen Gastgeber TuRa Harksheide einen leichten Auftakt haben sollte, und dem Dritten Hamburger SK, der mit Deutschlands Nummer 1 Elisabeth Pähtz den sicherlich namhaftesten Neuzugang vorzuweisen hat.

 

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Alexander Naumann gewinnt erneut Ehrenpreisturnier im Rahmen der Löberitzer Schachtage

 

von links nach rechts: Herbert Bastian, Andreas Domaske (Präsident des LSV Sachsen-Anhalt), Andreas Daus (Vorsitzender der SG 1871 Löberitz), Alexander Naumann, Dr. Robert Hübner, Jan Timman, Dana Reizniece-Ozola, Gert Kleint, Manfred Schöneberg, Konrad Reiß

von links nach rechts: Herbert Bastian, Andreas Domaske (Präsident des LSV Sachsen-Anhalt), Andreas Daus (Vorsitzender der SG 1871 Löberitz), Alexander Naumann, Dr. Robert Hübner, Jan Timman, Dana Reizniece-Ozola, Gert Kleint, Manfred Schöneberg, Konrad Reiß

Im Rahmen der Löberitzer Schachtage fand in langjähriger Tradition erneut das Großmeisterturnier um den Ehrenpreis statt. Schon 1883 konnte sich der 21-jährige Dr. Siegbert Tarrasch als Sieger durchsetzen.

 

Es ist schon sehr beeindruckend, wie es den Löberitzern mit Konrad Reiß als Spiritus Rector immer wieder gelingt, ein höchst attraktives Teilnehmerfeld für das Turnier zu begeistern. Langjährig verdiente und bekannte Schachpersönlichkeiten können noch einmal ihr Können zeigen, in dem sie gegen jüngere noch aktive Schachspieler antreten. Auf diese Weise können auch unsere Nachwuchsspieler, die zeitgleich am Supercup 2016 teilnahmen, ihre sportlichen Vorbilder kennenlernen.

 

Wenn der nach Dr. Lasker erfolgreichste deutsche Schachspieler, IGM Dr. Robert Hübner, schon das 4. Mal teilnimmt, ist dies ein Beleg für die hohe Attraktivität des Löberitzer Turniers, bei dem es nicht um Titel oder Geldpreise geht. Auch die Teilnahme des ehemaligen WM-Kandidaten IGM Jan Timman (Niederlande) und des Präsidenten des DSB bzw. Vizepräsidenten der FIDE, IM Herbert Bastian, ist eine hohe Wertschätzung für Konrad Reiß und sein Team. Über mehrere Jahre eng verbunden mit dem Löberitzer Verein sind WGM Dana Reizniece-Ozola (Lettland) und IGM Alexander Naumann, der für den diesjährigen deutschen Mannschaftsmeister SG Solingen spielt. Dana Reizniece-Ozola (Lettland) ist nicht nur eine erfolgreiche Schachspielerin sondern auch als Politikerin (gegenwärtig Finanzministerin ihres Landes) sehr aktiv. Nicht zuletzt reihte sich Manfred Schöneberg aus Leipzig (ehemaliger DDR-Meister von 1972) in die Schar der Altmeister ein.

 

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Noch ein guter Tag für Carlsen

 

Carlsen
Insgesamt – einschliesslich der beiden Schnellschach-Tage – hatte Carlsen in Leuven abwechselnd (sicher für seine Verhältnisse) mittelmässige und gute Tage. Zwei gute Tage reichten für den klaren Turniersieg, da niemand mithalten konnte – auch wenn einer Carlsens Spielweise recht erfolgreich kopierte.

 

Zuerst die nackten Fakten: Insgesamt stand es am Ende so: Carlsen 23/36, So 20.5, Aronian 20, Anand 19.5, Caruana 17.5, Vachier-Lagrave 17, Nakamura 16.5, Kramnik und Giri 16, Topalov 14. Platz eins war bereits drei Runden vor Schluss vergeben, um Platz zwei bis vier blieb es bis zum Ende spannend, die nächsten fünf lagen auch dicht beieinander, und Topalov wurde wieder Letzter (bzw. in Paris war er Vorletzter, aber Fressinet war ja klarer Aussenseiter).

 

Im Blitz war das Feld quasi dreigeteilt: ein Erster, ein Letzter und der Rest zwischendrin: Carlsen 11, Aronian 10, So, Anand, Nakamura 9.5, Vachier-Lagrave und Kramnik 9, Caruana 8.5, Giri 8, Topalov 6. Nakamura spielte also besser als zuvor im Schnellschach, aber nicht „in seiner eigenen Liga“; daher konnte er auch nur ein bisschen Boden gutmachen.

 

Fotos gibt es bisher nur auf Facebook – von „Your Next Move Grand Chess Tour und Lennart Ootes“. Carlsens Wasserflasche wird im weiteren Bericht noch eine Rolle spielen.

 

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Einladung!Kieler-Woche-Plakat 2016

 

Am Samstag den 18. Juni 2016 startete die Kieler Woche. Für Sonntag den 26. Juni 2016 wurde auch Schach für Kids eingeladen mit einem Stand im Hiroshimapark, Rathausstraße, 24103 Kiel vertreten zu sein. Es handelt sich bereits um das 35. Spielfest das um 11 Uhr startet. Die Veranstaltung geht bis 17 Uhr. An unserem Infostand können Sie sich über unsere pädagogische Initiative erkundigen und über den sinnvollen Einsatz von Schach zur Förderung der Entwicklung von Kindern ab 3 Jahren erfahren. Wir freuen uns auf viele Kinder, aber auch Erwachsene die sich an unseren Schachbrettern ausprobieren können. Gespielt werden kann auch an den Freischachanlagen, bei Vier-Gewinnt als Schachversion und dem heißen Schach-Draht.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Informationen zur Kieler Woche finden sie auf dieser Internetseite: www.kieler-woche.de und über Schach für Kids e.V. unter www.schach-fuer-kids.de

Farrukh Amonatov gewinnt vor bekannteren Spielern

 

Amonatov

Was machte die Chess Tour Truppe heute in Leuven? Blitzen und Geld verdienen (Bericht dazu nach den zweiten neun von achtzehn Runden). Was machten diverse andere Grossmeister gestern und heute – etwas weiter östlich in Kasachstan? Blitzen und eventuell Geld verdienen – „eventuell“ bezieht sich darauf, dass es für weit mehr als zehn Grossmeister zehn Geldpreise gab. Ob es auch Startgelder gab, entzieht sich meiner Kenntnis – das Regelwerk sagt nur, dass Spieler mit Blitzelo über 2750 Übernachtung und Verpflegung bekamen, mit Blitzelo über 2800 dazu auch noch Reisekosten. Am Ende gewann ein recht unbekannter Spieler, so unbekannt dass ich nur ein kleines Foto von ihm finden konnte (Quelle FIDE-Ratingseite). Aber hinter ihm, und auch noch ausserhalb der top10 beim „Eurasian Blitz Chess Cup of the President of Kazakhstan“ (Turnierseite) durchaus bekannte Namen.

 

Endstand: Amonatov und Nepomniachtchi 16/22, Jobava und Artemiev 15.5, Karjakin, Svidler, Vladimir Onischuk 15, Megaranto, Kovalenko, Moiseenko, Sjugirov, Kasimdzhanov, Ponomariov, Gelfand 14.5. Die letzten vier bewusst nicht fett gedruckt, da Preisgeld streng nach Tiebreaks vergeben und bei Punktgleichheit nicht geteilt wurde.

 

Wer ist Farrukh Amonatov?

 

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31-jährige Erfurterin verpasst in der Schlussrunde den EM-Titel – Von HARTMUT METZ

 

Pähtz – Gaponenko: Ein Kraftzug noch – und weiß ist am Ziel..

Pähtz – Gaponenko: Ein Kraftzug noch – und weiß ist am Ziel..

Elisabeth Pähtz ist zwar erst 31 Jahre alt – aber bereits die Hälfte ihres Lebens die deutsche Führungsspielerin. Die Tochter von Großmeister Thomas Pähtz spielte schon mit 13 für die Nationalmannschaft und gewann mit 14 erstmals den nationalen Titel der Frauen. 1999 sorgte die gebürtige Erfurterin noch zweimal für Furore: Zum einen brachte sie die Republik zusammen mit Hape Kerkeling zum Lachen, weil sie ihn via Kopmetzfhörer unterstützte, als er bei seinem Sketch für die Sat-1-Sendung „Darüber lacht die Welt“ mehrere Vereinsspieler mit starken Zügen und vor allem provokanten Sprüchen zur Weißglut trieb. Die Jugend- und Juniorenweltmeisterin war zum anderen als Beraterin im Boot, als der russische Ausnahmekönner Garri Kasparow im Internet gegen „die Welt“ antrat. Hernach wurde es ruhiger um „Miss Eli“, auch wenn sie stets die klare deutsche Nummer eins war. Die Hochzeit mit dem Italiener Luca Shytai, der wie seine Gattin den Titel eines Internationalen Meisters trägt, scheint Pähtz beflügelt zu haben. Erstmals knackte die 31-Jährige die Schallmauer von 2500 Elo-Ratingpunkten und verbesserte sich in der Weltrangliste auf Platz 15. Die Top Ten sind nur noch einen Hauch entfernt und könnten nach einer starken Leistung bei der Europameisterschaft sogar am 1. Juli erreicht werden. Bei der EM kämpfte Pähtz bis zum Schluss um den Titel.
Ihre erste Niederlage in der elften und letzten Runde gegen Sabrina Vega Gutierrez warf die deutsche Spitzenspielerin allerdings auf Platz fünf zurück. Ihre spanische Bezwingerin wurde so mit 8,5 Zählern Zweite. Den EM-Titel sicherte sich die punktgleiche Anna Uschenina dank der besseren Feinwertung. Der zweite große Erfolg der Weltmeisterin von 2012. Bronze holte eine weitere Ex-Weltmeisterin, die Bulgarin Antoaneta Stefanowa. Sie sammelte wie Lilit Mkrtschjan (Armenien) acht Zähler. Das Feld der Spielerinnen mit 7,5 Punkten führte im rumänischen Mamaia Pähtz an.
Immerhin gelang der Wahl-Römerin in Runde neun die wohl schönste Partie der EM … Weiter zur Partie

