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Die 5. Runde der Bundesliga – Ein Bericht von GEORGIOS SOULEIDIS

 

Die 5. Runde der SBL brachte einige überraschende Resultate hervor und in Berlin lag sogar eine Sensation in der Luft, denn die Schachfreunde waren drauf und dran gegen Baden-Baden einen Punkt zu ergattern. Solingen übernahm nach dem Kantersieg gegen Norderstedt die Tabellenführung, während das Spitzenspiel zwischen Bremen und Hockenheim eine einseitige Angelegenheit zugunsten der Rennstädter war. Eine Zusammenfassung der Ereignisse in Erfurt, Berlin, Trier und Bremen.

 

partienErfurt schlägt Mülheim!

 

Dem Erfurter SK gelang die Überraschung des Tages. Die Thüringer besiegten den SV Mülheim Nord mit 4,5:3,5. Während es für Erfurt der erste Saisonsieg war, war es für Mülheim die erste Saisonniederlage. Es begann mit einem schnellen Sieg an Brett acht. Bernd Vökler zeigte sich gegen die Caro-Kann-Verteidigung seines Gegners gut vorbereitet und zerstörte die schwarze Königsstellung durch ein Springeropfer.

 

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Vom 12. Moskau Open berichte exklusiv für den Schach-Ticker JÜRGEN MÜLLER, Internationaler Schiedsrichter

 

Guten Morgen Deutschland, hier Moskau!

 

Heute mal alles ganz ruhig ange011hen, geht ja an diesem Sonnabend [6. Februar] in unserem Saal erst um 16:30 Uhr los, da ja um 15:00 Uhr die Siegerehrung für den Schülercup angesetzt ist. Und diese findet nun mal im Theatersaal statt! Natürlich geht es mit russischer Pünktlichkeit um 15:10 Uhr los, alle Runden haben aber immer genau zur festgelegten Uhrzeit begonnen. Feiern und zelebrieren, das können sie hier in Moskau. Auch für den Schülercup wird sich ins Zeug gelegt und zwei mal drei junge hübsche Frauen, die in den Farben Russlands gekleidet sind, präsentieren die Springerpokale auf dem Silbertablett mit Blumen. Das hat Stil. Das muss man neidvoll anerkennen.

 

Die Zeremonie wird zügig durchgezogen und so können wir 16:02 Uhr loslegen, um unseren Turniersaal in 28 Minuten herzurichten. Zuerst wird das Stühle-Chaos beseitigt, das machen zum größten Teil die Volunteers, Uhren stellen, elektronische Bretter richten, das mache ich. Alexander Iwanow [International Arbiter/IA] teilt derweil die Formulare aus. Die vier Tische für die vier Spitzenbretter müssen auch wieder auf die Bühne, Verkabelung installieren, sprich mit Klebeband auf dem Boden verkleben. Alles läuft wie am Schnürchen und pünktlich zum „Three-minute-warning“ sind wir fertig.

 

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+++ Neuseeland Open: Gawain Jones rettet die Ehre Englands +++  Der 12-jährige Alireza Firouzja wird iranischer Landesmeister +++ Brigitte Burchardt gewinnt die Berliner Seniorenmeisterschaft +++ SC Borussia Friedrichsfelde gewinnt den zweiten Preis beim Zukunftspreis des Berliner Sports +++ DSB-Referat Leistungssport gibt Beendigung der „Prinzen“-Förderung bekannt +++ Neue FIDE-Titel beim DSB +++ Zentrales Bundesligafinale der Saison 16/17 in Berlin +++

 

GawainJones13_by_Stefan64

Gawain Jones

DEVONPORT/AUCKLAND. Zunächst ein Nachtrag von der „New Zeeland Open Champioship“, die  vom 2. bis 10. Januar in Devenport, einem Vorort von Auckland, stattfand. Gawain Jones [Elo 2625] gewann mit 7,5/9 vor der Chinesin Ju Wenjun und deren Landsmann Ma Qun sowie dem Oldie Nigel Short [2694], der gegen die Spitzenspielerin aus dem Reich der Mitte in Runde 4 eine empfindliche Niederlage einstecken musste.

 

Im Vorjahr war übrigens mit Zhao Xue eine andere Chinesin mit 8/9 quasi durchs Feld gepflügt und hatte den zweimaligen Deutschen Meister Klaus Bischoff auf Platz 2 verwiesen. In diesem Jahr war übrigens der frisch gebackene IM Thorben Koop auf Rang 11 mit 6,5/9 bester Deutscher unter den 66 Teilnehmern.

 

Turnierseite: http://www.newzealandchess.co.nz/NZChamp123/index.html

 


 

ChessTeheranLogoTEHERAN. Bei den iranischen Landesmeisterschaften landen drei Jugendliche auf den Plätzen 1-3. Landesmeister wird der erst 12-jährige Alireza Firouzja mit einem vollen Punkt Vorsprung (8-aus-11 mit einer Elo-Performance von 2590). Dem international bekannten Großmeister und 12-fachen Landesmeister Ghaem Maghani bleibt mit 6,5-aus-11 nur Platz 4.

 

Auf ChessBase gewährt ein sehr schöner Bildbericht Einblicke in das offenbar aufstrebende Iranische Spitzenschach: http://de.chessbase.com/post/12-jaehriger-wird-iranischer-meister

 

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Weltmeister Carlsen knüpft wieder an „standesgemäße“ Erfolge an – Von HARTMUT METZ

 

Van Wely – Carlsen: Schwarz piekst und gewinnt

Die Jäger hatten bereits etwas den Respekt verloren und attackierten ihn härter. Magnus Carlsen büßte 2015 von seiner Aura als unantastbarer Weltmeister ein. In der Weltrangliste schrumpfte der Abstametznd zusehends. Doch in den vergangenen zwei Monaten trumpfte der 25-Jährige wieder in gewohnter Manier auf. „Die Rückkehr des Königs“ titelte das „Schach-Magazin 64“ im aktuellen Februar-Heft, noch bevor Carlsen seine dritte Glanztat in Wijk aan Zee folgen ließ. Der Norweger gewann nicht nur die London Chess Classic und die Gesamtwertung der Grand Chess Tour. Danach siegte er beim Qatar Masters. Carlsen wagte sich als erster Weltmeister seit Boris Spasski 1971 in ein offenes Turnier und siegte standesgemäß vor dem niederen Fußvolk. Die Plätze gingen an den Chinesen Yu Yangyi und den Russen Wladimir Kramnik, der mit 2801 Elo auf Platz zwei der Weltrangliste nun fast 50 Zähler hinter dem Führenden liegt. Beim Traditionsturnier an der niederländischen Küste deklassierte Carlsen die Kronprinzen. Bei der 78. Auflage in Wijk aan Zee blieb der Ausnahmekönner ungeschlagen und ging nach 13 Runden mit neun Punkten über den Zielstrich. Ein voller Zähler Vorsprung auf die Verfolger sind im Schach Welten.

 

Der Amerikaner Fabiano Caruana hielt bis zu seiner Schlussrunden-Niederlage am besten mit und wurde vor Ding Liren (China) Zweiter. Mit einem weiteren Zähler Abstand folgten der ungeschlagene Wesley So (USA), der niederländische Lokalmatador Anish Giri und Pawel Eljanow (Ukraine/alle 7).
Nach den jüngsten Turniererfolgen darf Carlsen wieder zuversichtlich der Suche seines Herausforderers im März beim Kandidatenturnier entgegensehen. In der fünften Runde in Wijk aan Zee wich der Weltmeister sogar von seiner üblichen Spielweise ab: Statt den Gegner bis zu dessen Erschöpfung „zu kneten“, opferte der 25-Jährige riskant eine Figur für zweifelhaften Angriff. Loek van Wely, der sich als Schlusslicht mit fünf Punkten gut in der A-Gruppe verkaufte, griff in Zeitnot fehl… Weiterlesen

Am 5. Februar steht eine Begegnung der 7. Runde auf dem Programm, bevor am 6. und 7. Februar die Kämpfe der 5. und 6. Runde der SBL stattfinden. Entnehmen Sie dem folgenden Beitrag alle Infos zu den Paarungen an den Spielorten Erfurt, Berlin, Trier und Bremen – Ein Vorbericht von IM GEORGIOS SOULEIDIS

 

Der Spitzenkampf des Wochenendes findet in Erfurt statt. In der Landeshauptstadt des Freistateaser_5.6.runde1516_0ates Thüringen treffen Mülheim partienund Schwäbisch Hall am Sonntag aufeinander. Mülheim hat neben Baden-Baden und Solingen als einziges Team der Liga bislang alle Kämpfe gewonnen, während Hall zu Beginn der Saison eine Niederlage gegen Solingen einstecken musste. Beide Mannschaften können theoretisch auf einen Großteil ihrer Stars zurückgreifen. Vielleicht reisen Maxime Vachier-Lagrave (Mülheim) und Li Chao (Schwäbisch Hall) aus Gibraltar zusammen an, wo aktuell [bis zum 4.2.] eines der stärksten offenen Schachturniere des Jahres stattfindet. Die zweite Begegnung, die in Erfurt Spannung verspricht, findet ebenfalls am Sonntag statt, wenn der Gastgeber auf Dortmund trifft. Erfurt hat sich bislang als zäher Gegner erwiesen und immerhin zwei Unentschieden ergattert. Vielleicht springt gegen Dortmund der erste Saisonsieg heraus. Das Bundesligawochenende in Erfurt beginnt mit einem Blitzturnier am Freitag. Alle Informationen hierzu entnehmen sie bitte der offiziellen Webseite des Erfurter SK

 

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Der „Normen“-Weltrekordler – Zum Tod von Achim Soltau [13.April 1938 bis 29.Januar 2016] – Von UWE STAROSKE, Präsident des Deutschen Fernschachbundes

 

Achim Soltau, früherer Präsident des Deutschen Fernschachbundes e.V. [BdF] ist am 29. Januar 2016 nach schwerer Krankheit verstorben. Das Amt des Präsidenten übernahm Achim Soltau im Jahr 1988 und gab es 1993 an seinen Nachfolger Dr. Fritz Baumbach ab. In seine AmSoltau_Achimtszeit fielen große und bedeutende Aufgabenstellungen, von denen besonders das Zusammenwachsen der Fernschachgemeinden der früheren Bundesrepublik und der DDR nach der deutschen Wiedervereinigung sowie auch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Verbandes zählten. Nach dem Ausscheiden aus seinem Vorstandsamt blieb Achim Soltau der ehrenamtlichen Tätigkeit verbunden. So leistete er große und erfolgreiche Arbeit als langjähriger Team Captain der deutschen Olympiamannschaft im Fernschach. Seine große ehrenamtliche und auch berufliche Erfahrung stellte Achim Soltau als sehr hilfsbereiter Fernschachfreund gerne zur Verfügung, wenn Rat und Tat benötigt wurden.
Auch als Fernschachspieler hat Achim Soltau Großes geleistet. Er ist Weltrekordler im Erringen von Großmeisternormen Nur drei Spieler haben die gleiche Anzahl [13] an Normen erreicht: Dr. Hans-Dieter Wunderlich, Joop van Oosterom [Niederlande] und Toro Solis de Ovando [Chile]. Niemand dagegen bisher mehr.

