2016-04-20 RN Ein fragwürdiges Konzept-thumbnailDer „stärksten Schach-Liga der Welt“ laufen die Mannschaften davon – Von RAYMUND STOLZE

 

Am Sonnabend [30. April] hatten wir unter der Schlagzeile „Auch Hansa Dortmund zieht sich aus der Liga 1 zurück“ einen Beitrag veröffentlicht, der das uns bekannt gewordene Ergebnis der Jahresmitgliederversammlung des Vereins reflektiert.

 

Nun werden sich einige Besucher zu Recht wundern, dass der Artikel nicht mehr online steht.

 

Es scheint so zu sein, dass der neugewählte Vorstand intensiv Geldgeber sucht, um gegen die Meinung [oder Abstimmung?!] der Mitglieder doch noch weiter zu machen. So wurde entsprechend der Spielordnung des Schachbundesliga e.V. eine Terminverschiebung um eine Woche bis zum 8. Mai beantragt, um sich endgültig zu entscheiden.

 

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260 Denksportler kommen zum Schach-Festival nach Wunsiedel – Jan Fischer interviewt Turnierorganisator Ludwig Zier in der FRANKENPOST.

 

Herr Zier, neunmal haben Sie das Schach-Festival in Wunsiedel bereits organisiert.turniersaal Was wird zum kleinen Jubiläum anders?

 

Wir haben in mehrerer Hinsicht nochmals zugelegt. So ist der Preisfonds deutlich gewachsen – auf 8100 Euro. Eine Live-Übertragung im Internet gibt es jetzt von acht anstatt vier Spitzenbrettern. Und es kommen mehr Großmeister als in den Vorjahren, 16 oder 17 werden es wohl sein.

 

Erwarten Sie auch einen Rekord bei der Teilnehmerzahl?

 

Ich gehe davon aus, dass wir den Rekord brechen. Nach den Voranmeldungen liegen wir zurzeit knapp unter 270 Teilnehmern. Die Zahl wird sich bis zuletzt noch verändern, sodass wohl 260 ins Turnier starten werden. Die bisherige Bestmarke von 250 Teilnehmern stammt aus dem Jahr 2014. Bemerkenswert auch: Das Festival war schon Anfang März ausgebucht.

 

Hätten Sie beim ersten Turnier gedacht, dass es einmal ein derartiger Selbstläufer werden würde? … Weiterlesen

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Die Russin Walentina Gunina gewinnt das dritte Turnier der Grand-Prix-Serie der Frauen 2015/16 in Batumi und geht in der Gesamtwertung in Führung – Von RAYMUND STOLZE

 

Walentia Gunina: "Tal im Rock" (Foto: Turnierseite Batumi 2016)

Walentina Gunina: „Tal im Rock“ (Foto: Turnierseite Batumi 2016)

So langsam gewöhne ich mich daran, meine Artikel möglichst mit einer guten Nachricht zu beginnen. Was das Frauen-Schach angeht – hier ist sie: Es wird nun doch ein fünftes Turnier in der vierten FIDE-Grand-Prix Serie geben. Allerdings findet es nicht, wie Adrian Michaltschischin „orakelte“ in Kiew statt, obwohl der dortige Bürgermeister Wladimir Klitschko als Schachfan bekannt ist. Dagegen hat wohl gesprochen, dass die Honorare für die Frauen-Weltmeisterschaft, die im März in der ukrainischen Stadt Lwiw stattgefunden haben, angeblich immer noch nicht bei Hou Yifan, die den WM-Titel zurück geholt hat, und Maria Musitschuk gelandet sein sollen.

 

Nun raten Sie einmal, wer jetzt als Gastgeber einspringen wird, obwohl im FIDE-Kalender [http://www.fide.com/calendar.html] noch keine Infos zu lesen sind?

 

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Überraschung im Pokalfinale gegen Baden Baden – Text und Foto: SVEN NOPPES

 