Am Ende lacht Carlsen

Carlsen
Es passiert mitunter, dass das „Konzept“ für einen Artikel (Überschriften, Fotos, …) bereits ’steht‘ – und dann doch hinfällig wird bzw. nach der jeweils letzten Runde im Turnier nicht mehr passt. Aber so unvorhersehbar wie beim Schnellschach in Leuven warlive es selten – auch wenn manche einwenden mögen „klar doch, dass Carlsen am Ende vorne liegt“. Auf dem Titelfoto (alle Fotos wieder von der Grand Chess Tour) blickt er noch recht mürrisch drein – erstens tut er das ohnehin oft, zweitens stammt das Foto von Tag eins (Tag zwei aktuell noch nicht online) und da hatte er durchaus Grund dazu.

 

Endstand des Schnellturniers dann: Carlsen 12/18, So 11, Aronian und Anand 10, Caruana 9, Topalov, Giri, Vachier-Lagrave 8, Kramnik und Nakamura 7. Ja, das stimmt so, auch was Nakamura betrifft.

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„Immer wieder HWA“, so war kürzlich ein Beitrag im Schach-Ticker überschrieben, in dem über den Gewinn der Hessischen Senioreneinzelmeisterschaft durch Hans Werner Ackermann berichtet wurde. Nach wenigen Wochen ist es schon wieder so weit:  HWA gewinnt auch in Bad Neuenahr – Ein Bericht von Turnierorganisator  GOTTFRIED SCHUMACHER

 

Schiedsrichter Block, Partenheimer (2), Ackermann (1), Schumacher (3), Weinkönigin Ulrich

Schiedsrichter Block, Partenheimer (2), Ackermann (1), Schumacher (3), Weinkönigin Ulrich

FM Hans Werner Ackermann, für SSC Rostock spielender Westfale, gewinnt äußerst knapp die 7. Auflage des Seniorenopens im Bad Neuenahrer Hotel Krupp (4.-12.6.2016). Nur in der Feinwertung vorne liegend, aber punktgleich mit Axel Partenheimer aus Düsseldorf und FM Gottfried Schumacher vom ausrichtenden HTC Bad Neuenahr, findet das Turnier ein Trio an der Spitze, welches in der Startrangliste auch ganz vorne zu finden war.

 

Nur Favorit und Titelverteidiger IM Yuri Boidman konnte in der Schlussrunde von FM Schumacher besiegt werden, sodass für ihn nur der etwas undankbare vierte Platz heraussprang. FM Kuno Thiel, sozusagen Jungsenior im Turniergeschehen, machte bereits mit seinem dritten Platz im großen Bad Sooden-Allendorfer Turnier auf sich aufmerksam. Nun bestätigte er hier seine Form und erreicht einen guten fünften Platz!

 

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Starke Großmeister beim „Cup of Eurasia“, 17. bis 19.6.2016, auf hohem Niveau

 

GM Ian Nepomniachtchi (Russland) (by David Llada)

GM Ian Nepomniachtchi (Russland) (by David Llada)

Das Turnier, das in Almaty stattfindet, wird in diesem Jahr eine der wichtigsten Veranstaltungen in der Sportarena von Kazakhstan sein.  Mehr als 150 Schachspieler aus aller Welt nehmen an diesem Spektakel teil. Die Kazakhstan-Schachföderation unterstützt dieses Turnier um Schach im Land populärer zu machen. Bei der Verpflichtung von Spitzengroßmeistern hat der Verband keine Kosten und Mühen 1gescheut.

 

Hier ein Auszug aus der Teilnehmerliste:

 

1 Ian Nepomniachtchi RUS GM 2846 2 Le, Quang Liem VIE GM 2805 3 Rauf Mamedov AZE GM 2796 4 Boris Gelfand  ISR GM 2792 5 Wang Hao CHN GM 2784 6 Alexander Grischuk RUS GM 2766 7 Dmitry Andreikin RUS GM 2759 8 Peter Svidler RUS GM 2754 9 Rustam Kasimdzhanov UZB GM 2736 10 Gawain Jones ENG GM 2734 11 Onischuk Vladimir UKR GM 2734 12 Artemiev Vladislav RUS GM 2722 13 Alexey Dreev RUS GM 2721 14 Shakhriyar Mamedyarov AZE GM 2714 15  Savchenko Boris RUS GM 2706 16 Hou Yifan CHN GM 2704 17 Igor Kovalenko LAT GM 2699 18 Ruslan Ponomariov UKR GM 2695 19 Saric, Ivan CRO GM 2690 …

 

TurnierseiteResultateInformationLIVEVideos

 

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19. bis 27. Juni 2016 Prag/Tschechien – Von LOUISA NITSCHE

 

Am 19. Juni um 15 Uhr startet die 1. Runde des diesjährigen Mitropa Cup in Prag. Im offenen Turnier wird Deutschland

Alexander Donchenco

Alexander Donchenco

von Alexander Donchenko (2573), Vitaly Kunin (2582), Jonas Lampert (2488), Roven Vogel (2426) liveund Dmitrij Kollars (2471) vertreten.

 

Bei den Frauen treten Elisabeth Pähtz (2502), Judith Fuchs (2321) und Josefine Heinemann (2206) an.

 

Während andere Föderationen oftmals nur ihre besten Spieler(innen) ins Rennen schicken, ist es bei uns seit langem Tradition eine Mischung aus erfahrenen, sehr Elo-starken Spieler(innen) und vielversprechenden jüngeren zum Mitropa Cup zu entsenden. Die Letztgenannten sollen somit behutsam in die Nationalmannschaft eingeführt werden. Unsere diesjährige Aufstellung „beschert“ uns im offenen ebenso wie im Frauenturnier den 3. Platz im Ranking.

 

Übrigens: Da Frankreich keine Mannschaften gemeldet hat, stellt das Veranstalterland Tschechien 2 Männermannschaften, bei den Frauen spielt Polen anstelle von Frankreich.

 

Turnierseite

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Diesmal im belgischen Leuven

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Nach jedem Turnier kann man fragen „was, wenn es noch einmal komplett von vorne beginnt?“. Meistens ist diese Frage zwar „nett“ oder „interessant“, aber rein hypothetisch – aber die Chess Tour setzt in dieser Hinsicht neue Masstäbe im Schach. Gerade ist livedas Turnier in Paris vorbei, schon wird es in Leuven wiederholt – mit (bis auf ein Detail) identischem Format und fast identischem Teilnehmerfeld. Einziger Unterschied: Anand ist diesmal dabei, damit ist für Fressinet kein Platz (und ein belgischer Spieler, wer auch immer, wäre ohnehin aktuell eine ziemlich wilde Wildcard).

 

Für Leser mit kurzem Gedächtnis wiederhole ich die Teilnehmerliste – heute mal alphabetisch und damit zu Beginn die „Pointe“: Anand, Aronian, Carlsen, Caruana, Giri, Kramnik, Nakamura, So, Topalov, Vachier-Lagrave. Dieser Endstand wäre aus meiner Sicht sehr überraschend, denn MVL traue ich mehr zu.

Titelbild (Fotograf Marco Mertens, Quelle Turnierseite): Austragungsort, das historische Rathaus von Leuven.

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

SchachGlobus

KombiEcke 112

UweKersten_Sommercamp_2014Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 112. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 112. Kombiecke, dieses Mal mit dem Motto „Verpasster Gewinn“!

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Schlussbericht von den Europäischen Senioreneinzelmeisterschaften. Boris Gruzmann mit gutem Ergebnis – trotz „Schweizer Gambit“!

 

Boris Gruzmann bei der Seniroen-Team WM, Dresden_2015 (Foto: B. Müller-Clostermann)

Boris Gruzmann, Dresden 2015

Vom 5.-13.6.2016 fand in Yerewan (Armenien) die 16. Europäische Senioreneinzelmeisterschaft statt, bei der 71 Männer und 24 Frauen – jeweils in den Kategorien 50+ und 65+ – um den Titel des „European Senior Champion“ partienkämpften.

 

Der einzige deutsche Teilnehmer in der Sektion 65+ war Boris Gruzmann, der nach einer Auftaktniederlage in Runde 1 – ein sogenanntes „Schweizer Gambit“ – in der Endabrechnung mit 6 Punkte noch den geteilten 4.-11. Platz in Gesellschaft illustrer Namen wie Sveshnikov, Vasiukov und Gaprindashwili erreichte, wenn er auch wegen schlechter Buchholzwertung nur auf Platz 11 einsortiert wurde.