 

Es gelang ihm mehrfach, eine Endrunde um die Fernschach-Weltmeisterschaft zu erreichen. Zurecht stolz war Achim Soltau darauf, dass er der Gewinner des höchsten je vergebenen Geldpreises im Fernschach war.

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EU-Meisterin Jana Schneider hat einen der begehrten 70 Plätze beim Simultan gegen Magnus Carlsen zum 70-jährigen ZEIT-Jubiläum erhalten – Von RAYMUND STOLZE

Jana Schneider

Jana Schneider

Am 14. Januar haben wir unsere Besucher aufgefordert, sich für das Projekt „Spielen Sie gegen den Weltmeister“ zu bewerben. Die in Hamburg herausgegebene Wochenzeitung DIE ZEIT hat sich nämlich aus Anlass ihres 70-jährigen Jubiläums „Die lange Nacht der ZEIT“ einfallen lassen. Ein Höhepunkt wird am 20. Februar ab 15 Uhr im ehemaligen Hauptzollamt der Hansestadt, Alter Wandrahm 19-20, eine Simultanshow des 25-jährigen der Schachweltmeisters Magnus Carlsen sein, der symbolisch an sage und schreibe an 70 Brettern gegen 70 Gegner gleichzeitig spielt [ http://www.chess-international.de/Archive/50159#more-50159 ].

 

Für mich war klar, dass in jedem Fall der SCHACH-TICKER in Hamburg vertreten sein muss. Und so habe ich mich an die zuständige Abteilung mit der Bitte gewandt, ob denn nicht die amtierende EU-Meisterin in der Altersklasse U14 Jana Schneider [*11. April 2002] einen der begehrten Startplätze bekommen könnte. Die 13-Jährige hatte seinerzeit aus dem österreichischen Mureck für diese Online-Plattform ein sehr lebendiges und authentisches Tagebuch geschrieben [ http://online.flipbuilder.com/dytg/kezv/#p=1], und wir hatten auch vereinbart, weiterhin in Kontakt zu bleiben.

 

Janas sportlichen Leistungen, die in der Frauen-Bundesliga für den SC Bad Königshofen spielt, finden natürlich auch im Deutschen Schachbund [DSB] ihre Anerkennung. So gehört sie zum weiblichen D/C-Kader des DSB für das Kalenderjahr 2016 und ist inzwischen unter den TOP 50 der deutschen Frauenrangliste [Platz 48 mit aktuell Elo2112]. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das sympathische Mädchen, das Schach mit vier Jahren von ihrem Vater Ingo gelernt hat und seit 2008 bei der SpVgg Stetten aktiv ist, ihren Weg weiter gehen wird. Immerhin hat sie einige beachtliche Erfolge im Nachwuchsbereich aufzuweisen: Zwei Gold- und eine Bronzemedaille bei den EU-Titelkämpfen, dazu dreimal Deutsche Einzelmeisterin.

 

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HEUTE: Reiner Stach [Deutschland]

 

Interview mit Rainer Stach

Interview mit Rainer Stach

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Das aktuelle Heft 2/2016 von SCHACH hat als den Schwerpunkt auf insgesamt 42 Seiten die Turnierberichterstattung mit einem „Rundflug zum Jahreswechsel“ von Moskau bis Wijk aan Zee. Klasse finde ich es, dass das Team um Chefredakteur Raj Tischbierek immer wieder neue Autoren gewinnt.

 

So gefällt mir beispielsweise die Reportage von Alexander Seyb „Magnus’ perfekter Dezember“ vom Quatar Masters in Doha ausgezeichnet. Sie ist auch deshalb authentisch, weil Alexander bei dem exzellent besetzten Open selbst mitgespielt und nicht nur kommentiert hat.

 

Zwei weitere lesenswerte Beiträge sind „Sind Sammler glückliche Menschen? Oder der Fuchs und die Trauben“ von Dr. Michael Negele und Mihail Marins SCHACH-Schule mit der Folge „Königsindische Strukturen“.

 

Es lohnt im Übrigen auch, Leserbriefe keineswegs zu übersehen. Der von Peter Anderberg aus Harmsdorf beantwortet jedenfalls endlich die Frage eindeutig, ob Klaus Bischoff „ältester Deutscher Meister“ ist.

 

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Vom 12. Moskau Open berichtet exklusiv für den Schach-Ticker JÜRGEN MÜLLER. Internationaler FIDE-Schiedsrichter

 

Eteri Kublaschwilis

Eteri Kublaschwilis

Am heutigen Freitag [5. Februar] ist Eteri Kublaschwilis Geburtstag, deshalb übe ich brav ,„Alles Gute zum Geburtstag“ auch auf russisch hinzubekommen. Letztes Jahr bin ich mit meinem Versuch: „с Днем рождения“ [s Dnem roschdenija] zu sagen, kläglich nach dem „s äh wie war das noch“ gescheitert.

 

Eteri ist die zweite Fotografin, aber hauptsächlich macht sie die englische Webseite. Sie beherrscht prima diese Sprache, macht Interviews mit allen möglichen Leuten. Alles was auf der offiziellen Seite in Englisch ist, ist Eteris Werk.

Also rein ins Pressebüro, wie soll es sein, Eteri nicht da, kommt gleich wieder. Mensch, hoffentlich vergesse ich den Glückwunsch nicht wieder. Doch gerade als ich gehen will kommt Eteri, ich bringe mein „с Днем рождения“ prima raus, Eteri versteht sogar was ich gesagt habe und lacht, wir wissen beide, dass sie auf letztes Jahr anspielt. Torte wird mir angeboten, muss ich leider ablehnen, denn wenn man sich erst mal setzt, dann kommt man nicht mehr weg.

 

Auf ins Schiedsrichterbüro. Unglaublich: Alles da, Formulare, Tischkarten, Paarungslisten, sogar alles in einer Hülle. Auch für die 7 Bretter im B-Turnier [Frauen-Pokal]. Also los rüber in den Theatersaal.

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Vom 5. bis 9.2. – Mit fast 500 Teilnehmern im A- und B-Turnier eines der größten Open in Deutschland

 

Mit dabei: Vincent Keymer

Auszug aus der Teilnehmerliste:

 

1 GM Ivanisevic Ivan SRB 2665 2 GM Baklan Vladimir UKR 2625 3 GM Perunovic Milos SRB 2619 4 GM Nabaty Tamir ISR 2613 5 GM Danin Alexandre RUS 2570 6 IM Heimann Andreas GER 2557 7 GM Zakhartsov Viacheslav V. RUS 2550 8 GM Bogner Sebastian SUI 2539 9 GM Greenfeld Alon ISR 2535 10 GM Malakhatko Vadim BEL 2525 11 IM Zaitsev Mikhail RUS 2499 12 GM Kasparov Sergey BLR 2485 13 IM Dann Matthias GER 2481 14 IM Nestorovic Nikola SRB 2476 15 GM Karpatchev Aleksandr RUS 2475 16 GM Milanovic Danilo SRB 2470 17 GM Teske Henrik GER 2470 18 IM Hirneise Tobias GER 2437 19 Yankelevich Lev GER 2416 20 FM Noe Christopher GER 2413 …bei  insgesamt 209 Teilnehmern im A-Turnier

 

TurnierseiteErgebnisse

Vom 26. Springer-Pokal im Schulschach berichtet CHRISTIAN ZICKELBEIN, Vorsitzender des HSK89

 

Im Vorjahr feierte der Springer-Pokal sein 25-jähriges Jubiläum. Es ist fraglos eine außergewöhnliche Schulschach-Veranstaltung, für die Wolfgang Springer ganz wesentlichen Anteil hat. Der Mäzen und Schachamateur, der seit mehr als 20 Jahren Mitglied des Hamburger SK ist, hat sich insbesondere uneigennützig für das Schulschach engagiert, und der Springer-Pokal ist im Turnierkalender längst eine feste Größe, der auch von außerhalb Mannschaften anzieht. Traditionell spielt ein Hamburger Großmeister – wie schon 2015 war es erneut die Nationalspielerin Marta Michna – vor der abschließenden Siegerehrung ein Blitz-Handicap-Match an vier Brettern gegen den Pokalsieger. Und das ist wahrlich eine echte Werbung für den Schachsport.

 

Lesen Sie nun den Beitrag von der 26. Auflage, die uns CHRISTIAN ZICKELBIN, seines Zeichens 1. Vorsitzender des Hamburger Schachklubs von 1830, übermittelte.

 

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Vom fünften DSAM-Qualifikationsturnier in Brühl-Köln berichtet RALF MULDE

 

Hugo Schulz

Hugo Schulz

Gilt denn Schach nicht stets als „Königliches Spiel“ und wird eher mit den Weisen als mit Narren verbunden? Mag sein, aber im Karneval-Turnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] in Brühl-Köln ist es eben einmal anders! [Turnierhomepage: http://www.ramada-cup.de/bruehl/ ].

 

„350 Teilnehmer sind es diesmal, davon sind 34 weiblich, also 9,71 Prozent“, sagte Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan. Der jüngster Spieler bei diesem fünften und damit vorletzten DSAM-Qualifikationsturnier in der Saison 2015/16 ist der 2007 geborene Max Pick. Im selben Jahr, aber doch ein paar Tage früher, kam auch Hannah Ramien zu Welt. Auf der anderen Seite finden wir als Nestor Gerhard Hund (hatte gestern übrigens Geburtstag), Jahrgang 1932, der wieder mit seiner Schach spielenden Familie anreiste und den [noch!] vereinslosen Dieter Krohn, der ebenfalls 1932 das Licht der Welt erblickte.