Es war ein spannendes Finale. Im Großmeisterduell zwischen dem deutschen Nationalspieler LiPokalsiegerviu-Dieter Nisipeanu (Baden-Baden) und dem ehemaligen Nationalspieler Alexander Graf (Deizisau) gab es ein schnelles Remis. Bei schon etwas knapper Bedenkzeit von Graf war dieses Remis aus Baden-Badener Sicht vielleicht etwas früh. Das Team vom Neckar kam im Anschluss durch eine Niederlage am letzten Brett von Großmeister Maxime Lagarde gegen den Internationalen Meister Andreas Heimann in Rückstand. Es folgte ein weiteres Remis durch dreifache Zugwiederholung am Spitzenbrett zwischen dem Deizisauer Großmeister Rustem Dautov und Großmeister Georg Meier. Nach der Partie haderte Dautov mit der Punkteteilung, wahrscheinlich war mehr drin. In der letzten laufenden Partie war Großmeister Arkadij Naiditsch aus der Kurstadt bereits im Vorteil und verrechnete sich dann. Auf einmal lag der Deizisauer Großmeister Adrien Demuth vorne und es war klar, wenn er die Partie gewinnt, dass Deizisau sensationeller Pokalsieger ist. In der Feinwertung wird bei einem Unentschieden der Sieg an einem höheren Brett stärker gewichtet. Aber nicht vieles ist schwerer als eine gewonnene Partie zu gewinnen. Es dauerte noch eine Stunde. Demuth lies sich nicht mehr verwirren und holte den vollen Punkt und damit den großen Pott an den Neckar. Unglaublich!

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Stark besetzt, aber auch da gibt es Probleme!?

karjakin
Zu den offenbar vorhandenen Problemen (mit indirektem Bezug zur deutschen Schach-Bundesliga) komme ich noch, zuerst die konventionell-unkonventionelle Einleitung: live Gerade ist Norway Chess für Kramnik und Svidler vorbei, und nun sind sie nicht etwa zu Hause bei ihren Familien sondern in der neuen russischen Schachhochburg Sotschi, Austragungsort der russischen Mannschaftsmeisterschaft. Beide spielen, in Stavanger hatte Svidler stattdessen kommentiert. Reden werden sie wohl auch, jedenfalls zwischen den Runden zumindest mit ihren Teamkollegen (Kramnik lobte die Atmosphäre in seinem Team), eventuell – falls es Pressekonferenzen gibt – in diesem Rahmen auch mit- bzw. durch- bis gegeneinander (gab es bereits): Beide spielen an Brett 1, damit sitzen sie sich wohl (es wird doppelrundig gespielt) zweimal gegenüber.

 

Neben diesen beiden nenne ich zunächst die neun anderen mit aktuell Elo über 2700: Karjakin (Titelfoto von David Llada), Grischuk, Dominguez, Jakovenko, Bu Xiangzhi, Tomashevsky, Vitiugov, Malakhov, Nepomniachtchi. Diverse andere hatten auch schon einmal 2700+ auf ihrem Konto oder waren bzw. sind sehr nahe dran – Matlakov, Rublevsky, Rodshtein, Inarkiev, Korobov, Kamsky (letzter in dieser Liste da er seinen Karrierehöhepunkt wohl hinter sich hat). Najer hat immerhin das Aeroflot-Open gewonnen und darf deshalb dieses Jahr in Dortmund spielen, Fedoseev, Artemiev und Dubov sind Jungstars, usw. – nur vier von vierzig Spielern sind keine Grossmeister.

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Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST

 

Bronstein-Move-by-Move_Cover_everyman_2Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“ hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 5!

 

David Bronstein sah das Schachspiel nicht als Wissenschaft oder Sport an, sondern als Kunst. Er spielte gerne undurchsichtige Varianten, deren Idee sich auf den ersten Blick nicht sofort erschließt. Nicht selten erfüllt den Betrachter eine Magie, wenn er die Partien des Ukrainers analysiert.

 

Auch seine Gegner hatten großen Respekt vor ihm. Ein guter Freund und Konkurrent in der Turnierarena war Michail Tal, welcher den Beinamen „Hexer von Riga“ trägt. Der Lette verwirrte seine Gegner mit Opfern, von denen man auf den ersten Blick glaubt, dass sie nicht gehen können. Mit Erfolg: Tals Kontrahenten konnten seine Varianten selten widerlegen.

 

Ob die Opfer nun korrekt waren oder nicht: Man muss anerkennen, dass der Tal einer der besten Spieler seiner Zeit war. Er schaffte sogar das, was David Bronstein verwehrt blieb: Der „Hexer von Riga“ besiegte den Patriarchen der Sowjetischen Schachschule Michail Botwinnik im WM-Kampf 1960 und setzte sich die Schachkrone auf. Obwohl Tal den Weltmeistertitel am kürzesten innehatte („nur“ 1 Jahr), ist er einer der beliebtesten Champions aufgrund seines optimistischen und opferreichen Spiels.