 

Das Bild stammt von der letztjährigen Senioren-Mannschaftsweltmeisterschaft in Dresden, welche in diesem Jahr wenige Kilometer nach Radebeul weiter gezogen ist, natürlich wieder mit Boris Gruzmann im Team mit Jefim Rotstein, Boris Khanukov und Sergej Salov. Über 100 Mannschaften spielen dort ab dem 26.6. in der „World Team Championship“.

 

In Yerewan rangierten auf den Plätzen 1 bis 3 mit 6,5 Punkten IM Valentin Bogdanov (UKR) als neuer Titelträger, GM Viktor Kupreichik (BLR) und FM Bent Sorensen (DEN). Den Frauentitel sicherte sich GM Nona Gaprindashvili (GEO).

 

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Ein Ausblick auf internationale Jugendmeisterschaften von Bundesnachwuchstrainer BERND VÖKLER

 

Roven Vogel

Roven Vogel

Wie jedes Jahr stehen im Sommer traditionell verschiedenste Jugend-Welt, –Europa und -Olympiaden sowie selbst EU-Meisterschaften an! Diese sind sogar zweigeteilt zwischen Österreich und Tschechien.

 

Doch der Reihe nach:

 

Gestartet wird mit der Mannschafts-Europameisterschaft U18 im slowenischen Celje. Vom 09. bis 17. Juli. kämpfen die besten europäischen Teams dieser Altersklasse um den Titel. Deutschland wird mit den Titelverteidigern Jan-Christian Schröder und Thore Perske ins Rennen gehen. Ihnen zur Seite stehen dann der U16-Einzel-Europameister 2015 Leonid Sawlin und Maximilian Paul Mätzkow.

 

Die Mädchen-Mannschaft besteht aus Olga Weis und Paula Wiesner. Beide kommen aus Baden und die besten Wünsche des DSB-Vizepräsidenten Uwe Pfenning begleiten sie.

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SF Friedberg und SK Großlehna ziehen sich aus der Frauen-Bundesliga zurück, … und Augsburg rückt nach!  – Von RAYMUND STOLZE

 

Melanie Lubbe, Foto: http://www.lubbe-schach.de

Melanie Lubbe

Nun gibt es sie auch, die wirklich schlechten Nachrichten aus der Frauen-Bundesliga. In aller Stille haben sich nämlich die SF 1891 Friedberg und der SK Großlehna nicht nur aus der höchsten deutschen Spielklasse zurück gezogen, sondern gleichzeitig wie im Vorjahr der USV Volksbank Halle vorerst gänzlich vom Frauen-Schach auf überregionaler Ebene verabschiedet.

 

Beide Teams gehörten bisher zu den wichtigen Eckpfeilern in der 1. Liga. Die Burgfräuleins aus Hessen, die in der Saison 2011/12 erstmals erstklassig waren, belegten dabei auf Anhieb Platz 4. Im Jahr darauf war man bereits ernsthafter Konkurrent von OSG Baden-Baden um die Meisterschaft, wobei der Titelverteidiger nur durch den schwer erkämpften 3,5:2,5-Sieg im direkten Vergleich mit einem Punkt Vorsprung erneut triumphierte. Hinter dem blieb jedoch ein ehrenvoller Rang 2.

 

Dass die Vizemeisterschaft allerdings mit dem folgenden finanziell nicht gerade „billigen“ Aufgebot geholt wurde, sei erwähnt: Almira Sripcenco [Frankreich], Eva Repková [Slowakei], Melanie Ohme, Elena Lewuschkina [beide Deutschland], Ticia Gara [Ungarn], Adriana Nikolowa [Bulgarien], Irina Bulmaga [Rumänien], Deimante Daulyte [Litauen].

 

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Mit Europameister Daniel Fridman und Sieger des Echternacher-Open von 2012

 

Abtei

Abtei

Das Echternacher-Open (Luxemburg) ist ein Turnier mit langer Tradition. Am Wochenende ist es wieder so weit. Über 300 Spieler haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Darunter, aufgrund der Nähe zu Deutschland, unglaublich viele deutsche Spieler. In der vorläufigen Teilnehmerliste an Zwei gesetzt ist GM Daniel Fridman.  Alle vorangemeldeten Spieler können Sie am Ende einsehen. Die Liste ist in alle Richtungen sortierbar. Gespielt wird in der alten Abtei, ein historisches Gebäude mit einem historichen Ambiente. Seit Jahren ideale Spielmöglichkeiten. Vielleicht hat das Open auch deshalb einen so großen Zulauf. Die Bedenkzeit beträgt 45 Minuten für eine Partie. Für viele Spieler etwas gewöhnungsbedürftig.

 

Auszug aus der Teilnehmerliste:
1. Edouard,Romain GM 2648 FRA 2. Fridman,Daniel GM 2607 GER 3. Feller,Sebastien GM 2602 FRA 4. Khenkin,Igor GM 2553 GER 5. Libiszewski,Fabien GM 2537 FRA 6. Levin,Felix GM 2530 GER 7. Berelowitsch,Alexand GM 2520 GER 8. Andersson,Ulf GM 2515 SWE 9. Dann,Matthias IM 2482 GER 10. Ringoir,Tanguy GM 2474 BEL 11. Hoffmann,Michael GM 2471 GER 12. Ginsburg,Gennadi GM 2466 GER 13. Wiedenkeller,Michael IM 2460 LUX 14. Noe,Christopher FM 2428 GER 15. Morawietz,Dieter IM 2424 GER 16. Yankelevich,Lev   2415 GER 17. Seul,Georg IM 2409 GER 18. Vedder,Henk IM 2374 NED 19. Keymer,Vincent   2341 GER 20. Boidman,Yuri IM 2330 GER

TurnierseiteAusschreibung

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Klassenerhalt am „grünen Tisch“ –Ein Kommentar von JÖRG WENGLER, Abteilungsleiter Schach des FC Bayern München

 

Logo_Bayern_Muenchen_SchachabteilungAus gegebenem Anlass haben wir uns immer wieder mit der Situation in der Schach-Bundesliga nicht zuletzt kritisch und ebenso konstruktiv beschäftigt. Da in der zurück liegenden Saison mit Turm Emsdetten und dem SC Hansa Dortmund zwei Vereine ihren Rücktritt aus der höchsten deutschen Spielklasse erklärten sowie der Erfurter SK als 13. auf die dadurch mögliche Erstklassigkeit verzichtete, nutzte neben dem SV Griesheim auch der FC Bayern München diese Chance. Auf die Münchener trifft das übrigens seit dem Aufstieg 2013 bereits zum dritten Mal in Folge zu. Diesen Klassenerhalt am „grünen Tisch“ hat der Abteilungsleiter Schach des FC Bayern München, JörgWengler, in einem lesenswerten Beitrag auf der vereinseigenen Webseite kommentiert [http://www.fcbayern-schach.de/] und uns auf Rückfrage die Genehmigung zur Veröffentlichung gegeben.

[Raymund Stolze]

 

 


„Herzlichen Glückwunsch zum Klassenerhalt!“ – Sie können sich nicht vorstellen, wie oft ich dies in den vergangenen Tagen gehört habe. Und ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, stelle ich jetzt einfach mal fest, dass in vielen Fällen eine sarkastische Note im Unterton nicht zu überhören war.

 

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Verleihung des Deutschen Schachpreises 2016 an Roman Krulich. Für herausragende Verdienste um die Förderung des Schachs erhält Roman Krulich aus München den Deutschen Schachpreis 2016. Der Preis wird persönlich überreicht von Herbert Bastian, dem amtierenden Präsidenten des Deutschen Schachbundes.

 

Welcher Zug ist der Beste? Beim Schachspielen erhielten die Kinder Unterstützung von Schachmaskottchen Schachi und Schach-Förderer Roman Krulich

Welcher Zug ist der Beste? Beim Schachspielen erhielten die Kinder Unterstützung von Schachmaskottchen Schachi und Schach-Förderer Roman Krulich

Mit dem Preis wird das „über allgemeine Verpflichtungen hinausgehende Engagement für den Schachsport“ geehrt, heißt es in den Bestimmungen der Ehrenordnung. Krulich (53) ist Immobilienunternehmer aus München und unterstützt seit mehr als zehn Jahren großzügig die Münchener Schachakademie (www.mucschach.de). Dort wurden in den letzten Jahren über 3000 Kinder und Jugendliche an das Schachspiel herangeführt und entsprechend ausgebildet. Er ist zudem Gründer der Münchener Schachstiftung (www.schachstiftung-muenchen), die seit 2007 Kindern aus finanziell schwächeren Familien, Körperbehinderten, Autismusbetroffenen, sowie jungen Flüchtlingen und Senioren die Teilnahme an den Schachkursen ermöglicht und durch das besondere didaktische Konzept „Schach nach Königsplan“ in ihrer Entwicklung fördert. Mehr als 30 Grundschulen in München erhalten in entsprechenden Kursen das Wissen rund ums Schach vermittelt. Zugleich fördert Krulich das professionelle Schach, das neben der finanziellen Unterstützung von Turnieren dem Verein MSA Zugzwang aus München in diesem Jahr den Aufstieg in die Erste Schachbundesliga ermöglichte. Auch der Schachverein SK König Plauen wird seit den 90-er Jahren von Roman Krulich unterstützt, was neben einem Auftritt in der ersten Bundesliga auch den Aufbau einer herausragende Jugendabteilung ermöglichte.