 

Der DSB-Breitenschachreferent Hugo Schulz ließ in seinem eröffnenden Grußwort kurz jene Zeit Revue passieren, als alles begann. Die Premiere der größten Breitenschach-Veranstaltung des Deutschen Schachbundes – die Veranstaltung war ein Projekt, dass das 125-jährige des 1977 in Leipzig gegründeten DSB flankierte – war übrigens in Brühl-Köln [2.-4. November 2001]. Damals waren 220 Teilnehmer am Start. Wie es oft so ist, entfalten solche für nur ein Jahr gedachten Initiativen aber ein sehr langes Leben. Inzwischen reichen die Säle in Brühl, erst recht in Aalen, streng genommen schon lange nicht mehr aus, um dem jedes Jahr wieder unglaublichen Ansturm der Schachfreunde gerecht zu werden. Doch aus irgendeinem Grund bauen die Hotels nur für die Schachsportler ihre Häuser nicht um. Und die Turnierstandorte aufzugeben, kommt natürlich überhaupt nicht in Frage.

 

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Vom 12. Moskauer Open berichtet exklusiv für den Schach-Ticker JÜRGEN MÜLLER, Internationaler FIDE-Schiedsrichter

 

Dieser Donnerstag ist ein wunderschöner Tag in Moskau, Sonnenschein 4 Grad plus, in der Sonne sogar gefühlte 10! Trockene Fußwege, keine Wechselschuhe mitnehmen. An den anderen Tagen empfiehlt sich das schon, denn die 001Wasserpfützensituation – bis hin zu Tauchbecken auf den Gehwegen – hat schon etwas Abenteuerliches.

 

Heute pünktlich kurz vor drei im „Direktorat“ , alles was wichtig ist, trifft sich hier, und jeder ist irgendwie ein Direktor, typisch russisch. Partieformulare gibt es heute ausreichend. Dafür fehlen die Tischkarten für Turnier B [Frauen]. Egal, ich denke schon russisch. Irgendwer, wird irgendwann die Karten noch rechtzeitig im Saal vorbeibringen. Also mache ich mich auf den Weg zum Saal. Alles vorbereiten, Tischkarten Turnier B fehlen immer noch, Spieler per Handschlag begrüßen. Pünktlich 5fünf Minuten vor Rundenbeginn kommt ein „Volunteer“ mit den Karten.

 

Na sag ich doch, man hat hier Mut zur Lücke, und trotzdem geht’s! Typisch russisch, aber nicht schlecht gemeint …

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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Kombiecke 93

Uwe KerstenDa der weitaus größte Teil aller Schachpartien durch Taktik entschieden wird – in diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert mit „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!” – setzen wir unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 93. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Bitte beachten Sie unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 93. Kombiecke!
[Quelle: Kombiecke von JugendSchach 01/2016, Seiten 29/30]

 

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Nakamura Playoff-Sieger gegen Vachier-Lagrave

 

Da die Entscheidung im Turnier mit klassischer Bedenkzeit nicht fiel und auch das Tiebreak-Match knapp und MVL + Nakamuraspannend war, teilen sich Nakamura und Vachier-Lagrave das Titelfoto – auch wenn anderswo voraussichtlich einer viel mehr Lob und Aufmerksamkeit bekommt. Wer die beiden nicht (er)kennt: Nakamura rechts hat den kräftigeren Bartwuchs. Alle Fotos stammen von der Turnierseite, bzw. die aller-aktuellsten ebenfalls von Tradewise Chess aber via Twitter. Fotografiert haben Sophie Triay (das steht dann unten auf dem Foto) und John Saunders.

 

Beim Endstand zunächst nur 8 von etwas mehr als 250: Nakamura 8/10 (+3/5), Vachier-Lagrave 8/10 (+2/5), Bacrot, Sethuraman, Harikrishna, Jones, Li Chao, Sutovsky 7,5. Das sind zwei Franzosen, zwei Inder (aber nicht deren nominell immer noch bester Spieler), ein Amerikaner, ein Engländer, ein Chinese und ein Israeli. Die Spieler mit 7,5/10 sind nach Wertung (TPR) sortiert – die ersten drei fast gleichwertig, die nächsten beiden auch, zu Sutovsky komme ich noch. Alle fünfzehn mit 7/10 erwähne ich nicht, am glücklichsten und reichsten wohl Anna Muzychuk, die den ersten Damenpreis (15,000£) bekam – die vierzehn Herren bekamen für dasselbe oder ein vergleichbares Ergebnis ca. 600£. 6,5/10 reichte für Platz 24-48, auch da waren einige zufriedener als andere: Zwei junge IMs (Benjamin Gledura aus Ungarn und Aryan Tari aus Norwegen) waren sicher zufrieden und wurden mit GM-Normen belohnt. Gledura hatte ab Runde 3 nur GM-Gegner: siebenmal remisierte er, einmal remisierte er nicht. Einige andere waren wohl nicht zufrieden, u.a. Wojtaszek, Yu Yangyi, Ni Hua, Anand und Short. Antoaneta Stefanova und Tan Zhongyi (geteilt zweiter bis dritter Damenpreis) bekamen 7.500£, die Herren bekamen (bis auf eventuelle Ratingpreise) nichts.

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Die TOP 10-Beiträge in den Heften vom Februar 2016

 

Die Besucher-Resonanz auf diese thematischen Tipps aus deutschen Schachzeitungen, die Sie seit dem 27. Dezember 2012 jeden Monat auf Ihrer Schach-Webseite www.schach-ticker.de finden, beweist uns, dass Ihr Interesse an solchen Hinweisen weiterhin ungebrochen ist. Dass sie sicherlich durchaus auch subjektiv sind, versteht sich, aber der Schach-Ticker bemüht sich selbstverständlich gleichermaßen um Objektivität!

 

Und das sind diesmal unsere TOP 10-Beiträge, wobei die Reihenfolge sich aus dem Erscheinungstermin und der damit verbundenen Zustellung durch die Post ergibt:

 

 

1. TURNIERE/Doha. Quatar Masters: Magnus’ perfekter Dezember, Bericht von Alexander Seyb, Partie-Kommentare u.a. von Peter Heine Nielsen und Mihail Marin, SCHACH 2/2016, Seiten 7-2

 

2. Echolot Geschichte[n] VI. Sind Sammler glückliche Menschen? Oder Der Fuchs und die Trauben, von Dr. Michael Negele, SCHACH 2/2016, Seiten 46-47

 

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Vom 12. Open in der russischen Hauptstadt berichte exklusiv für den Schach-Ticker JÜRGEN MÜLLER

 

Tatjana Wassiljewitsch

Tatjana Wassiljewitsch

Dass der Moskauer Betrugsversuch bei den Besuchern des Schach-Tickers sofort wie eine Bombe einschlägt [siehe Popular Posts], hätte ich nicht gedacht. Das Beweisbild werde ich nachreichen, möchte aber die Freigabe vom Turnierdirektor haben, es ist ja noch ein schwebendes Verfahren. Bei der Pressestelle habe ich angefragt, ob es ein aktuelles Foto vom Open von Sergej gibt. Ich hab leider keines. Bin ja in erster Linie Schiedsrichter …

 

Der gestrige Tag fing gleich prima an. Spät ins Bett, voll verpennt, nur noch zehn Minuten bis der Bus fährt, ansonsten 13 Minuten Fußweg zur Metro, eine Station fahren und 12 Minuten Fußweg zur Uni oder gleich 40 Minuten laufen. Also schnell, schnell und dann … Chipkarte im PC stecken lassen. Heute keine Fotos. Mist.

 

Mein Weg in den Spielsaal führt am Speisesaal vorbei, in dem die Delegation der Deutschen Schachjugend das Mittagessen einnimmt. Kurz eine Mahlzeit reingehauen und dann Turniersaal vorbereiten: 40 Bretter aufbauen, alle Stühle rücken. Vormittags findet hier ja das Turnier E statt, in dem leider nach einem anderen Modus gespielt wird, deshalb auch noch Uhren stellen. Dann Formulare legen, Tischkarten aufstellen. Bis man endlich fertig ist, hat man stramm zu tun, vor allem wenn man erst um 15:00 Uhr in den Saal kann, weil noch die letzte Partie des E-Turniers läuft.

 

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Oberbürgermeister Stefan Schostok und Initiator Ralf Schreiber

Oberbürgermeister Stefan Schostok und Initiator Ralf Schreiber

Die pädagogische Initiative „Schach für Kids“ startet in der Landeshauptstadt von Niedersachsen

 

Hannover ist seit dem Februar 2016 nach Berlin und Düsseldorf die dritte Landeshauptstadt, in der die von der pädagogischen Initiative „Schach für Kids“ [SfK] speziell erstellte SfK-Lehrmethode für Kinder ab drei Jahren eingeführt wurde. Die Initiative hat auf dem Gebiet der Entwicklungsförderung von Kindern ab diesem Alter durch das Hilfsmittel Schach bereits zehn Jahre Erfahrung. Der Erfolg der eigens erstellten Lehrmethode wurde durch eine wissenschaftliche Studie und einem Großversuch mit 3.000 Kindern belegt. Die Kinder werden individuell und spielerisch gefördert. Die Umsetzung erfolgt nicht nur deutschlandweit.

Im repräsentativen Mosaiksaal des Neuen Rathauses von Hannover fand das Auftaktseminar für 30 Pädagogen aus 20 Bildungseinrichtungen statt. Für Hannover hat der Oberbürgermeister Stefan Schostok nicht nur die Schirmherrschaft übernommen, er machte sich auch während des Seminars persönlich ein Bild von der Methode.

 

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Vom 12. Moskau Open berichtet exklusiv für den SCHACH-TICKER aus der russischen Hauptstadt JÜRGEN MÜLLER

 

Sergei Aslanov (Foto: http://chesstao.com/students.php)

Sergei Aslanov (Foto: http://chesstao.com/students.php) und der Ort der Tat

Eigentlich wollte ich ja am heutigen Dienstag [2. Februar] über die Delegation der Deutschen Schachjugend [DSJ] beim 12. Moskau Open berichten, aber es kam ganz anders.

 

Beim Mittagessen hab ich sie einfach überrumpelt und bei ihren vollen Tellern gefragt, ob ich schnell paar Fotos machen dürfe, für den Schachticker und nachdem alle den Mund voll hatten, konnte auch keiner „Nein“ sagen.

 

Dann wurden noch stolz die Einkaufstrophäen präsentiert. Scheinbar sind die Pelzmützen der Russischen Armee beliebte Souvenirs. Warm halten sie schon bei diesem Schneegestöber und Schneematschwetter auf jeden Fall.