 

In zahlreichen Partien spielten die beiden Weltklassespieler Michail Tal und David Bronstein gegeneinander. Es waren immer enge Kämpfe, die nicht selten von riskanten Opfern und überraschenden Pointen geprägt waren.

 

Im Jahre 1966 trafen die beiden Magier anlässlich eines Schaukampfes in Moskau aufeinander. Der Name Schaukampf sagt es schon: Es ging nicht darum, dass Publikum mit sterilen Zugfolgen zu langweilen. Im Gegenteil: Die Zuschauer sollten vielmehr Zeuge eines großen Spektakels werden. Liebe Leser, sehen Sie am besten selbst!

 

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Meister SG Solingen beendet zehnjährige Erfolgsserie der Kurstädter – Von Hartmut Metz

 

Nikolic – Heinemann: Schwarz (in Verluststellung) erlaubt – mit Absicht – ein hübsches Matt in Zwei

Nikolic – Heinemann: Schwarz (in Verluststellung) erlaubt – mit Absicht – ein hübsches Matt in Zwei

Das darf doch nicht wahr sein, dass mir die Jungs heute so einen Stress machen“, plagten Herbert Scheidt im letzten Spiel der Bundesliga-Saison arge Zweifel. Seine Mannen der SG Solingen mühten sich ausgerechnet gegen den Absteiger SV Griesheim wie gegen kaum einen anderen Gegner. Doch metzwie erklärte Großmeister Alexander Naumann gegenüber dem „Solinger Tageblatt“: „Gegen schwache Mannschaften flippen wir manchmal aus.“ Doch diesmal flippte der deutsche Rekordmeister nicht komplett aus und rettete sich mit einem 5:3-Sieg und 28:2 Punkten über die Ziellinie. Der zwölfte Titel ist der erste seit 1997! Vor allem die OSG Baden-Baden ließ die Klingenstädter nach der Jahrtausendwende dauernd über die Klinge springen. Zuvor hatte Solingen zusammen mit der SG Köln-Porz und Bayern München die Szene jahrzehntelang beherrscht. Diesmal kam die OSG jedoch gegen das Gründungsmitglied der Bundesliga nicht über ein 4:4 hinaus und patzte vor allen Dingen gegen Werder Bremen. Die erst zehnte Niederlage in 13 Bundesliga-Jahren erwies sich als eine zu viel!

 

Mit 27:3 Punkten blieb damit „nur“ Platz zwei vor den Werderanern (25:5) und Schwäbisch Hall (20:10).

 

„Ich gehe davon aus, dass Baden-Baden das sehr ärgern wird – und sie in der nächsten Saison ganz stark antreten werden, um uns den Titel wieder abzunehmen“, ahnt Solingens Vorsitzender Oliver Kniest und blickt auch gleich voraus, „es wäre vermessen zu sagen, wir würden nächstes Jahr wieder deutscher Meister – aber wir wollen Baden-Baden selbstverständlich erneut ärgern.“

 

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Mai 2016: Niederlage

 

Die außergewöhnlichen Schachfotos von Christiane Köhne sind durch ihre Ausstellungen beim Sparkassen Chess-Meeting dem interessierten Publikum zugänglich geworden. Es begann 2013 mit Voilà Schach, 2014 folgte Schach-Momente und 2015 Schach ist mehr. In der Serie Schachfoto des Monats zeigen wir inzwischen ihr fünftes Foto!


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Ultimate-Blitz Challenge in St. Louis war ein voller Erfolg – Nakamura siegte und Kasparov glänzpartiente. Allerdings nicht gegen Weley So in Runde 10.

 

Auf Facebook schrieb ein namhafter GM: „Für mich war die Partie So gegen Kasparov die beste Blitzpartie, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Sie wird in die Geschichte eingehen“. Ist das auch Eure Meinung, liebe Schachfreunde?

 

 

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Vom 25.05.16 bis 29.05.2016 findet – wie in den vergangenen Jahren – das inzwischen für viele Schachsportler zur gerne besuchten Pflichtveranstaltung gewordene „Unser Fritz“-Open, in Verbindung mit der Einzelmeisterschaft des Schachverband Ruhrgebiet statt.

 

Ein Turnier, das jetzt bereits zum 3. Mal als Kombinationsveranstaltung auf dem Programm steht. Da sich diese Art des Doppelturniers inzwiufo7schen (sowohl nach Meinung der SVR-Spielleitung, als auch der Organisatoren des Open) bewährt hat, wurde beschlossen, eine solche Vorgehensweise dauerhaft zu etablieren.