 

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Blitzschach = Schnell spielen und keine Fehler machen!?

Nakamura
So definiert es ein Vereinskollege (Elo ca. 1500), wobei er „keine Fehler machen“ recht locker sieht: Man darf schon den einen oder anderen Fehler machen – wenn man schneller spielt als der Gegner und durch Zeitüberschreitung gewinnt, bevor dieser mattsetzen kann. Bei uns wird ohne Inkrement gespielt, da funktioniert diese Strategie mitunter. Auf GM- bis Weltklasseniveau gibt es heutzutage meistens ein Inkrement, und derlei Spieler können Gewinnstellungen oft auch mit Sekunden auf der Uhr verwerten. Im Paris-Abschlussbericht werden andere wohl die beiden Erstplazierten feiern, zumal sie ohnehin Medienlieblinge sind – ich versuche, den schachlichen Gehalt des Blitzturniers zu erkunden und tue mich da etwas schwer.

 

Aber zunächst der Endstand, Schnell- und Blitzschach kombiniert: Nakamura 25.5/36, Carlsen 24.5, Vachier-Lagrave 22, So 19.5, Aronian 19, Giri 18, Kramnik 15.5, Caruana 14, Topalov 12, Fressinet 10. Nach dem Schnellturnier (bei dem die Partien doppelt zählten) hatte Nakamura einen Punkt Vorsprung auf Carlsen. Den behielt er, wobei es zwei Runden vor Ende des Blitzturniers zweieinhalb Punkte waren. Was entscheidend war, es gibt drei Kandidaten: Carlsens unnötige Niederlage gegen So in der ersten Runde des Schnellturniers („unglücklich“ ist der falsche Begriff, denn Zeitüberschreitung = selber schuld), Nakamuras glücklicher Sieg gegen Caruana in der letzten Runde des Schnelllturniers, und/oder (siehe unten im Bericht) Nakamuras glücklicher Sieg aus Verluststellung im Blitzen gegen Topalov. Jedenfalls gewann Nakamura und bekommt damit das Titelfoto (alle Fotos hier gefunden).

 

Ich „werte“ das Blitzturnier nochmal separat: Carlsen und Nakamura 11.5 (direkter Vergleich 2-0 für Carlsen), Vachier-Lagrave 11, Aronian und Caruana 10 (direkter Vergleich 2-0 für Aronian), Giri 9, So 8.5, Topalov 8, Kramnik 5.5, Fressinet 5. Anlass, um in diesem Bericht zum Blitzturnier auch MVL zu würdigen, und Kramniks Ergebnis ist natürlich erklärungsbedürftig.

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Nussbaum Medien spendet 1000 EUR für Hockenheimer Schachjugend – Ein Beitrag von DIETER AUER

 

Seit Michael Fricke vor Jahresfrist das Jugendschach des Bundesligisten SV 1930 Hockenheim übernommen hatte, ist eine deutliche Aufwärtstendenz festzustellen. Das Jugendschach in der Hockenheimer Zehntscheune freitags ab 17:30 Uhr ist mittlerweile stets gut besucht und auch die Kooperationen Schule-Verein entwickeln sich wieder positiv. Vier Zuschussanträge für das kommende Schuljahr wurden inzwischen beim Badischen Sportbund eingereicht.

 

Die Brüder Günter und Dieter Auer folgten Ende der Woche gerne einer Einladung nach St.Leon- Rot, um einen Spendenscheck entgegen zu nehmen. Die dortige Stiftung fördert schon seit Jahren Schach in der Region und beim Gespräch mit Firmenchef Klaus Nussbaum wurde deutlich, dass sein Schachengagement auch künftig seine Fortsetzung in der Region finden wird.

 

Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass auch der Projektleiter der Schachferiencamps im Racket Center Nußloch, Bernd Hierholz, dem Verein beitritt, muss man sich über die weitere Entwicklung im Jugendbereich nicht mehr zu viele Gedanken machen. Bernd Hierholz leitet bereits eine Gruppe regionaler Schachtalente, die aus der Rhein-Neckar Schachjugend hervor gegangen ist und bringt alle schachlichen und pädagogischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Jugendförderung mit.

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Fanatische Legende: Viktor Kortschnoi stirbt mit 85 Jahren – Von HARTMUT METZ

 

Averbach – Kortschnoi: Schwarz droht mit Durchmarsch nach h1, nur haperts noch an einem Detail…

Averbach – Kortschnoi: Schwarz droht mit Durchmarsch nach h1, nur haperts noch an einem Detail…

Fanatische Schachspieler gibt es einige – der fanatischste unter ihnen dürfte Viktor Kortschnoi gewesen sein. Tigran Petrosjan hat angeblich einmal befunden: „Mit dem Ehrgeiz von Kortschnoi würde ich ewig Weltmeister bleiben!“, wie der Wahl-Schweizer anlässlich seines 80. Geburtstags stolz im Interview erzählte. Der beste Spieler, der mehrfach im WM-Finale stand, aber nie Weltmemetzister wurde, starb am vergangenen Montag mit 85 Jahren. Obwohl Kortschnoi nach einem Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt war und erheblich an Stärke einbüßte, ließ der gebürtige Leningrader nicht ab von seinem geliebten königlichen Spiel: „Es gibt kein Leben nach dem Schach“, begründete „Viktor der Schreckliche“ seine Passion. Auf dem Zenit aufzuhören, „weil man Weltmeister war, das klingt nach Bobby Fischer, nicht nach Viktor Kortschnoi“, betonte der Dissident, der 1976 aus der Sowjetunion flüchtete. Der dreifache Vizeweltmeister, der stets am 20 Jahre jüngeren Anatoli Karpow scheiterte, zeigte Unverständnis: „Bei mir hören nur die Schüler immer auf: die drei Großmeister Joël Lautier, Ronen Har-Zvi und Jeroen Piket. Das verstehe ich nicht“, sagte er und schüttelte den Kopf.

 

Er hatte zwar gegen „Kasparow und Karpow meine liebe Not, ich bezwang jedoch alle Weltmeister davor von Botwinnik, Petrosjan, Tal bis Spasski und verzeichnete positive Bilanzen. Ich wäre jedoch nie auf den Gedanken gekommen, deshalb mit Schach aufzuhören!“, stellte der Wohlener klar. Bei der Legende, die selbst noch 2011 mit 80 Jahren Schweizer Einzel-Meister wurde, stand alles hinter dem Denksport zurück. Nur einmal schien er müde: „Bis 1981 wollte ich Weltmeister werden. Die dritte Niederlage gegen Karpow war so schrecklich, die ganze Atmosphäre in Meran – das wollte ich nie mehr spüren!“, gestand Kortschnoi unerwartet.

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Das traditionelle Match zwischen den beiden Schachgiganten Russland und China findet in Moska statt. Die Eröffnungfeier war gestern im Botvinnik Central House of Chess. Seit 2001 gibt es diesen freundschaftlichen Vergleich.

 

liveGespielt wird ab dem 11.6.  um 15 Uhr Moskaurs-matcher Zeit (Deutsche Zeit 14 Uhr). Jeweils 5 Männer und 5 Frauen sitzen an den Brettern. Das Team mit den meisten Punkten wird zum Sieger erklärt.

 

Das Match wird vom russischen Schachverband mit Unterstützung der Wolga-Gruppe, dem offiziellen Partner des nationalen Schach Teams von Russland, und UES Federal Grid Company, dem Generalsponsor des russischen nationalen Schachmännerteams organisiert.

 

Die Aufstellungen:

 

Russian National Teams

 

Männer: Ian Nepomniachtchi, Dmitry Jakovenko, Nikita Vitiugov, Dmitry Andreikin and Maxim Matlakov. Coaches: Alexander Motylev and Vladimir Potkin.
Frauen: Valentina Gunina, Natalia Pogonina, Anastasia Bodnaruk, Alexandra Goryachkina, and Kateryna Lagno. Coaches: Sergei Rublevsky and Alexander Ryazantsev.

 

Russischer Schachverband

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Seriensieger Anand im spanischen Leon

 

0006Im ersten Halbfinale, das am heutigen Freitag stattfand, spielte der achtlivemalige Turniersieger Vishy Anand gegen den spanischen Großmeister David Anton (2627) 4 Partien mit einer Bedenkzeit von 20 Minuten zuzüglich 10 Sekunden pro Zug. David Anton ist ein Spieler der in Spanien bereits alles gewonnen hat. Ab der U14 gewann er in allen Kategorien. Normalschach, Schnellschach und Internet. Sein größter Erfolg war die Silbermedallie bei der WM U18 in Al-Ain im Jahr 2013.

 

Das zweite Halbfinale bestreiten am Samstag der Chinese Wei Yi, der in 2014 und 2015 in  Leon gewann und der Spanier Jaime Santos. Beginn der Partien ist 16:30 Uhr deutscher Zeit. Das Finale findet am Sonntag im Auditorium der Stadt Leon statt.
Dem jungen Chinesen Yi sagt man eine große Zukunft voraus. Viele sehen in ihm den zukünftigen Weltmeister.

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Als Finalist steht Vishy Anand fest, er konnte den jungen Spanier David Anton mit 2,5:1,5 schlagen. Im 2. Halbfinale besiegte der Chinese Wei Yi den jungen Spanier mit 2,5:1,5 und spielt nun im Finale am Sonntag gegen Vishy Anand.