 

Aber dann überschattete den Tag etwas ganz anderes und ich konnte nicht an die Bretter der DSJ wandern …

 

 

Es ist ein weiteres negatives Highlight in meiner Schiedsrichterkarriere, wenn man da von Karriere sprechen kann.

 

Der Spieler Sergej Aslanow [Elo 2338] aus Russland [ http://chess-results.com/tnr205684.aspx?lan=1&art=9&fed=RUS&flag=30&wi=700&lansel=NO&iframe=YES&css=2&snr=114 ] war mir aufgefallen, weil er seit ungefähr dem zehnten Zug ständig nicht am Brett war. Sein Gegner an Brett 32 des A-Turniers Großmeister Eduard Andrejew [Elo 2458] beschwerte sich jedoch nicht bei mir.

 

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Das fünfte Qualifikationsturnier zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft wird am Wochenende in Brühl gespielt – Ein Vorbericht von RALF MULDE

 

„Wir starten am 5.Februar mit wohl mehr als 350 Spielern in Brühl“, freut sich der Turnierdirektor der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft [DSAM] Dr. Dirk Jordan auf das bevorstehende bunteTurniersaal 2015 Spektakel. Es wird das vorletzte Qualifikations-Turnier der laufenden Saison sein, danach folgen nur noch Kassel [15.-17.April] und dann eben das Finale in Halle an der Saale [26.-28.Mai]. „Wie immer handelt es sich im rheinischen Brühl um unser traditionelles ‚Karnevals-Turnier’. Wir starten am Freitag in sechs Gruppen und ehren nach fünf Runden am Sonntag die Sieger.“

 

Wer den jecken Karneval schon einmal gesehen hat, wird die hohe Auszeichnung erkennen, die dem deutschen Schach namens der Stadt Brühl entgegen gebracht wird, denn Bürgermeister Dieter Freytag wird sich die Zeit nehmen, das Turnier trotz aller Narretei persönlich zu eröffnen.

 

Bei „Karneval“ denken die meisten Menschen in der Welt wohl zuerst an Venedig, dann an Rio de Janeiro und ganz viele gewiss auch an Mainz, Köln et cetera. Einige denken bei „Schach und Karneval“ inzwischen bestimmt auch an die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft in Brühl, die traditionell nur wenige Stunden vor Rosenmontag endet. Mehr als 350 Spieler [Webseiten-Link http://www.ramada-cup.de/bruehl/] hatten sich vorab angemeldet, so dass die „Anmeldung per Internet“ gestoppt werden musste; so ein Spielsaal hat nun mal nur eine endliche Größe, und es soll ja auch komfortabel bleiben und keine „Sitzordnung à la Ölsardine“ im RAMADA-Hotel in der Römerstraße werden.

 

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Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 von JULIA KIRST

 

DSC_0077.jpg Bronstein Portrait by Sammy RubinsteinIm Kalenderblatt [28]Das Phänomen Bronstein …“  hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 2!

 

David Bronstein war vor allem für seine fulminanten Angriffspartien bekannt. Er konnte aber auch eine positionelle Klinge schlagen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Schwarzpartie gegen den Puerto Ricaner Julio Kaplan im Internationalen Turnier zu Hastings 1975/76. Kaplan war kein Unbekannter, denn er gewann 1967 die Jugendweltmeisterschaft. In die absolute Weltspitze schaffte er es aber im Gegensatz zu David Bronstein nie.

 

Diese Partie ist mit einer traurigen Geschichte verbunden.

 

Das Traditionsturnier in Großbritannien war David Bronsteins letztes Turnier im Westen für lange 14 Jahre. Viktor Kortschnoi, den Bronstein beim Finale des Kandidatenturniers 1974 gegen Anatoli Karpow unterstützte, setzte sich im Sommer 1976 nach dem IBM-Turnier in Amsterdam in den Westen ab. Bekannte Schachgroßmeister aus der Sowjetunion wurden daraufhin von der Schachföderation der UdSSR aufgefordert, einen Brief zu unterschreiben, der Kortschnois Flucht massiv verurteilte. David Bronstein weigerte sich.

 

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Vom 12. Open in der russischen Hauptstadt berichtet JÜRGEN MÜLLER

 

live

Ab 14 Uhr

Mit den Berichten zu den einzelnen Turnieren des 12. Moskau Open [31. Januar bis 8. Februar] ist es nicht ganz so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte. Leider [aus meiner Sicht], Gott sei 007Dank [aus Sicht der Aktiven], spielen die besten 33 Bretter des A-Turniers und die besten 7 Bretter des B-Turniers im großen Theatersaal der Universität RGSU, wo auch die grandiose Eröffnungsfeier stattfand. Viele Tanz- und Musikeinlagen mit beindruckenden Lichteffekten, mit meiner Kamera allerdings nicht zu fotografieren, hier bitte die offizielle Webseite besuchen!

 

Die Deutschen Jugendlichen hatten bei der Eröffnungsfeier auch mehr den Mund offen als zu und hinterher sagte einer: „Dass es solche Eröffnungsfeiern bei Schachturnieren gibt, ist unglaublich. Ich dachte das gibt es nur bei Fußball-Weltmeisterschaften.“

 

Leider muss ich als Schiri – ich bin im Theatersaal eingesetzt – immer erst eine halbe Weltreise durch Schneegestöber und Schneematsch unternehmen, um in das Uni-Hauptgebäude zu kommen, wo die restlichen 600 Bretter über alle Vorlesungsräume verteilt sind. Da bin ich hin und zurück schon immer 20 Minuten unterwegs und ich habe dann ich noch keine Fotos gemacht, geschweige denn mit jemanden sprechen können.

 

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Unter dem Namen „Julias Schachuniversum“ betreibt Julia Kirst, Redakteurin des Schach-Tickers, seit einigen Wochen einen eigenen Blog mit interessanten Beiträgen. Nachfolgend ihr letzter aktueller Beitrag vom 2. Februar:

 

Zwei Deutsche in der Top 10 der Junioren

 

In jeder ihrer Ausgaben veröffentlicht die monatlich erscheinende Schachzeitung Rochade wichtige ELO-Listen, darunter auch die ELO-Liste der Top 10 der Junioren. In der Februar-Ausgabe der Rochade war es soweit: Erstmals zählen zwei deutschJulia_Kirste Spieler, nämlich Matthias Blübaum (ELO 2595) und Dennis Wagner (ELO 2585), zu den zehn besten Junioren weltweit. Beide konnten sich im Vergleich zum Vormonat um jeweils neun Plätze verbessern und belegen jetzt Rang 7 (Blübaum) und Rang 9 (Wagner).

 

Die ersten Plätze in diesem Ranking belegen der kreative Ungar Richard Rapport (ELO 2721), der Chinese Yi Wei (ELO 2706), der im letzten Jahr wohl seine „Unsterbliche“ gegen Lazaro Bruzon aus Kuba gespielt hat und der Russe Vladislav Artemiev (ELO 2673), der mal in die Fußstapfen von Kramnik und Co. treten soll. Wenn man die ELO-Zahlen der Deutschen mit denen der Spitze vergleicht, sieht man, dass die weltbesten Junioren noch ein ganzes Stück entfernt sind. Dennoch macht der eingeschlagene Weg Mut und zeigt, dass die Projekte „Prinzengruppe“, der neben Wagner und Blübaum noch Alexander Donchenko und Rasmus Svane angehören, und „Schachjahr“ für Dennis Wagner und Matthias Blübaum Erfolg hatten und die deutschen Jugendlichen deutlich näher an die Weltspitze heran geführt haben. Ob sie diese letztendlich auch erreichen, steht auf einem anderen Blatt…

 

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SCHACHTAGE im Allee-Center Hamm vom 3.-6.02. 2016

 

Das Team: GM Sebastian Siebrecht, IM Georgios Souleidis und Alisa Frey.

Das Team: GM Sebastian Siebrecht, IM Georgios Souleidis und Alisa Frey.

Bereits über 8.200 Kinder kamen, um die  „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann hat die Schirmherrschaft übernommen und wird zusammen mit Centermanagerin Justine Antoschak den Eröffnungszug am Mittwoch, den 3.Februar um 10.00 Uhr ausführen.

 

Programm

Täglich wird von 10.00 bis 20.00 Uhr ein reichhaltiges Programm angeboten. Im Mittelpunkt des Events stehen Kinder und Jugendliche. Mehr als 12 Schulgruppen aus ganz Hamm werden einen bunten Parcours im Erlebnisschach durchlaufen. Von 10.00 bis 15.00 Uhr wird das Einkaufszentrum in einen lebendigen Schachunterricht verwandelt. Nach der Einführung in das königliche Spiel ist Showtime angesagt. Simultanschach mit der Deutschen Vizemeisterin Alisa Frey, dem internationalen Meister Georgios Souleidis, dem Deutschen Schachlehrer des Jahres und internationalen Großmeister Sebastian Siebrecht, sowie den Show-Wettkämpfen wie „Schlag den Großmeister“ im Handicap-, und Konditionsblitz sorgen für Spaß und Bewegung. Das mehrfach ausgezeichnete Lehrprogramm Fritz & Fertig ist ebenfalls mit von der Partie. Zudem gibt es auch in den  Blitzturnieren und den Qualifikationsturnieren zum Center-Cup Finale zahlreiche Gewinne.

 

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Von der dritten Doppelrunde der Frauen-Bundesliga in Friedberg berichtet HSK-Mannschaftsführer ANDREAS ALBERS

 

HSK-Logo„Nun gilt die Bescheidenheit nicht mehr, jetzt seid Ihr selbst dabei!“ raunte mir „Mr. Bad Königshofen“ Jürgen Müller nach einem denkwürdigen Wochenende Ende Januar in der Frauenbundesliga zu. Mit dem Punktgewinn in Baden Baden zu Beginn der Saison hatten wir in der Liga „aufgemuckt“ und sind nun nach 7 von 11 Runden als einziges Team noch unbesiegt, wer hätte das jemals gedacht?