 

Es gibt mehrere Gründe für den Erfolg dieser Inszenierung. Mal abgesehen vom Termin, nämlich dem langen Fronleichnamswochenende, sowie dem erstklassigen Ambiente, sind auch turnierspezifische Parameter von Bedeutung. In den letzten Jahren konnten jeweils etwa 100 Teilnehmer gezählt werden, wovon ca. 50 % aus dem Einzugsbereich des SVR kamen – also ein durchaus beachtlicher Zuspruch für eine regionale Meisterschaft. Zudem ist auch das Leistungsniveau mehr als beachtlich, denn es konnten sich ausnahmslos Titelträger in die Siegerliste eintragen und über die Hälfte der Mitwirkenden lag über TWZ 2000. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, dass die Preisgelder addiert werden, falls die Gewinner als Open-Akteure auch dem Schachverband Ruhrgebiet angehören. Die Qualifikanten des SVR sind übrigens startgeldfrei.

 

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Am Ende gewinnt Carlsen

Carlsen-Eljanov

Dabei hat er in den letzten drei Runden – Schwerpunkt dieses Berichts – jeweils etwas für dieses Turnier für ihn Neues gezeigt: In Runde 7 eine neue Idee in der Eröffnung – dass sie wunderbar funktionierte, lag allerdings auch an der gegnerischen Reaktion. In Runde 8, dass nicht nur seine Gegner, sopartienndern auch er selbst einfach schlecht spielen kann/können. In Runde 9, dass er auch dann gewinnen kann, wenn der Gegner nicht bereits die Eröffnung vergeigt. Insgesamt hat er durchaus verdient gewonnen, und sei es nur (wie Giri in seiner letzten Pressekonferenz sagte) weil sich sonst niemand um den Turniersieg „beworben“ hat. Am ehesten, meinte jedenfalls Kommentator Svidler, Aronian – der allerdings erst spät aufdrehte.

 

Das ist jedenfalls der Endstand: Carlsen 6/9, Aronian 5.5, Vachier-Lagrave, Topalov, Kramnik 5, Li Chao, Harikrishna 4.5, Giri 4, Eljanov 3, Grandelius 2.5. Die Turnierseite hat nach Runde 5 keine Fotos mehr, einige wenige gibt es auf Facebook, darunter das Titelfoto vor Beginn der letztlich turnierentscheidenden Partie Carlsen-Eljanov und ein weiteres unten im Text. Und die (für mich) grösste Überraschung des Turniers habe ich mit Screenshots aus der Liveübertragung selbst bildlich dokumentiert.

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Anmerkungen zum Rückzug des Erfurter SK aus der 1. Schachbundesliga – Von THOMAS CASPER & CHRISTIAN TROYKE 

 

Mannschaft des Erfurter SK

Mannschaft des Erfurter SK

Der Erfurter SK gibt hiermit bekannt, die durch den Rückzug von Emsdetten erhaltene Spielberechtigung für die Saison 2016/17 in der 1. Schachbundeliga nicht wahrzunehmen und wieder in der 2. Bundesliga anzutreten. Die Entscheidung in der Vorstandssitzung am 28.04.2016 fiel recht leicht, da wenig für einen Verbleib in der 1. SBL spricht, aber für einen Verein von der Größe des ESK viel dagegen.

 

Als reiner Amateurverein ist die Finanzierung einer Saison in der 1. SBL eine Gratwanderung. Gesunde Finanzen haben für den ESK jedoch Priorität – monetäre Abenteuer können und wollen wir uns nicht leisten. Bis wenige Tage vor Abschluss der Saison 2015/16 war nicht sicher, ob wir sportlich die Klasse halten können. Sponsorenakquise ist unter diesen Voraussetzungen äußerst schwierig. Nachdem nun am 24.04.2016 klar war, dass der ESK nicht absteigen muss, hatten wir genau eine (!) Woche Zeit, eine solide Finanzierung für die Saison 2016/17 auf die Beine zu stellen. Warum der Schachbundesliga e.V. die verbindliche Meldefrist für die kommende Saison bereits auf den 01.05.2016 terminiert hat, erschließt sich uns leider nicht. Ein wesentlicher Aspekt für unseren Rückzug ist daher der ungemein knappe Meldetermin, der uns die finanzielle Sicherung für eine weitere Saison in der 1. SBL unmöglich macht.