 

Erwähnenswert vielleicht noch, dass in dem eher schwach besetzten Open, das parallel stattfindet, GM Henrik Teske als Favorit ins Rennen geht.

 

TurnierseitePartien Halbfinale

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Nakamura vor Carlsen, Topalov und Caruana Flop

Bühne
Die beiden im Untertitel zuerst Genannten zählten natürlich, was Nakamura betrifft speziell bei verkürzter Bedenkzeit, zum engeren Favoritenkreis. Vorne liegen sie auch, da einige ihrer Gegner einfach schlecht gegen sie spielten bzw. übel patzten, währelivend sie selbst derlei in allen neun Runden vermeiden konnten (Ausnahme Carlsen gleich zu Beginn). Topalov am Tabellenende ist aus meiner Sicht nicht überraschend: erstens ist er kein guter Schnellschachspieler, zweitens hat er sich für die Chess Tour mit Ergebnissen aus der Vergangenheit qualifiziert, deren Haltbarkeitsdatum eventuell überschritten ist (sagte er selbst nach dem Kandidatenturnier). Caruana konnte dagegen in der Vergangenheit auch im Schnellschach überzeugen, diesmal hatte er ein für seine Verhältnisse ganz schlechtes Turnier.

 

Wie auf dem Titelfoto zu sehen, haben insgesamt zehn mitgespielt (einer ist ziemlich verdeckt aber doch dabei), mit diesen Ergebnissen: Nakamura 7/9, Carlsen 6.5, So und Vachier-Lagrave 5.5, Kramnik 5, Giri und Aronian 4.5, Fressinet 2.5, Topalov und Caruana 2. Alle Fotos stammen von der Grand Chess Tour – hier bzw. ab da über Flickr. Generell habe ich bei den Fotos den Eindruck, dass Inszenierung wichtiger ist als Schach an sich: bei weitem die meisten Fotos von Tag Null vor dem eigentlichen Turnier, und relativ wenige direkt von den Partien. Auf dem Titelfoto im Vordergrund das kaum erkennbare Publikum. Eintritt war 20 Euro bzw. 15 Euro für Mitglieder des französischen Schachverbands – angemessen oder nicht, das darf der Leser selbst beurteilen. Es ist jedenfalls mehr als doppelt so viel wie in Dortmund (Tageskarte 7 Euro, Dauerkarte 26 Euro), und unendlich mal so viel wie in Wijk aan Zee oder Zürich (Eintritt jeweils gratis).

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Die Berliner Schachfreunde gratulieren – Eine Würdigung von WOLFGANG THORMANNProf. Dr. Hartmut Badestein, Siegerehrung 2016 (Foto: Thormann)

 

Am 10. Juni feiert der aus Halle/Saale gebürtige Hartmut Badestein seinen 80. Geburtstag in Berlin. Aufgewachsen in einer Schachfamilie spielte er schon 1949 erfolgreich sein erstes Turnier, die Pioniermeisterschaft von Sachsen-Anhalt. Bis heute spielt er aktiv Schach in den Mannschaftskämpfen für SC Friesen – Lichtenberg, in Clubmeisterschaften und Seniorenmeisterschaften.

 

Während des Jura-Studiums spielte er in der Oberliga – Sonderligamannschaft von Halle und qualifizierte sich 1960 für die DDR-Meisterschaft in Leipzig. Ende 1960 übersiedelte er nach Berlin und wurde Mitglied der TSG Oberschöneweide, später von AdW (Akademie der Wissenschaften) und nach Fusion von AdW mit Friesen 1997 von SC Friesen – Lichtenberg.

 

Neben seiner sehr erfolgreichen Karriere zum Ordentlichen Professor an der Hochschule für Ökonomie blieb nur wenig Zeit für den Schachsport. Trotzdem nahm er immer erfolgreich an den Mannschaftskämpfen für Berlin in der Oberliga/Sonderliga teil. Im Ruhestand konnte dem großen Hobby natürlich intensiver gefrönt werden. Hartmut nahm nunmehr an vielen Berliner, Deutschen und Weltmeisterschaften der Senioren teil. In der Berliner Seniorenmeisterschaft 2016 belegte er in der Nestoren Wertung den 2. Platz.

 

Zum Schluss noch eine prächtige Partie des Jubilars gegen den Internationalen Meister Burkhard Malich.

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

SchachGlobus

KombiEcke 111

UweKersten_Sommercamp_2014Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 111. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 111. Kombiecke, dieses Mal mit dem Motto „Wer gut rechnet, der gewinnt“!

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Mit Seriensieger Vasily Ivanchuk (2710) aus der Ukraine und Leinier Dominguez (Cuba, Elo 2723)

 

Die „Kubanische Schachföderation“, gefördert durch das nationale Institut für Sport, Sportunterricht und Freizeit sowie die Unterstützung der liveHotelkette Barcelo, ermcn7537_capablanca2öglichen die 51. Auflage des Schachfestivals zum Gedenken des großartigen cubanischen Schachgroßmeisters Jose Raul Capablanca, das vom 9. bis 20. Juni stattfindet. Die meisten Siege verbuchte Vassily Ivanchuk, mit 6 Titeln (2005, 2006, 2007, 2010, 2011 und 2012).

 

Seit 1962 findet, auf Initiative des legendären „Che“ Guevara, jährlich dieses in aller Welt bekannte Schachfestival statt. Jose Raul Capablanca, geboren am 19. November 1988, wurde Weltmeister im Jahr 1921 als er in Havanna Emanuel Lasker schlug, der 27 Jahre Weltmeister war. Zwischen 1916 und 1924, also acht Jahre lang, blieb Capablanca ungeschlagen.

 

Gruppe Elite:
1 GM Dominguez Perez, Leinier CUBA CUB 2723 2 GM Ivanchuk, Vasily UCRANIA UKR 2710 3 GM Kryvoruchko, Yuri UCRANIA UKR 2682 4 GM Almasi, Zoltan HUNGRIA HUN 2688 5 GM Cheparinov, Ivan BULGARIA BGR 2687 6 GM Bruzon Batista, Lazaro CUBA CUB 2681

Turnierseite

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Ein außergewöhnicher Schachjournalist und Fotografllada

 

David Llada (36) kennt kaum jemand. Auf den internationalen Top-Turnieren hält er sich gerne im Hintergrund. pdfBeobachtet die Spieler. Ihre Mimik und Bewegungen. Der Ausdruck im Gesicht und seine Mimik ist das Spiegelbild der Gedanken zum Spiel. David Llada ist Fotograf. Nicht irgendein Fotograf. Er ist wohl einer der weltweit besten Schachfotografen auf unserem Planeten.  David Llada wohnt in San Sebastian, in der Nähe von Barcelona. Er war in Chennai, als Magnus Carlsen Weltmeister wurde und bei der Schacholympiade in Tromso war Llada fest angagiert als Haus- und Hoffotograf. Hier entstanden einige seiner besten Fotos. Dabei war in der Vergangenheit das Fotografieren nicht sein Schwerpunkt. Er arbeitete als Schachjournalist und organisierte Turniere, wie beispielsweise das weltbekannte GM-Turnier in Linares.

 

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Kostenloses Schachspielen ohne Anmeldung und Werbung auf LICHESS

 

Lichess ist ein Internet-Schachserver erstellt von Thibault Duplessis, einem französischen Programmierer. Ein wahres Paradies für Schachspieler. Hier kommen alle auf ihre Kosten. Man kann nicht nur anonym Schachspielen, sondern auch gespielte Partien analysieren lassen. Auch Schachtraining ist möglich.
Schachspieler, die gerne auch mal andere Schachvarianten ausprobieren wollen, kein Problem. Gibt es doch:
Klarge_tileing of the Hill, Räuberschach (Antichess), Atomschach, Drei-Check-Schach, Dunsanys Schach und Chess960.

 

Übrigens: Laut Alexa  (Ein Onlinedienst, der Daten über Seitenabrufe von Websites sammelt und darstellt) ist Lichess nach Chess.com der beliebteste Schachserver der Welt (Quelle: Wikipedia). Lichess gibt es übrigens auch als kostenlose App für Android und Iphone.

 

Probieren Sie es doch einfach mal aus (bitte auf das Bild klicken)  und schreiben uns wie es Ihnen gefallen hat. Mailadresse im Impressum.

 

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Paris, danach Leuven in Belgien

Nachdem Norway Chess sich nach einem Jahr schon wieder verabschiedete, hatte die Chess Tour bekanntlich ein Problem – nur noch Sinquefield Cup und London Classic wäre etwas wenig für eine „Tour“. Aber sie fanden neue Austragungsorte und neue Sponsoren, die allerdings Schnell- und liveBlitzschach bevorzugten und/oder nur ein „halbes“ Turnier finanzieren wollten. Da Frankreich und Belgien Nachbarländer sind und da im Juni noch Termine frei waren im Kalender, bot es sich an, die Turniere direkt nacheinander durchzuziehen – mit nahezu identischem Teilnehmerfeld. In Paris spielen vom 9.-12.6. Carlsen, Kramnik, Caruana, Aronian, Vachier-Lagrave, Nakamura, Giri, So, Topalov und Fressinet. In Leuven (17.-20.6.) macht dann Fressinet Platz für Anand. Wie das Teilnehmerfeld genau zustande kam und warum Anand in Paris fehlt, dazu später mehr. Damit die Spieler sich zwischendurch nicht langweilen bzw. jedenfalls beschäftigt sind, gibt es auch noch ein Rahmenprogramm.