 

Doch der Reihe nach …

 

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Jorden und Thomas machen Platz für Magnus und Tom – dann Warten auf die Pressekonferenz

Adhiban

 
Der letzte Tag in Wijk aan Zee begann früher (Rundenbeginn 12:00 statt 13:30) und dauerte dann genauso lang wie sonst auch – bzw. einschliesslich Abschlussfeier noch länger, aber die verpasse ich aus logistischen Gründen (letzte Fähre nach Texel) jedes Jahr. Generell kann ich meine Reportertage so zusammenfassen: Anreise – Rundenbeginn – einige Zeit Leerlauf/Warten – Interviews – Rückreise. Diesmal bestand der Teil vor Ort aus Rundenbeginn – Warten – Interviews (Schlag auf Schlag) – Warten – Pressekonferenz. Warum es dazu kam und was es mit dem ersten Teil des Untertitels auf sich hat – siehe unten. Zunächst der Stand nach dreizehn von dreizehn Runden:

 

Masters Carlsen 9/13, Caruana und Ding Liren 8, So, Giri, Eljanov 7, Wei Yi und Mamedyarov 6.5, Karjakin 6, Navara und Tomashevsky 5.5, Hou Yifan, Adams, van Wely 5. Oben also grosse Lücken – Carlsen gewann am Ende (zahlenmässig) klar – unten bzw. ab Platz 4 alles dicht beieinander.

 

Challengers Adhiban, Safarli, Dreev 9/13, Bok und Antipov 7, Nisipeanu, Van Foreest, Abasov, l’Ami, Sevian 6.5, Ju Wenjun 6, Batsiashvili 5, Admiraal 4.5, Haast 2. Vorne ein Foto-Finish (Adhiban hatte zu Recht den besten Tiebreak, und das hat in der B-Gruppe Konsequenzen), dahinter und dann wieder zum Tabellenende grosse Lücken.

 

Carlsen hatte ich bereits im letzten Bericht, also bekommt heute Baskaran Adhiban das Titelfoto. Oder heisst er Adhiban Baskaran? Bei Indern, auch beim bekanntesten (und das wird wohl auf absehbare Zeit so bleiben) Vishy Anand, wird generell der Vorname erwähnt. Fotos auch heute von Tata Steel via Facebook, vor allem von Alina l’Ami.

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Hou Yifan war lieb zu Carlsen

Carlsen

 
Geplant war eigentlich ein letzter Bericht zu Runde 11-13, aber das würde (qua Text und Fotos) zu viel. So versuche ich in diesem Bericht, die Spannung der letzten Runden zu reproduzieren – auch wenn die Entscheidungen inzwischen gefallen sind. Dazu gehört auch der Stand in beiden Gruppen nach Runde 12, da war es in beiden Gruppen – aber vor allem in der Challenger-Gruppe – noch spannend:
 

Masters Carlsen 8.5/12, Caruana 8, Ding Liren 7.5, So und Giri 6.5, Wei Yi, Mamedyarov, Eljanov 6, Navara und Karjakin 5.5, Hou Yifan, Tomashevsky, Van Wely, Adams 4.5. Potentiell war es nun ein Dreikampf um den Turniersieg: Ding Liren durfte oder musste tags darauf gegen Carlsen spielen. Was den Untertitel betrifft: Auch Caruana hat im Zeitraum dieses Berichtes einmal gewonnen, Ding Liren gar zweimal – damit hat er „plötzlich“ die 50%-Zone verlassen. Aber Carlsen – Hou Yifan 1-0 war womöglich doch die Schlüsselpartie dieser beiden Runden, wenn nicht des gesamten Turniers. Es wurde, milde ausgedrückt, recht unterschiedlich bewertet (siehe unten). Und nun bekommt Carlsen sein Titelfoto – alle Fotos wieder Tata Steel via Facebook, vor allem von Alina l’Ami.

 

Challengers Adhiban und Dreev 8.5/12, Safarli 8, Antipov und Bok 6.5, Nisipeanu, Van Foreest, Abasov, l’Ami, Sevian 6, Ju Wenjun und Batsiashvili 5, Admiraal 4, Haast 2. Trotz einiger Irrungen, Wirrungen und „Erdbeben“ in diesen beiden Runden war es weiterhin und nicht etwa „plötzlich“ ein Dreikampf um den Turniersieg.

 

Freitag und Samstag war ich nicht vor Ort. Freitag musste ein Gast kurzfristig absagen, daher entfällt das vorab halb angekündigte Interview mit einem FM. Ein anderes – schon zuvor entstandenes und nicht von mir geführtes – Interview werde ich noch erwähnen und verlinken. Samstag spekulierte ich darauf, dass die Entscheidungen noch nicht fallen würden, und hatte recht. Sonntag war dann ein Reportertag mit Überlänge, aber das kommt im nächsten Bericht.

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Aufsteiger SK Göggingen, König Tegel und Speyer-Schwegenheim im Osten, Norden und Süden auf Bundesligakurs, im Westen Porz souverän – Von RAYMUND STOLZE

 

Jan Timman

GM Jan Timman (Urheber: Stefan 64)

Durch die Berichterstattung über die Zweite Bundesliga lerne ich auch Deutschland kennen. Nehmen wir beispielsweise die Gruppe Ost. Wo bitte liegt Göggingen? Na, wissen Sie es??? Laut Eigenwerbung ist eine shotliebeswerte und lebenswerte Gemeinde – genauer gesagt ein Stadtteil im Süden von Augsburg mit rund 20.000 Einwohner. Und hier wird richtig erfolgreich Schach gespielt. Der Neuling in der zweithöchsten deutschen Spielklasse scheint sogar Großes vorzuhaben. Jedenfalls ist der Verein nach sechs gespielten Runden mit sechs Siegen souverän auf Meisterkurs [12:0/33,0]. Am vergangenen Zweitliga-Wochenende [30./31. Januar] wurde zu Hause am Sonnabend zunächst BAD Mergentheim mit 5,5:2,5 locker „abgefiedelt“. Vom „Stammachter“ des SK Göggingen, der die ersten vier Punktspiele komplett absolviert hat, fehlte lediglich der Belgier Jan Rooze. Doch den vertrat „Einwechselspieler“ Christoph Lipok mit einem Sieg an Brett 8 glänzend. Tags darauf dann gegen die SF Neuberg gab es ein 5:3, wobei die beiden Spitzenbretter Eduardas Rozentalis und Nikola Nestorovic das Ehepaar Nikolas und Melanie Lubbe bezwangen und so sicher den Grundstein für den sechsten Doppelpunktgewinn legten. Das ist schon Spitze!

 

Fragt sich, welches Team kann oder will den Durchmarsch der Gögginger in die Erste Liga noch aufhalten? Von den potenziellen Kandidaten scheiterten jedenfalls schon der MSA Zugzwang im direkten Aufeinandertreffen mit 2,5:5,5 – die Münchener liegen damit bereits drei Punkte zurück. Bleiben aus meiner Sicht nur noch Bindlach-Aktionär [20. Februar] mit Falko Bindrich an Brett 1 und Nickelhütte Aue [21. Februar] übrig. Der Showdown steht also am vorletzten Februar-Wochenende an! Sollten da drei Mannschaftspunkte gebongt werden, dann könnte der Freudenschlachtruf in Augsburg-Göggingen lauten: Bundesliga, wir kommen! Vorausgesetzt, neben der sportlichen Leistung kann dann auch der nötige finanzielle Etat für dieses Abenteuer gestemmt werden …

 

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Saudischer Großmufti verteufelt nach Barbie auch das Denkspiel – Von HARTMUT METZ

 

Wei – Navara: Weiß startet einen (sündhaft) starken Opferangriff

Müssen die Bauern demnächst in Ziegenhirten und die Springer in „Sprenger“ umbenannt werden? Hilft es, die Türme mit einem Minarett auszustatten? Oder dass die Damen auf dem Brett in eine Burka gehüllt werden und immer nur drei Felder hinter dem König herlaufen dürfen? Schachspieler metzaus der westlichen Welt nahmen die Fatwa eines arabischen Großmuftis gegen ihr Denkspiel mit Humor. Augenzwinkernd schlugen sie auf Facebook Änderungen beim Schach vor, um Scheich Abdulaziz Al al-Sheikh milde zu stimmen. Der oberste islamische Gelehrte in Saudi-Arabien hat Schach „verboten“, weil es „süchtig“ mache. Das sündige Spiel sei eine „Verschwendung von Zeit und Geld und verursacht Rivalität und Feindschaft“. Mit dem islamischen Rechtsgutachten, das der Geistliche in einer TV-Sendung verkündete, ist er reichlich spät dran. Seit rund 1 400 Jahren spielen Muselmanen Schach, die Wurzeln liegen in Indien und Persien. „Schachmatt“ – der König ist tot – stammt von dort. Die Araber brachten es auch nach Europa. Bekannt wurde die Fatwa von Al al-Sheikh, der bereits Barbie-Puppen und Pokémon-Karten verteufelt hat, jetzt erst richtig, weil ausgerechnet in Mekka ein Schachturnier stattfand. Der saudische Verband ließ sich jedoch nicht von dem Wettbewerb abhalten und befand, dem Großmufti mangele es an Hintergrundwissen.

 


Schach sei gewiss kein „Glücksspiel“, betonte Musa Bandr laut der Deutschen Presseagentur. Der Verbandsvertreter fürchtet jedoch, dass die „Fatwa der Religionspolizei künftig im Königreich einen rechtmäßigen Grund gibt, uns an der Organisation von Schachturnieren zu hindern“.
Sunnitische und schiitische Führer sind sich ausnahmsweise im Hass einig: Großajatollah Ali al-Sistani vom Erzfeind Iran hat Schach ebenfalls schon mit dem Bannstrahl belegt, weil es für Wetten eingesetzt werden könne. Von 1979 bis 1988 war es für Iraner gar verboten.

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Das nächste Superturnier wartet schon – Ein Vorbericht von JOHN SAUNDERS

 

Nur noch sechs Tage [so schrieb unser Berichterstatter kürzlich in seinem Vorbericht zum inzwischen gestarteten und noch bis zum 4. Februar laufenden Turnier] bis zum Start des Tradewise Gibraltar Chess Festival – und in diesem Jahr, dem 14., verspricht es größer und besser zu werden als jemals zuvor.

Alexandra Samaganova aus Kyrgyzstan

Alexandra Samaganova aus Kyrgyzstan

Letztes Jahr hat die Association of Chess Professionals (Profi-Schach-Verband) das Festival zum besten des Jahres gekürt, und in den letzten drei Jahren wurde es regelmäßig zum weltbesten Schweizer-System-Event gewählt – so hat sich das #TGCF zur Messlatte für die Top-Turniere überhaupt entwickelt und bietet die größte Bandbreite an Spielern – von den Weltmeistern bis zu den bescheidenen Anfängern. Unser Hauptturnier, das Tradewise Gibraltar Masters, steht allen Spielern offen. Und wenn wir „offen“ sagen, dann meinen wir das wörtlich: Wenn Sie Schach spielen können und die Startgebühr entrichten, dann dürfen Sie teilnehmen!