 

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Der etwas andere Rückblick auf die Bundesliga-Saison 2015/16 – Zusammengestellt von RAYMUND STOLZE

 

Manchmal zähle ich den ganzen Tag und zähle alles was ich mag!

Ich zähle langsam, langsam, langsam und dann immer schneller,

und ich merke bald, es gibt für mich kein´ Halt!

Das Lied von Graf Zahl

 

Ich liebe Zahlen, und so war in der guten alten „Sesamstraße“, die ich „gezwungener Maßen“ mit unseren Kindern im Fernsehen anschauen musste, natürlich Graf Zahl meine Lieblingsfigur – sieht man einmal von Ernie und Bert ab. Schach haben übrigens alle drei wohl niemals gespielt …

 

zahlen_spieleWas Graf Zahl angeht, liegt es eben auf der Hand, dass ich zum Abschluss der Bundesliga-Saison 2015/16 deshalb einen etwas anderen Rückblick zusammengestellt habe. Wobei ich gern auf einen ergänzenden statistischen Beitrag meines geschätzten Kollegen Marc Lang auf der Webseite der Schach-Bundesliga verweise [http://schachbundesliga.de/bundesliga/saison-201516-die-statistiken]. Vielleicht können wir solche Zahlenspiele in der nächsten Spielzeit zusammen machen. Unsere Besucher können von einer solchen „Bündelung der Kräfte“ nur gewinnen.

 

Also, lege ich einmal los, wohl wissend, dass mein Mitstreiter Bruno Müller-Clostermann vor der nicht zu unterschätzenden Herausforderung steht, wenn er diese Zahlenspielerei erhält, sie auch entsprechend optisch attraktiv zu präsentieren!

 

Die Steilvorlage habe ich auch schon gefunden, denn die Frage lautet: Wie viele Frauen kamen in den 16 Teams zum Einsatz? Na, wissen Sie es?

 

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Interview mit Großmeister Gennadi Sosonko in der neuesten Ausgabe von Schach

 

Interview

Der Leningrader bzw. St. Petersburger emigrierte 1972 aus der Sowjetunion und siedelte sich nach einem Zwischenstop in Israel in den Niederlanden an. In seiner besten Zeit als Spieler zählte »Genna« zur erweiterten Weltspitze und vertrat seine neue schach_tickerHeimat von 1974 bis 1996 auf insgesamt elf Schacholympiaden.

 

In den Niederlanden spielte Sosonko für die Mannschaft von Volmac Rotterdam, mit der er dreimal am European Club Cup teilnahm und als größten Erfolg 1988 den dritten Platz erreichte. In der deutschen Bundesliga spielte er von 1981 bis 1983 für Königsspringer Frankfurt, in Belgien für Anderlecht, mit denen er am European Club Cup 1990 teilnahm.

 

Zunehmend widmete er sich der schachpublizistischen Tätigkeit und verfasste zahlreiche Bücher und Artikel, in denen er seine persönlichen Erinnerungen an die großen Schachmeister des 20. Jahrhunderts literarisch verarbeitete. Sosonko ist heute 72 Jahre alt und lebt in Amsterdam – wenn er nicht gerade als Ehrengast und/oder Kommentator auf großen Turnieren weilt.

 

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Ein lesenswerter Beitrag von Johannes Fischer auf Zeit-Online

 

Garri Kasparow liebt die Show, den großen Auftritt, bei dem er im Mittelpunkt steht. Einen solchen hatte der Ex-Weltmeister im Anschluss an die US-Meisterschaften im Schach, die Anfang dieser Woche in St. Louis zu Ende gingen. Kasparow kündigte an, i1n einem Blitzturnier gegen die drei Ersten der Meisterschaft anzutreten. Vier Spieler, jeder spielt gegen jeden sechs Partien, 18 Runden Blitzschach der Weltklasse. Die erste Runde beginnt am Donnerstag, den 28. April, um 13 Uhr Ortszeit, in Berlin ist es da 20 Uhr, am Freitag folgt die zweite Hälfte des Turniers. Der Veranstalter überträgt das Spektakel live auf seiner Turnierseite und so kann die Schachwelt zuschauen, wie gut Kasparow noch spielt.

zeit_Online

Doch um in diesem Viererturnier zu bestehen, muss der Ex-Weltmeister so gut wie zu seinen besten Zeiten spielen. Seine Gegner zählen zur absoluten Weltspitze und den größten Talenten ihrer Generation: Fabiano Caruana, der Sieger der US-Meisterschaft 2016, ist 23 Jahre jung und Nummer drei der Weltrangliste, Hikaru Nakamura rangiert mit 28 Jahren auf Nummer sechs der Weltrangliste und Wesley So ist mit 22 Jahren die Nummer zehn in der Welt… Weiterlesen

Dominanz von Israel und Russland bei der Europa-Mannschaftsmeisterschaft. Jetzt ruft die Weltmeisterschaft!