 

Beim Titelfoto hebe ich generell fast nie einen Spieler besonders hervor, es gibt auch keine Ausnahmen für Norweger die – im Rahmen der Chess Tour – dieses Jahr nur Schnell- und Blitzschach spielen. Stattdessen der Austragungsort: das Maison de la Chimie ist durchaus repräsentativ, ausserdem mitten in Paris – ca. 300m Luftlinie zum Eiffelturm.

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Zweite Auflage des Jugendmasters in Lüneburg startet am 29. Juni in Lüneburg – Von Bundesnachwuchstrainer BERND VÖKLER

 

Ausschreibung

Bernd Vökler (by DSJ)

Nach dem „relativ schlechten“ Elo-Ergebnis der deutschen Delegationen bei der Jugend-WM in Durban und der Jugend-EM in Batumi vor zwei Jahren, hatte Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler eine Analyse erstellt und war zu dem Ergebnis gekommen: Ursache ist die Elo-Flut in deutschen Open und nicht, wie fälschlich vermutet, die schlechte Form der deutschen Spieler! Silbermedaillengewinnerin Filiz Osmanodja hat selber nur 7 Punkte gewonnen. Matthias Blübaum auf Platz 4 ging schon ins Negative!

 

Nichtsdestotrotz waren vom Deutschen Schachbund neue Ansätze für diese Problematik gefragt. Und diese hat Bernd Vökler geliefert. Zum ersten Mal führte der DSB ein Jugendmaster im August 2015 in Apolda als Vorbereitung auf die internationalen Saisonhöhepunkte durch. Die Premiere gewann übrigens die tschechische Gastspielerin Nela Pychova [ http://www.jugendmasters-2015.steffans-schachseiten.de/ ].

 

Nun erreichte uns vom Bundesnachwuchstrainer die erfreuliche Nachricht, dass die zweite Auflage dieser Veranstaltung für den Jahrgang 2000 und jünger vom 29. Juni bis 3. Juli in Lüneburg stattfinden wird.

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Wilhelm_Steinitz2_Wikipedia

Wilhelm Steinitz

Wie im Kalenderblatt anlässlich des 130-jährigen Jubiläums des ersten WM-Titelgewinnes von Wilhelm Steinitz angekündigt, veröffentlichen wir eine neue Folge der Rubrik „Ausgelesen“ mit dem Thema „Steinitz, ein Pionier des Schachspiels“  – Von JULIA KIRST

 

Über den ersten Weltmeister sind so viele Bücher veröffentlicht worden. Ich habe mich auf sieben Bücher beschränkt. Aus diesen sieben Werken ließ sich aber so viel Material entnehmen, dass ich diese Folge in zwei Teile splitte.

 

In Teil 1 beschäftige ich mich mit den Büchern „William Steinitz, Chess Champion“ von Kurt Landsberger, „Steinitz – move by move“ von Craig Pritchett und „Der Entscheidungskampf zwischen W. Steinitz und J. H. Zukertort um die Meisterschaft der Welt“ von Johannes Minckwitz. In oben erwähntem Kalenderblatt schrieb ich, dass mich bei der Rezension dieser Bücher vor allem folgende Punkte interessieren: Was war Wilhelm Steinitz für ein Mensch? Wie sahen ihn seine Zeitgenossen? Welche Bedeutung hat er für heutige Großmeister?

 

Viel Spaß beim Lesen der Rezensionen in Teil 1!

 

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Diesmal wieder Clichy vor Bischwiller

Austragungsort

 
Die letzten paar Jahre waren die französischen Mannschaftsmeisterschaften durchaus spannend, nach dem Motto: Wer gewinnt, Clichy oder Bischwiller? Diesmal schaffte es wieder „Team Vachier-Lagrave“ aus Clichy, Grossraum Paris vor „Team Grenke“ (gesponsort von Grenke Location, Ableger von Grenke Leasing) aus dem elsässischen Bischwiller. Es lag vielleicht daran, dass Bischwiller auch im entscheidenden Duell gegen Clichy auf das nominelle Spitzenbrett Giri verzichtete – dabei hätte er auf der Durchreise von Shamkir zur Chess Tour in Paris durchaus in Drancy, Vorort von Paris, vorbeischauen können. Das Turnier hatte quasi zwei Phasen: In den ersten neun Runden ging es darum, ob die Favoriten gegen den Rest der Liga Mannschaftspunkte abgeben würden: Beide spielten 4-4 gegen den späteren Vierten Bois-Colombes, ebenfalls Grossraum Paris, das war’s. In Runde 10 gab es das direkte Duell, Clichy gewann und stand damit bereits als Meister fest. Denn auch wenn sie in der letzten Runde gepatzt hätten, zählt in Frankreich bei Gleichstand nach Mannschaftspunkten zuerst nicht Brettpunkte, sondern der direkte Vergleich.

 

Titelbild (alle Fotos vom französischen Schachverband, hier gefunden) ist der Austragungsort in Drancy – der Aufsteiger aus ebendiesem Ort ist zwar direkt wieder abgestiegen, aber immerhin hatten sie 11 Tage lang ganz Frankreich und auch diverse ausländische Schachspieler zu Gast. Darunter auch mehrere deutsche Spieler, deren Abschneiden spielt im weiteren Bericht auch eine Rolle, aber zunächst zu den beiden Spitzenteams:

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Anna Uschenina neue Europameisterin, Elisabeth Pähtz verpasst in der finalen Runde eine Medaille und wird Fünfte – Ein EM-Abschlussbericht von RAYMUND STOLZE

 

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Europameisterin 2016: Anna Uschenina

So gnadenlos kann Schach sein. Auf der einen Seite wird gejubelt, denn Exweltmeisterin Anna Uschenina holt nach Natalja Schukowa [2000 und 2015] und Ekaterina Lagno [2005] bei den 17. Frauen-Europameisterschaften im Mamaia/Rumänien den vierten Titel für die Ukraine. Auf der anderen Seite bietet Elisabeth Pähtz bis zur finalen Runde eine wirklich erstklassige Vorstellung, die erste deutsche EM-Medaille für die Frauen ist greifbar – um dann noch kurz vor dem sportlichen Ziel „abzustürzen“.

 

Dass die 31-Jährige mit Rang 5 – es ihre bisher beste EM-Platzierung – einen der insgesamt 14 Quotenplätze für die K.o.-Weltmeisterschaft 2018 verdientermaßen erkämpft hat, wird sie in der Stunde einer bitteren Niederlage erst einmal nicht unbedingt trösten.

 

Stierkampf, Bild: Ulrike Ertel (Berlin)Sie verlor ihre an dramatischen Momenten nicht zu überbietende Begegnung – es war wie ein Stierkampf – gegen die Spanierin Sabrina Vega Gutierrez, womit zugleich ihre Serie von unglaublichen 30 Partien ohne Niederlage endete, in der „Verlängerung“ höchst unglücklich. Ihre sicherlich überglückliche Gegnerin, die den „Stier bei den Hörnern gepackt hat“, um im Bild zu bleiben, holt Silber vor Exweltmeisterin Antoaneta Stefanowa.

 

Ich denke, dass Elisabeth dennoch mit Abstand gesehen, allen Grund dazu hat, stolz über ihre Tage in Mamaia zu sein. Nach dem Turnier ist bekanntlich vor dem Turnier, und deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass sie durchaus weiterhin für Schlagzeilen sorgen kann. Dass „Lizzy“ kürzlich die 2500er-Elo-Schallmauer gebrochen hat sowie das Auftreten bei ihrer inzwischen 15. EM-Teilnahme sollten Motivation genug sein, weiterhin das sportlichen Ziel nicht aus den Augen zu lassen, in der Weltrangliste unter die TOP 10 zu kommen. Das Potenzial dazu hat sie allemal!

 

Hier nun ihr wahrlich dramatischer Spielfilm der letzten beiden Runden …

 

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Schachjunioren aus Magdeburg gewinnen Deutschlandfinale von Yes2Chess in Hamburg – Schach-Großmeister Helmut Pfleger gratuliert persönlich

 

„Bis ins deutsche Finale gekämpft und gewonnen: Jörg Schulz, Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend, Schach-Großmeister Helmut Pfleger und Michael Thomsen, Community Investment Manager von Barclaycard, gratulieren dem Werner-von-Siemens-Gymnasium aus Magdeburg zum Sieg beim Deutschlandfinale des „Yes2Chess“-Turniers in Hamburg.

„Bis ins deutsche Finale gekämpft und gewonnen: Jörg Schulz, Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend, Schach-Großmeister Helmut Pfleger und Michael Thomsen, Community Investment Manager von Barclaycard, gratulieren dem Werner-von-Siemens-Gymnasium aus Magdeburg zum Sieg beim Deutschlandfinale des „Yes2Chess“-Turniers in Hamburg.

 

Die Schülerinnen und Schüler des Werner-von-Siemens-Gymnasiums aus Magdeburg setzten sich am Samstag, den 4. Juni 2016 gegen die 35 Finalisten aus deutschlandweit insgesamt über 6.000 Kindern durch. Sie gewannen in Hamburg das Deutschlandfinale des Schülerschachturniers „Yes2Chess“ – „Ja zu Schach“ von Barclaycard und der Deutschen Schachjugend.