 

Wenn wir von „Weltmeistern“ sprechen, ist das ebenfalls wörtlich gemeint: Dieses Jahr nimmt ein Mann teil, der weit mehr als ein Weltmeister ist – eine Legende. Wir freuen uns sehr, Vishy Anand aus Indien begrüßen zu dürfen, den fünffachen Weltmeister und den einzigen Spieler in der Geschichte des Schach, der den höchsten Titel in allen drei Formaten gewonnen hat: traditionelles Partienspiel, K.O.-Schach und Turnier. Von 2007 bis 2013 war er der unangefochtene Meister. Vishy ist nicht nur ein genialer Spieler, sondern auch ein großartiger Botschafter unseres Spiels – für uns ist seine Teilnahme eine besondere Ehre. Sie bildet einen Wendepunkt für das Schachspiel, weil sich die Spitzenspieler jetzt bereit erklären, an spannenden offenen Turnieren teilzunehmen.

 

TurnierseiteResultateSpielplanTurnierheftTurnierheft MasterPartien Master

 

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Ein Open? Eher ein Festival – Ein Vorbericht von JÜRGEN MÜLLER

 

Ab 14 Uhr

Jürgen Müller in Moskau (Foto: Offizielle Seite)

Jürgen Müller in Moskau (Foto: Offizielle Seite)

Seit 2010 darf ich als Schiedsrichter jedes Jahr nach Moskau in die Universität RGSU zum Moskau-Open kommen. Hatte ich 2010 hier noch meine letzte Norm zum Internationalen Schiedsrichter gemacht, komme ich nun um meine Schachfreunde zu treffen.

 

Über 1700 Schachspielerinnen und Schachspieler aus über 30 Ländern sind dieses Jahr vom 31.1. bis 8.2. am Start in 8 verschiedenen Turnieren. Ich werde jeden Tag ein anderes Turnier vorstellen und versuchen mit Bildern und kurzen Berichten das außergewöhnliche „Flair“ dieses Turniers rüber zu bringen.

 

Die Frage stellt sich, was macht dieses Turnier eigentlich so anders? Ist es die Location, direkt in den Hörsälen der RGSU? Hier hat schon der 12. Weltmeister der Schachgeschichte Anatoli Jewgenewitsch Karpow studiert und Schach gespielt. Oder ist es der schlechte Kaffee, den es für 20 Rubel aus den Automaten gibt? Oder sind es die Vielzahl von lebenden Schachlegenden die hier unterwegs sind? Sweschnikow ist in jedem Jahr dabei. Oder auch weil es Kompositionsturniere gibt? Oder weil es in den teils sehr vollgepfropften Hörsälen oftmals auch sehr männlich riecht? Oder das Veteranenturnier, in dem es mehr darum geht seine alte Uniform mit hunderten von Orden zu präsentieren? Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus alledem.

 

Wer schon einmal hier war, der kommt immer wieder hierher zurück. 2010 traf ich die damals 16-jährige Hou Yifan. Im Hotel die Zimmer direkt nebeneinander, und am selben Frühstückstisch mit Hou Yifan und Xue Zhao zu sitzen, hat man auch nicht alle Tage. So entstehen Freundschaften, die bis heute Bestand haben.

 

Mehr ab morgen Abend, wenn ich von der Runde zurück im Hotel bin.

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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Kombiecke 92

Uwe KerstenDa der weitaus größte Teil aller Schachpartien durch Taktik entschieden wird – in diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert mit „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!” – setzen wir unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 90. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Bitte beachten Sie unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 92. Kombiecke!
[Quelle: Kombiecke von JugendSchach 01/2016, Seiten 29/30]

 

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Züge und Züge in Utrecht

 

Gruppenfoto Utrecht
Schwerpunkt dieses Berichts ist der Ausflug ins Utrechter Eisenbahnmuseum (siehe Titelfoto und später noch einige). Fotos stammen wieder vor allem von Tata Steel via Facebook, fotografiert hat wieder vor allem Alina l’Ami – aber diesmal nicht nur, andere Quellen werde ich, wenn es soweit ist, erwähnen. Da ich zwei Runden bespreche und auch die B-Gruppe nicht ignoriere, wird wiederum auch Wijk aan Zee einfliessen – was die Partien betrifft zu 75%, da nur die A-Gruppe für (noch) liveeinen Tag auf Tour ging.

 

Zunächst der aktuelle Stand in beiden Gruppen: Masters Carlsen 7/10, Caruana 6.5, So, Giri, Ding Liren, Eljanov 5.5, Wei Yi, Mamedyarov 5, Navara, Karjakin 4.5, Hou Yifan, Tomashevsky, van Wely 4, Adams 3.5. Inzwischen hat jede(r) mindestens eine Partie gewonnen, und nur Carlsen und So sind weiterhin ungeschlagen. Da So nur ein volles Erfolgserlebnis hatte (Runde 1 gegen Giri, seither remisiert er konsequent), können nach menschlichem Ermessen nur noch zwei andere Spieler das Turnier gewinnen.

 

Challengers Adhiban 7.5, Dreev 7, Safarli 6.5, Van Foreest, Sevian 6, Nisipeanu, Antipov, Abasov 5, Bok, l’Ami 4.5, Batsiashvili, Ju Wenjun 4, Admiraal 3, Haast 2. Da gab es einige schachliche Erdbeben und quasi täglich eine neue Spitzentabelle. Alle haben mindestens einmal gewonnen und mindestens einmal verloren, Remiskönig ist – wer hätte das erwartet – Nisipeanu. Jorden van Foreest hat endlich meinen Vorbericht gelesen, in dem ich ihm mehr als Platz 11 (der ihm laut Setzliste „gehört“) zutraute.

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+++ Erik van den Doel gewinnt den Nordwest-Cup +++ Doppelsieg der Werderaner Stephan Buchal und Reiner Franke bei den Bremer Seniorenmeisterschaften +++ Aufruf zum Jungsenioren-Derby 2016! +++

 

Mads Andersen, Tobias Jugelt, Erik van den Doel und Xiangyu Xu

BAD ZWISCHENAHN. Bei der 18. Auflage des „Turniers der kurzen Wege“, dem „Rügenwalder Mühle – NordWest-Cup“, am Zwischenahner Meer waren 336 Spieler in 3 Gruppen am Start. Im mit sieben Großmeistern gut besetzten A-Open konnte der Niederländische GM Erik van den Doel mit einer packenden Partie in der letzten Runde gegen die Chinesin Tiengjy Lei (WGM) sich vor dem punktgleichen Mads Andersen (DEN) den Pokal sichern. Auf den Plätzen 3 und 4 rangierten Xiangyu Xu (CHN) und Tobias Jugelt (GER). Im B-Open siegte Jan-Okke Rockmann von Bremen-Nord mit starken 6,5 aus 7. Anja Mehler gewann das C-Open vor dem punktgleichen Robert Schmidt von Happe (beide 5,5). Spieler aus China, Indien und der Mongolei sorgten für internationalen Flair.
Quelle: http://www.chessorg.de/nwcup.php

 

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Von der dritten Doppelrunde der Frauen-Bundesliga in Lehrte berichtet DR. THOMAS MARSCHNER, Schwäbisch Hall

 

Arlette van Weersel in typischer Pose vor Ausführung eines Zugs, im Hintergrund diskutiert Jana Zpevakova ihre Partie nach Remisschluss mit der Gegnerin

Arlette van Weersel in typischer Pose vor Ausführung eines Zugs, im Hintergrund diskutiert Jana Zpevakova ihre Partie nach Remisschluss mit der Gegnerin

In Lehrte traten am vergangenen Wochenende [23./24. Januar] Schwäbisch Hall und Reisepartner Deizisau gegen die Gastgeberinnen und Großlehna an. Trotz der Wetterkapriolen in weiten Teilen Deutschlands in der Nacht zum Samstag waren Spielerinnen, Betreuer und Schiedsrichter pünktlich am Start. Dies lag sicher auch daran, dass z.B. die Schwäbisch Hallerinnen bereits Freitag angereist waren und sich das Glatteis auch im Laufe des Vormittags schnell verzogen hatte, sodass auch ich es am Samstag rechtzeitig zum Spielbeginn ins Lehrter Haus der Vereine schaffte, ich hatte Freitag noch einen Zwischenstopp im heimischen Taunus eingelegt.

 

In allen Begegnungen des Wochenendes waren die Gäste klar favorisiert und wurden ihrer Favoritenrolle auch gerecht, da insbesondere Großlehna nicht in Bestbesetzung antrat [es fehlten vom gemeldeten Stammsechser mit Iweta Rajlich, Elena-Luminita Cosma, Szidónina Vajda und Carmen Voicu-Jagodzinsky die Bretter1, 2, 3 und 5].

 

Schwäbisch Hall und Deizisau waren dagegen sehr stark aufgestellt, dazu kam noch, dass die beiden Haller Spitzenbretter Irina Bulmaga und Ekaterina Atalik sich aktuell in absoluter Topform befinden, dasselbe gilt für Petra Papp, die an Brett 4 spielte. Ekaterina hat kürzlich das Prager Open souverän gewonnen [der Schach-Ticker berichtete darüber im Beitrag „Eine Frau mischt die Männer auf …“ – Link http://www.chess-international.de/Archive/50217#more-50217 ]. Petra gewann bei der Mannschafts-Europameisterschaft in Reykjavik im November vergangenen Jahres einen Brettpreis und sorgte unter anderem für den ungarischen Siegpunkt gegen Deutschland, als sie Josefine Heinemann schlug.

 

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Die Homepage eines Schachvereins ist wie eine Visitenkarte und dient der Darstellung von Aktivitäten des Vereins – Eine kritische Betrachtung von FRANZ JITTENMEIER

 

In sehr vielen Schachvereinen legt man nicht viel Wert auf eine Außendarstellung. Oder man begnügt sich mit einer Vereinsseite, der man schon die lasche Einstellung der Vereinsspitze ansehen kann. Oft ist das Layout nicht zeitgemäß und die Informationen über die Aktivitäten des Vereins dürftig.

 

Doch gerade diese Informationen sind wichtig um neue Mitglieder anzusprechen. Will eine Mutter ihr Kind in einem Schachverein anmelden, wird sie sich über das Internet erkundigen. Sie wird mit Sicherheit einen Verein zuerst aufsuchen, der den besten informativen Internetauftritt hat. Es kommt dabei nicht nur auf die Inhalte an, sondern auch auf das Gesamtbild der Vereinshomepage. Gut lesbare Schrift und angenehme Farben sind hier besonders hervorzuheben.

 

Zur Pflege eines solchen Internetauftritts benötigt man einen Webmaster. Die Anforderungen an einen Webmaster sind vielfältig. Ein Webmaster, der nicht mit Herzblut bei der Sache ist, merkt dies spätenstens an sinkenden Besucherzahlen und an der wachsenden Kritik seiner Vereinskollegen. Wobei die Vereinskollegen auch kritisieren, wenn man mit Begeisterung die Vereinshomepage pflegt. Damit muss man leben. In den meisten Fällen sind es die, die nicht in der Lage wären diesen verantwortungsvollen Posten zu übernehmen. Ich kann einem Schachverein, der einen guten Webmaster in seinen Reihen hat, nur raten, den roten Teppich auszurollen. Seine Arbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen.

 

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Keine Überraschungen in der Vorrunde der Deutschen Schach-Pokal-Meisterschaft für Mannschaften 2015/2016 – Von RAYMUND STOLZE

 

IM Georgios Souleidis

IM Georgios Souleidis

Noch so ein Spruch, der nicht nur im Fußball gilt: Der Pokal hat eigene Gesetze …

 

Nun, die Vorrunde der Deutschen Schach-Pokal-Meisterschaft für Mannschaften 2015/16 hat keine Überraschungen zu melden. Am vergangenen Wochenende konnte sich das Bundesliga-Quartett SF Berlin 1903, SK Norderstedt, Hamburger SK und USV TU Dresden für das Achtelfinale qualifizieren.

 

An acht Spielorten mit jeweils vier Teams wurden im K.o.-Modus insgesamt acht Mannschaften für die Zwischenrunde ermittelt, die für den 5./6. März 2016 angesetzt sind. Dazu stoßen per Freilos die Viertelfinalteilnehmer des Vorjahres OSG Baden-Baden, SC Kreuzberg Berlin, SC Rotation Pankow Berlin, SG AE Magdeburg, SG 1871 Löberitz, SG Porz, SV Röhrnbach und SC Caissa Schwarzenbach. Hier werden dann vier Vierergruppen per Los zusammengestellt, wobei das Sieger-Quartett die Endrunde am 30. April/1. Mai bestreiten wird.

 

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Gedanken zur dritten Doppelrunde der Frauen-Schach-Bundesliga aus Sicht des Spitzenreiters SC Bad Königshofen von JÜRGEN MÜLLER, KÖN-Vereinsvorsitzender

 

Monika Socko ( Fotograf Vladimír Jagr)

Monika Socko ( Fotograf Vladimír Jagr)

Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu“, so die „Kobra“ Jürgen Wegmann, der einer der erfolgreichsten Fußball-Bundesliga-Torschützen in den 1980er-Jahren war. Seine Aussage gehört fraglos zu den beliebtesten und meistzitierten Spielersprüchen aller Zeiten.

 

Ich musste daran unwillkürlich denken, als mich heute Vormittag ein Stenogramm zur dritten Doppelrunde von Jürgen Müller, Vereinsvorsitzender des SC Bad Königshofen, per E-Mail erreichte.

 

Ja, wer hätte wohl gedacht, dass der bisherige Spitzenreiter mit fünf Siegen ausgerechnet am sechsten Spieltag am vergangenen Sonnabend [23. Januar] in Friedberg erstmals verlieren würde. Sicher, bereits in Runde 2 hatte der Hamburger SK mit einem 3:3 schon einmal angedeutet, dass das Team sich nicht wie in den letzten beiden Jahren im Unterhaus aufhalten will. Aber das man ausgerechnet dem Meister von 2014 ein Bein stellen würde – damit war nun wirklich nicht zu rechnen.

 

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Ist es der van Wely-Faktor?

 

Heute, vvan Welyor dem nächsten Ruhetag, beginne ich mit dem aktuellsten Zwischenstand: A-Gruppe Carlsen 5.5/8, Caruana 5, So, Ding Liren, Giri 4.5, Eljanov, Karjakin, Navara, Wei Yi, Mamedyarov 4, Hou Yifan 3.5, Tomashevsky und van Wely 3, Adams 2.5. Carlsen wird ständig fotografiert und gezeigt, daher bekommt das Titelbild ein andeliverer der ihm geholfen hat. Ich hatte die Wahl zwischen Loek van Wely und David Navara, aber den Tschechen hatte ich bereits im frühen Vorbericht. Also King Loek – was es mit dem van Wely-Faktor auf sich hat, das passt nicht in den Teaser und kommt erst viel später in diesem Artikel. Wie üblich: Fotos von Tata Steel via Facebook vor allem von Alina l’Ami.

 

Auch in der B-Gruppe hat sich einiges getan, aktuell steht es so: Adhiban 6.5/8, Safarli 6, Dreev 5.5, Nisipeanu, Antipov, Sevian, Van Forest, Batsiashvili 4, Bok und l’Ami 3.5, Admiraal, Abasov, Ju Wenjun 3, Haast 2. Dreev erzielte nach zuvor 4/4 im weiteren Verlauf 1.5/4, Anne Haast nach anfangs 0/6 dann 2/2, Nisipeanu kann wohl definitiv nicht mehr in den Kampf um den Turniersieg eingreifen. Wie es dazu kam and ob es einen Zusammenhang gibt – siehe weiter unten. Wiederum bespreche ich auch die Challenger-Gruppe, und zum Amateurbereich gibt es immerhin ein Foto.

 

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Baden-Baden kann mit zwei Siegen hoffen, denn der HSK bezwingt Spitzenreiter SC Bad Königshofen – fünf Teams können noch Meister werden – Von RAYMUND STOLZE

 

Das Mannschaftenfoto von Spielort Rodewisch!  (Briese-Foto)

Das Mannschaftenfoto von Spielort Rodewisch! (Briese-Foto)

Schade eigentlich – und hier muss ich mich doch wiederholen –, dass es von der dritten Doppelrunde der Frauen-Bundesliga an diesem Wochenende [23./24. Januar] keine Live-Übertragung der Partien gegeben hat. Es war wirklich spannend, wie die Live- Blogs aus Rodewisch [Thilo Gubler] und Lehrte [Dr. Thomas Marschner] widerspiegelten. Spannend und dramatisch war es auf alle Fälle. Und so dürfen Sie sich schon jetzt auf die Augenzeugenberichte unserer Reporter vor Ort freuen – die Partien der Runden 6 und 7 kommen in der Regel dann eine Woche später.

 

Was den Ausgang der Meisterschaft angeht, so wage auch ich keine Prognose. Nach der 2:4-Niederlage von Spitzenreiter SC Bad Königshofen gegen den Hamburger SK ist jedenfalls alles wieder offen. Und den größten Jubel dürfte es beim Titelverteidiger OSG Baden-Baden gegeben haben, der mit zwei Siegen gegen den Neuling Grün-Weiß Niederwiesa [4:2] und Gastgeber Rodewischer Schachmiezen [4,5:1,5] wieder im Geschäft ist.

 

Die Hamburger Deerns, die erstmals mit der Iranischen Doppelspitze Sarasadat Khademalsharieh und Atousa Pourkashiyan angetreten sind, dafür fehlte Marta Michna, was die Königshoferinnen sicherlich überrascht haben dürfte, kamen nämlich gegen die SF Friedberg nur zu einem 3:3. Damit ist man zwar als einziges der zwölf Teams weiterhin ungeschlagen, findet sich aber trotzdem auf Platz 4 mit einem Mannschaftspunkt Rückstand auf das Führungsduo Bad Königshofen/SK Schwäbisch Hall in Lauerstellung wieder. Und was noch mehr zählt, sind in der Saison 2015/16 bekanntlich die Brettpunkte.

 

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Ehmann – Rieper: Nach einigen „zweitbesten“ Zügen wird Weiß nunmehr zum Gewinnzug „gezwungen“

Trainer Sentef krönt seine Nachwuchsarbeit beim Verbandligisten – Von HARTMUT METZ

 

„Nach der 1,5:2,5-Niederlage gegen Topfavorit Porz hakten wir den Titel ab und wollten ab der fünften Runde deutscher metzVizemeister werden“, erzählt Marco Riehle von den Schachfreunden Sasbach. Der Abonnement-Champion aus Köln, der Jahr für Jahr in allen Altersklassen glänzt, patzte jedoch im U16- Wettbewerb erst mit einem 2:2 – und in der letzten Runde in Lingen fing das große Zittern an. Sasbach gewann rasch 3:1 gegen Hagen. Danach lagen die Nerven der Porzer blank. In der letzten laufenden Partie verlor der Kölner Spieler die Übersicht und stellte die Partie ein. Bei jeweils 11:3 Mannschaftszählern lagen die Mittelbadener so dank der 20:8 Brettpunkte hauchdünn vor Porz (19,5:8,5). Den größten Erfolg des Verbandsligisten machten die Spitzenspieler Thilo Ehmann (5,5 Punkte), Riehle (6) und Raphael Zimmer (5,5) perfekt. Edward Schneider steuerte drei Punkte in sieben Runden bei. Ehmann und Riehle heimsten zudem die Preise als beste Einzelbretter ein. Wäre Talent Julian Martin nicht von Sasbach zum Erstligisten OSG Baden-Baden gewechselt, hätte der aufstrebende Klub wohl noch klarer den nationalen Titel geholt. Den Aufschwung verdanken die Schachfreunde vor allem der Nachwuchsarbeit von Nikolaus Sentef.

 

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Großmufti von Saudi-Arabien verbietet das Schachspielen – Eine Betrachtung von FRANZ JITTENMEIER

 

Nicht nur in der westlichen Welt hat das Schachspiel einen hohen Stellenwert. An vielen Schulen gehört Schach zum normalen Unterricht. Nachfolgend 10 Vorteile die das Schachspielen sinnvoll machen, ob reich oder arm:9

 

1. Gehirnwachstum: Spiele wie Schach, die das Gehirn herausfordern, fördern die Bildung spezieller Gehirnzellen, der Dendriten. Diese Zellen senden Signale zu den Nervenfasern des Gehirns. Je mehr Dendriten das Gehirn besitzt, desto schneller funktioniert die Reizweiterleitung.

 

2. Beide Gehirnhälften werden beansprucht: Eine deutsche Studie fand heraus, dass Schachspieler sowohl die linke als auch die rechte Gehirnhälfte einsetzen. Die Denksportler sollten Schachzüge und geometrische Formen erklären.