 

Wer glaubt, dass Kinder am liebsten ihre Zeit mit ihrem Smartphone oder mit Computerspielen verbringen, wurde heute eines Besseren belehrt: 40 Schülerinnen und Schüler von acht Schulen aus sechs Bundesländern traten heute in der Cafeteria der Hamburger Stadtteilschule Am Hafen im Schach gegeneinander an. Sie spielten um den Sieg im Finale von „Yes2Chess“, dem großen Schülerschachturnier der Direktbank Barclayc4ard und der Deutschen Schachjugend. Die Finalteilnehmer hatten sich zuvor gegen mehrere tausend Nachwuchsspieler aus ganz Deutschland durchgesetzt. Das Siegerteam des Werner-von-Siemens-Gymnasiums aus Magdeburg bekam den Siegerpokal vom Schach-Großmeister, Helmut Pfleger, persönlich überreicht.

 

Förderprojekt „Yes2Chess“ geht ins dritte Jahr

 

„Ja zu Schach“ sagten auch in diesem Jahr wieder bundesweit über 6.000 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klasse, die mit vollem Einsatz an
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Schach lebenslänglich – Zum Tode von Viktor Kortschnoi [23. März 1931 bis 6. Juni 2016] – Von RAYMUND STOLZE

 

 

Kortschnoi_mit_Paul_Maetzkow

Eine Begegnung der außergewöhnlichen Art im Sommer 2011: Der gerade neunjährige Eberswalder Maximilian Paul Mätzkow trifft den 80-jährigen Viktor Kortschnoi, der in Leukerbad zum fünften und letzten Mal die Schweizer Landesmeisterschaft gewinnt. (Foto: Christian Mätzkow)

 

 

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Elisabeth Pähtz kann weiter vom EM-Titel und Medaillen träumen – Ein zweiter Zwischenbericht von RAYMUND STOLZE

 

Runde 7: Pähtz - Stefanowa

Runde 7: Pähtz – Stefanowa

Eigentlich wollte ich mich erst wieder nach Abschluss der 17. Frauen-Europameisterschaft im rumänischen Badeort Mamaia am Schwarzen Meer melden. Das wäre am kommenden Dienstag [7. liveJuni], denn dann findet die finale elfte Runde statt. Aber der Verlauf der diesjährigen kontinentalen Titelkämpfe ist aus deutscher Sicht bislang so überraschend, dass ich mich einfach nicht zurückhalten kann. Die Hauptrolle spielt nämlich keine Unbekannte, sondern unsere Elisabeth Pähtz!

 

Ich kann Chess24-User WenChen im Grundtenor nur zustimmen, der am heutigen Sonntag nach dem fünften Sieg der 31-jährigen Thüringerin schreibt: „Sie wird in dieser Form die EM gewinnen!“ Aus „wird“ würde ich allerdings gegen „kann“ austauschen …

 

Dass Elisabeth seit einiger Zeit in einer fantastischen Form ist, hatte ich sowohl in meiner Vorschau als auch dem ersten Zwischenbericht  angedeutet. Sie spielt wahrlich ein sehr gutes Schach und ist mit dem heutigen Erfolg seit nunmehr 29 Partien ungeschlagen. Mit einem Live-Rating [Stand 5. Juni 15:59 Uhr] von 2514,5 hat sie Platz 12 in der FIDE-Frauen-Weltrangliste erreicht – wow, das ist tatsächlich Weltklasse, worüber sich nicht nur „Schach-Deutschland“ freuen kann“!

 

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Schwache deutsche Beteiligung

 

Eröffnungsfeier

Eröffnungsfeier

Die europäischen Einzelmeisterschaft der Senioren wird in Yerivan (Armenia) ausgetragen. Die Topp-Spieler in der Gruppe 50+ sind GM Rafael Vaganian (ARM 2577) und GM Zurab Sturua (GEO 2545), 2014 Welt Senioren-Champion und 2015 European Senior-Champion. Topp-Spielerin ist WGM Galina Strutinskaia (RUS 2237).

 

live

In der Kategorie 65+ ist GM Evgeny Sveshnikov (RUS 2509) der Favorit. Bei den Damen die Schachikone GM Nona Gaprindashvili (GEO 2299).
Zwei Deutsche Spieler spielen in der Gruppe 65+ mit. Es sind dies FM Boris Gruzmann und Hannelore Hoose. In der Gruppe 50+ ist leider kein deutscher Spieler vertreten.

 

Gespielt werden 9 Runden mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge, plus 30 Minuten für den Rest der Partie. Es gibt einen Zeitzuschlag von 30 Sekunden.

 

Die Spitzenpaarungen werde Live übertragen. Für die Analyse sorgen die TCEC Motoren Stockfisch , Komodo und Houdini.

 

TurnierseiteTeilnehmer 50+Teilnehmer 65+Zeitplan 65+

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Abschlussbericht zur 24. Offenen Senioren Einzelmeisterschaft von Sachsen-Anhalt vom 29.05. bis 04.06.2016 – Ein Beitrag von Dr. GÜNTER REINEMANN

 

Siegerehrung

Siegerehrung

In einem dramatischen „Herzschlagfinale“ (Kahe: K,S,2B und Dr. Köhler: K,S,1B) schlägt Ralph Kahe den immer an den Tischen 1+2 spielenden Präsidenten des „Vereins Kinderschach in Deutschland“ Dr. Gerhard Köhler und wird in buchstäblich letzter Minute Turniersieger und neuer Senioren Landesmeister, herzlichen Glückwunsch! Mit dem Sieg in der vorletzten Runde gegen den bis dahin führenden Wolfgang Lenk ist der Sieg mit 0,5 Punkten Vorsprung vor George Gregor und einem Punkt Vorsprung vor den punktgleichen Wolfgang Lenk, Dr. Gerhard Köhler, Alexander Okrajek und Erich Krüger (Platzierungen Platz 3 bis 6 in dieser Reihenfolge nach Wertung) vollauf verdient. Die genannten Platzierten dominierten zusammen mit Helmar Liebscher, der nach 3 Runden 3 aus 3 hatte, den Turnierverlauf an der Spitze. Auch immer auf „Tuchfühlung“ zur Spitze waren Rudolf-Rainer Gehrmann, Joachim Knaak, Michael Bohnstorff, Wolfgang Meier, Wilfried Gläser, Achim Stanke und Werner Szenetra.

 

Großartig spielten die beiden Frauen, Dr. Gabriele Just und Dorit Gehrmann (letzterer fehlt oft das „Glück der Tüchtigen“). Dr. G. Just hatte einen ausgezeichneten Start mit 3 aus 4, kam am Ende auf 3,5 und wurde Siegerin der Frauenwertung knapp vor D. Gehrmann, die aufholte und trotz der Niederlage in der letzten Runde auf 3 Punkte gekommen war.

 

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Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST

 

Tatjana Boleslawskaya am Grab von David Bronstein. Daneben Valeri Iwanow (Davids Freund) und Sergey Voronkov Schachautor und Historiker). Foto von Arnold Yangarber im Dezember 2011.

Tatjana Boleslawskaya am Grab von David Bronstein

Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“ hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 6!

 

David Bronstein heiratete 1984 Tatjana Boleslawskaya, die Tochter seines guten Freundes und Großmeisters Isaak Boleslawsky, der genau wie er aus Kiew stammte. Seinen Lebensabend verbrachte David Bronstein gemeinsam mit seiner Frau in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Auf einem Minsker Friedhof liegt seine Ruhestätte zehn Meter entfernt … vom Grab von Isaak Boleslawsky. Eine kuriose Geschichte!

 

Tatjana Boleslawskaya errichtete ein Denkmal für ihren Mann. Auf einer schwarzen Marmorplatte steht ein Springer, der einen Lorbeerkranz trägt. Über dem Lorbeerkranz schwebt eine Krone. Der Springer symbolisiert das Unerwartete und Unangepasste auf dem Schachbrett. Diese beiden Charakterzüge sehen dem Kiewer Großmeister sehr ähnlich. Die Krone steht für David Bronsteins genialen Geist.

 

Am Schachbrett hatte Bronstein oftmals ein gutes Händchen für die ungewöhnlichste Figur. Ein gutes Beispiel hierfür ist seine Partie gegen den Norweger Kim Astrup, welche bei dem Internationalen Turnier im norwegischen Gausdal im Jahre 1994 gespielt wurde. David Bronstein liebte zeit seines Lebens spekulative Opfer. Daher ist es kein Wunder, dass ihm das romantische Königsgambit auf den Leib geschneidert war.

 

In der Partie gegen Kim Astrup (natürlich ein Königsgambit 🙂 ) hat er zwischenzeitlich einen Turm weniger, aber sein Gegner schafft es nicht, sich im Variantendickicht zurechtzufinden. Astrup wählt nicht die richtige Fortsetzung und Bronstein kann die Partie gewinnen – vor allem dank seiner fleißigen Springer, die in dieser Partie zusammen 11 Züge machen (Partiedauer: 24 Züge). Ein Teil der Anmerkungen stammt von Steve Giddins aus „Bronstein: Move-by-Move“.