 

Für die Identifikation der geometrischen Formen hatten sie die gleiche Reaktionszeit wie Laien. Für Schachzüge reagierten die Denksportler und Strategiekünstler jedoch viel schneller, weil sie beide Gehirnhälften aktivierten.

 

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Reiseberichte, Figurenopfer, Interviews, …

 

Donnerstag und Freitag war ich vor Ort – Donnerstag beim Ausflug zum Science Center NEMO in Amsterdam (siehe Titelfoto), Gruppenfoto NEMOFreitag wieder in bekannter Umgebung in Wijk aan Zee. Fotos stammen wieder weitgehend von Tata Steel via Facebook – vor allem von Alina l’Ami aber auch von einem oder mehreren nicht namentlich genannten anderen Fotografen (einmal ist offensichtlich, dass dieses Foto nicht von ihr stammt). Dieser Bericht ist vor allem atmosphärisch, zwischendrin werde ich auch das rein schachliche Geschehen, d.h. die Partien besprechen. Jeder Tag vor Ort geht schon deshalb nicht, da ich an meinen Reisetagen kaum zum Schreiben komme – natürlich Notizen im Presseraum, abliveer keine kompletten Berichte. Professionelle Journalisten machen das abends oder morgens im Hotel, ich pendele, bin so immer den ganzen Tag unterwegs (9:30-21:00 oder 22:00) und denke dann „für heute reicht es“. Und nun kommt der Bericht erst, wenn Runde 7 bereits beendet ist.

 

Dennoch der Stand nach sechs Runden: A-Gruppe Caruana, Ding Liren, Carlsen 4/6, So, Hou Yifan, Eljanov 3.5, Giri, Wei Yi, Karjakin 3, Navara, Mamedyarov 2.5, Tomashevsky, van Wely 2, Adams 1.5. Carlsen hat also aufgeholt und zur Spitze aufgeschlossen – wie/warum siehe unten. In der B-Gruppe liegt nun ein Duo vorne, dahinter einer in Reichweite, der Rest (auch Elofavorit Nisipeanu) bereits etwas abgeschlagen: Dreev und Adhiban 5/6, Safarli 4.5, Nisipeanu, Antipov, Batsiashvili 3.5, l’Ami 3, Bok, Ju Wenjun, Sevian, van Foreest 2.5, Abasov, Admiraal 2, Haast 0. In der A-Gruppe ist 3,5/6 noch eine recht gute Ausgangsposition, aber bei den Challengers liegt das Tempo höher.

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Vizeweltmeisterin Antoaneta Stefanowa verliert sensationell gegen krasse Außenseiterin aus Niederwiesa – Live-Blog von THILO GUBLER, Teamchef der OSF Baden-Baden

 

Exweltmeisterin Antoaneta Stefanowa

Gubler

Thilo Gubler

Eigentlich schade, dass es in der Frauen-Bundesliga keine garantierte Live-Übertragungen gibt. Der Hamburger SK, der SC Bad Königshofen und OSG Baden-Baden sind als Veranstalter da leider noch die Ausnahme. Aber erfreulich ist doch, dass bei der dritten Doppelrunde an diesem Wochenende [23./24. Januar] der Teamcoach des Titelverteidigers vom Spielort Rodewisch einen Live-Blog liefert. Und das macht Thilo Gubler sehr gut. Deshalb haben wir uns auch spontan entschieden, seinen Live-Bericht Niederwiesa–Baden-Baden zu veröffentlichen [http://gubler-chessblog.blogspot.de/2016/01/live-bericht-niederwiesa-baden-baden.html ]

 

Sonnabend, 23. Januar, 14:06 Uhr
Heute geht es ab 14 Uhr gegen Aufsteiger Grün-Weiß Niederwiesa, die aus objektiver Betrachtung einen aussichtslosen Kampf gegen den übermächtigen Gegner aus Baden-Baden führen dürfte. Beim Vergleich beider Ranglisten fällt auf, dass die „DWZ-beste“ Spielerin aus Niederwiesa über 100 Punkte unter der „DWZ-niedrigsten“ Spielerin aus Baden-Baden liegt.

 

Und dennoch gibt es gute Gründe für Niederwiesa mit Spaß gegen den amtierenden deutschen Meister anzutreten, haben zwei Spielerinnen die Möglichkeit gegen ehemalige Weltmeisterinnen eine Partie Schach zu spielen! Und wer weiß, vielleicht gibt es hier und da auch Erfolge für den Aufsteiger zu feiern. Weiterlesen

„Was braucht ein Schachspieler? Einen Spielpartner, einen Trainer, eine Schach-Bibliothek und einen Onlineschach-Zugang! FRITZ, das „populärste deutsche Schachprogramm“ bietet für Anfänger und Turnierspieler genau das.“  So wird das kürzlich in Version 15  erschienene Schachprogramm von seinem Hersteller angepriesen – Eine Rezension von „Fritz 15“ von UWE BEKEMANN

 

Auf die Meldung „Fritz 15 ist erschienen“ haben die Schachfreunde mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen reagiert. Diese wurden maßgeblich davon beeinflusst,

  • ob man Neuling oder „alter Hase“ ist,
  • was genau man am Computer in Sachen Schach machen möchte,
  • ob man schon eine Vorgängerversion hat,
  • ob man den Rechner für Nah-/Brettschach, Fernschach oder beides nutzen möchte

und sicherlich von noch manch anderen Kriterien darüber hinaus.

Fritz 15 ist quasi ein Paket, das eine ganze Reihe von Angeboten enthält. Über einen modern gestalteten Startbildschirm nimmt der Anwender die Weichenstellung vor. Dieser sieht wie folgt aus:

 

fritz-a-oberfläche

Abb. 1: Startbildschirm

 

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Vorbericht: Baden-Baden gegen Niederwiesa und Rodewisch

 

Die Maskottchen der Rodewischer Schachmiezen

Die Maskottchen der Rodewischer Schachmiezen

Am Wochenende spielen die Damen der OSG Baden-Baden die dritte Doppelrunde in der Frauenbundesliga. Am Samstag geht es ab 14 Uhr gegen den Tabellenletzten aus Niederwiesa, der den amtierenden deutschen Meister nicht allzu stark fordern sollte.

Wesentlich spannender dürfte dann das Match am Sonntag ab 9 Uhr sein, spielt man doch gegen den Gastgeber und Tabellenvierten aus Rodewisch, der immerhin Vizemeister Schwäbisch Hall in Runde  2 deutlich mit 5:1 bezwingen konnte. Bei zwei anvisierten Siegen könnte der Sprung auf Platz drei gelingen und der Anschluss an die Spitze gehalten werden.

 

Das tabellarische Spitzenspiel des Wochenendes dürfte die Begegnung zwischen dem Tabellenersten Bad Königshofen und dem Hamburger SK sein, der nach 5 Spielen überraschend den 2. Platz belegt. Falls Hamburg eine ähnlich starke Aufstellung wie gegen Baden-Baden an die Bretter bringt wäre eine weitere Liga-Überraschung im Bereich des Möglichen.

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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Kombiecke 91

Uwe KerstenDa der weitaus größte Teil aller Schachpartien durch Taktik entschieden wird – in diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert mit „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!” – setzen wir unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 91. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Bitte beachten Sie unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 91. Kombiecke!
[Quelle: Kombiecke von JugendSchach 01/2016, Seiten 29/30]

 

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Amateur Chess Organization ehrt drei Personen für ihr außergewöhnliches Engagement für den Schachsport mit Social Chess Award und einer Reise zur ACO-WM 2016

 

1AwardDas nenne ich einmal eine originelle Geburtstagsidee. Die einen feiern sich zumeist nämlich selbst, doch die Amateur Chess Organization [ACO] hat sich zu ihrem fünfjährigen Bestehen etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Wie uns ACO-Geschäftsführer Tobias Hirneise am heutigen Donnerstag [21. Januar] in einer E-Mail mitteilte, schreibt der Verband den ACO Social Chess Award aus, mit dem drei Personen für ihr außergewöhnliches Engagement für den Schachsport ausgezeichnet und kostenlos zur fünften ACO Amateur Schachweltmeisterschaft eingeladen werden.

 

Was die Bewerbung, so sind keiner Grenzen gesetzt. „Jeder kann sich bewerben oder einen anderen vorschlagen“, heißt es in der Ausschreibung.

 

Verliehen wird der ACO Social Chess Award in den folgenden drei Kategorien:

 

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Frauen-Bundesliga-Spitzenreiter SC Bad Königshofen steht vor schwerer Prüfung gegen den Hamburger SK – Eine Vorschau auf die dritte Doppelrunde von RAYMUND STOLZE

 

Walentina Gunina (by Zhaoqin Peng)

Walentina Gunina (by Zhaoqin Peng)

In der Frauen-Bundesliga bringt fast jeder Spieltag eine Spitzenbegegnung. Und die findet am kommenden Wochenende [23./24. Januar] in Friedberg statt, wo sich die Burgfräuleins als gute Gastgeberinnen zeigen wollen. Mit dabei sind Reisepartner SC Bad Königshofen sowie die beiden „Nordlichter“ Hamburger SK und Doppelbauer Kiel.

 

Na ja, für den Neuling von der Förde wird am Sonnabend gegen die SF Friedberg und tags darauf gegen Bad Königshofen nichts zu holen sein. Spannung versprechen dagegen die beiden Auftritte der HSK-Deerns. Zuerst steht Spitzenreiter Bad Königshofen [10:0/25,0] vor einer durchaus schweren Prüfung. Es sei nämlich daran erinnert, dass am zweiten Spieltag die Hamburgerinnen Titelverteidiger OSG Baden-Baden ein 3:3-Unentschieden abgetrotzt hatten.

 

Und damit waren die Frauen aus der Kurstadt gut bedient.

 

Entscheidend für den Ausgang dieses Matches wird sicherlich sein, ob es dem Meister von 2014 gelingt, die Mehrzahl seines gemeldeten Stammsechsers aufzubieten. Das wären Walentina Gunina, Zhao Xue – die Chinesin wurde in der Saison 2015/16 bisher noch nicht eingesetzt – Elisabeth Pähtz, Olga Girya, Josefine Heinemann und Lilit Mkrchjan – auch die Georgierin war noch nicht dabei. Allerdings ist auch die „Bank“ mit Anastasia Sawina [bisher 4,5/5], Maria Schöne [4/5] und Tatjana Melamed [3,5/4] bestens besetzt.

 

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