 

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„Zeit-Schachwunder“: Neuer Band bündelt 120 köstliche Anekdoten und Aufgaben – Von HARTMUT METZ

 

Cebalo – Wasjukow: Weiß zaubert ein selten schönes Matt in (spätestens) 3 Zügen aufs Brett

Cebalo – Wasjukow: Weiß zaubert ein selten schönes Matt in (spätestens) 3 Zügen aufs Brett

In der aktuellen Meko stellt Hartmut Metz den neuen Sammelband „Zeit-Schachwunder“ vor. Unter den 120 Aufgaben aus der beliebtesten deutsche Schachkolumne findet sich auch eine Kombination des Kuppenheimer Autors selbst! Schon wieder macht das Blitzduell gegen Michael Lorenz die Runde, die als elftes Kapitel in der Edition-Olms-Neuerscheinung erscheint. Hier der Link zur Aufgabe, die erst vor Kurzem auf der Rochade-Homepage wegen einer anderen Veröffentlichung gezeigt wurde.

 

Christoph Brumme hat in der populären Buchreihe „111 Gründe … zu liebmetzen“ zunächst dargelegt, warum er das Radfahren mag. In seinem nächsten Werk bei Schwarzkopf & Schwarzkopf fielen ihm auch „111 Gründe, Schach zu lieben“ ein. Kapitel 95 schmeichelt einem besonders, wie er unumwunden zugibt: Helmut Pfleger. Der Münchner Mediziner ist nicht nur Großmeister, sondern der „Großwerber“ des Schachs. Mit seiner Kolumne im Magazin der „Zeit“ erreicht der 72-Jährige wöchentlich neben fanatischen Klubmitgliedern vor allem auch zahlreiche Hobbyspieler fern der Vereine! Brumme listet deshalb in seiner „111er“-Liebeserklärung an das königliche Spiel als Grund Nummer 95 auf: „Weil Helmut Pfleger so spannende Schachkolumnen schreibt.“

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Überraschendes Ende in Shamkir

Mamedyarov
Im Halbzeitbericht zu Shamkir Chess 2016 AKA Gashimov Memorial hatte ich bewusst vorsichtig formuliert, dass „derzeit“ (nun kann man sagen „damals“ vor dem Ruhetag) acht von zehn Spielern bereits abgeschlagen sind. Dabei hatte ich, wenn überhaupt jemand, am ehesten Karjakin zugetraut, doch noch um den Turniersieg mitzumischen – schliesslich hatte er nur einen bzw. anderthalb Punkte Rückstand auf Giri bzw. Caruana und ein relativ leichtes Restprogramm. Aber Karjakin gewann in den letzten vier Runden keine Partie, Caruana und Giri auch nicht. Dafür siegte Mamedyarov (Titelbild, alle Fotos Turnierseite) in Runde 7-9 dreimal, zuerst gegen Safarli (bemerkenswert da die Azeris sonst gegeneinander komplett remisierten), dann gegen Caruana, dann gegen Giri.

 

Und schon hatte er Giri überholt und Caruana eingeholt, dann gewann er auch noch den fälligen Stichkampf gegen Caruana. Endstand: Mamedyarov 6/9(+2.5/4), Caruana 6/9(+1.5/4), Giri 5.5, Karjakin 5, Mamedov 4.5, Harikrishna, Safarli, Radjabov 4, Eljanov 3.5, Hou Yifan 2.5.

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Liebe Fußball- und Fußball-Tipp-Freunde,

 

In einer Woche beginnt die Fußball-EM in Frankreich !

 

Die DFB-Elf testet heute noch einmal gegen Ungarn. Danach heisst es dann voller Vorfreude auf den Turnierstart zu warten.

 

Unser Tippspiel ist bereit. Wenn Du es auch bist, dann klick‘ Dich rein und melde Dich kostenlos an. Wenn Du bereits an einem der vergangenen Tippspiele teilgenommen hast, dan1n melde Dich einfach mit Deinen Zugangsdaten unter https://www.szoccer.com/ an.

 

Stelle Deine eigene Tippgruppe zusammen und tippe mit Deinen Freunden die Ergebnisse aller Vorrunden- und Hauptrundenspiele der Fußball EM 2016 in Frankreich.

 

Wir wünschen einen tollen Start in Turnier und hoffen Du bist beim Tippspiel dabei ! Viel Spaß wünscht das Schach-Ticker Team

Deutschlands Nummer 1 weiterhin an der Spitze der Frauen-Europameisterschaften im Mamaia – Ein Beitrag von DIETER AUER

 

Mit 4,5 Punkten nach sechs Runden liegt die bisher für Hockenheim gemeldete beste deutsche Spielerin, Elisabeth Pähtz, nur einen halben Punkt livehinter der Großmeisterin Antoaneta Stefanowa. Nach dem paehtz1einzigen Ruhetag am gestrigen Donnertsag in Mamaia, Rumänien, bei den Europameisterschaften der Frauen wurde die deutsche Nr.1 in Runde 7 gegen die führende bulgarische Ecxweltmeisterin ausgelost. Prinzipiell hätte diese Runde bereits eine Vorentscheidung bei der Titelvergabe bringen. Mit den weißen Farben gelang es Elisabeth mit einem Remis, ihre Chancen vorläufig weiter offen zu halten, zumal sie sich in guter Form befindet und erstmals mit 2502 ELO-Punkten eine Schallmauer auf dem Weg zum Großmeistertitel und zur Weltspitze durchbrach.

 

Um sich die nötige Anzahl von Einsätzen gegen starke Gegner für die letzte Großmeisternorm zu sichern, wird Elisabeth Pähtz in der kommenden Saison für Dresden an den Start gehen und bei Hockenheim Passiv gemeldet. Da Elisabeth auch Mitglied der Karpow-Schachakademie Rhein-Neckar ist und bleibt, wird sie der Region RN nicht verloren gehen, zumal ihr Ehemann ein Studienplatz in Heidelberg in Aussicht hat.

TurnierseiteResultate

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Teilnahme am weltbekannten Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund – Ein Beitrag von DIETER AUER

 

Rainer Buhmann

Rainer Buhmann

Der Hockenheimer Rainer Buhmann entstammt der Familie Seitz (Seitz´sche Mühle) und erblickte 1981 in Leimen das Licht der Welt. Das Hockenheimer Urgestein – Mitglied des Rennstadtteams – ist seit 15 Jahren Nationalspieler, gewann mit Deutschland 2001 Bronze bei der Europameisterschaft und gehörte zum Team, das 2011 Gold bei der EM in Griechenland gewann.

 

Der 35-jährige Rainer Buhmann befindet sich zurzeit in der Form seines Lebens. Als Nr. 3 der deutschen Rangliste rückte er mit der ELO-Zahl 2653 in den Bereich der TOP-Hundert der Weltrangliste und steht im Moment vor dem Höhepunkt seiner Schachlaufbahn.

 

Seine Teilnahme am Großmeisterturnier „ Dortmunder Sparkassen Chess- Meeting“ aus Anlass des 175-jährigen Jubiläums der Sparkasse führt ihn in ein achtköpfiges Weltklassefeld mit drei Spielern aus der aktuellen Top-Ten der FIDE-Weltrangliste.

 

An der Spitze des elitären Feldes steht der dreimalige russische Weltmeister Wladimir Kramnik, derzeit die Nummer zwei der Welt. Kramnik feierte 1993 Premiere in Dortmund und wurde auf Anhieb Zweiter hinter dem legendären Anatoli Karpow – dem Ehrenmitglied der Schachvereinigung 1930 Hockenheim und heutigen Mannschaftskollegen von Rainer Buhmann. Kramnik wurde danach Dauerteilnehmer und Seriensieger der Dortmunder Weltklasseveranstaltungen (Chess-Meetings).

 

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Spanische Experimente – wobei nicht immer Spanisch gespielt wird


Kurz vor Turnierbeginn (ab 14:30 heute Freitag 3. Juni) eine kurze Vorschau zu einem etwas anderen Turnier. Spanien experimentiert gelegentlich mit etwas anderen Turnierformaten – vor Jahren hatten sie „Advanced Chess“ eingeführt (Computerhilfe während der Partie erlaubt) und irgendwann wieder eingestellt, nun nennen sie das neueste Experiment „neoklassisch“. Das bezieht sich nicht auf die Zeitkontrolle (25 Minuten plus 10 Sekunden Inkrement ist schlichtweg Schnellschach), sondern darauf, dass die Spieler Eröffnungen vorgesetzt bekommen, die sie kennen und mögen oder auch nicht.

 

Mehr passt nicht in den Teaser, nur noch die Teilnehmer: Vallejo, Ponomariov, Granda Zuniga, Short, Anton Guijarro. Das Titelbild gebe ich Julio Granda Zuniga, der mit fast 50 Jahren zwei Dinge zum ersten Mal im Leben schaffte: Elo fast 2700 und ein Platz in der deutschen Schachbundesliga (für DJK Aufwärts Aachen). Irgendwo habe ich gelesen, dass er nicht mehr Obstbauer in Peru ist sondern (was die Anreise zur deutschen Bundesliga sicher erleichtert) inzwischen in Spanien lebt. Jedenfalls spielt er jede Menge Turniere in und um Spanien, das Foto stammt vom Andorra Open 2014 (Quelle Federació d’Escacs Valls d’Andorra via Wikipedia). Danach gibt es auch noch ein Open, in dem neben den fünf bereits genannten Grossmeistern auch unbekanntere spanische GMs und Amateure mitspielen, daneben auch ein paar Nicht-Spanier. Einer dieser „Exoten“ ist beim deutschen Publikum wohl relativ bekannt, aber da bitte ich die Leser um etwas Geduld.

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