 

ESTCC2016_PosterUnter dem Kürzel ESTCC 2016 fand vom 18.4. bis 28.4.2016 in einer Ferienanlage auf Chalkidiki im südlichen Griechenland die „European Senior Team Championship“ statt.

 

Ausrichter war die ECU (European Chess Union), also nicht die FIDE, die ihrerseits an gleichem Ort und zu gleicher Zeit eine Amateur(!)weltmeisterschaft in drei Elo-Klassen (U2300, U2100, U1700) mit 160 Teilnehmern durchführte, ein Turnierformat, das vor einigen Jahren von der ACO (Amateur Chess Organization) eingeführt worden war und von der Schachwelt anfangs skeptisch beobachtet wurde. Es gibt also künftig mehrere Amateurweltmeister, jeweils von der FIDE und der ACO. Die ACO wird auf der Insel Kos in wenigen Wochen ihre nächste Amateurweltmeisterschaft durchführen, in 7 Klassen von U1200 bis U2400.

 

Nach dieser Abschweifung bezüglich Terminplanung von FIDE, ECU und ACO zurück zu den Senioren. Wie fast zu befürchten, war das Teilnehmerfeld in beiden Sektionen 50+ und 65+ sehr überschaubar, in Summe nur 18 Mannschaften.

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

SchachGlobus

KombiEcke 105

UweKersten_Sommercamp_2014Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 105. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

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Ein außergewöhnliches Projekt eines außergewöhnlichen Vereins – Ein Bericht von CORINNA JORDAN mit einer Einführung von RAYMUND STOLZE

 

Schach in der KiTa Pusteblume (Foto: Peter Wölk)

Schach in der KiTa Pusteblume (Foto: Peter Wölk)

Es tut sich seit einiger Zeit wirklich etwas für die Zukunft des Königlichen Spiels in Deutschland – und das speziell im Osten der Republik. Dr. Dirk Jordan, der rührige und ebenso kreative Schachorganisator aus Dresden, hatte mich aufmerksam gemacht auf den Verein Kinderschach in Deutschland e.V. [http://kinderschach-in-deutschland.de/], der sich vorrangig an Kinder und pädagogisches Personal in Bildungseinrichtungen wendet.

 

Und weil der Mann ein Macher ist – er war vor gut drei Jahren beim Projekt „Kinderschach in Mitteldeutschland“ eingestiegen – hat der studierte Pädagoge gemeinsam mit Harald Niesch zwei unverzichtbare Kinderschach-Übungshefte verfasst und für Erzieher, Lehrer und Großeltern zur Unterstützung einer langfristigen Projektarbeit noch zwei unverzichtbare Methodik-Broschüren dazu.

 

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Großartiges Schachereignis in Schweden mit Live-Übertragung – 30. April bis 8. Mai

 

Stockholms Schachclub, Schacksällskap, feiert sein 150- jähriges Bestehen mit einem großen Open im ehrwürdigen Hotel Scandic Hasselbacken im pdfHerzen von The Royal Djurgården in Stockholm (Schweden). Fast 400 Spieler alogotypehasselbackenus aller Welt haben sich bereits angemeldet. Darunter 40 Großmeister, 29 Internationale Meitser und 37 Fidemeister. Gespielt wird vom 30. April bis 8. Mai im Hotel Scandic Hasselbacken, mitten im Zentrum von Stockholm, in der oberen Etage des Hotels mit Blick auf den Vergnügungspark Gröna Lund und das ABBA-Museum.

 

Gründer des Schachclubs war kein Geringerer als der Nordpol-Forscher A. E. Nordenskiöld. Stefan Lindh, Vorsitzender des Schachclubs heute, freut sich auf das großartige Ereignis. Am Abend vor dem Open, 29. April, wird es mit ca. 100 liveGästen ein großes Bankett geben.

 

Auszug aus der Teilnehmerliste:
1 GM 2736 Andreikin Dmitry RUS 2 GM 2686 Shirov Alexei LAT 3 GM 2682 Almasi Zoltan HUN 4 GM 2673 Postny Evgeny ISR 5 GM 2665 Smirin Ilia ISR 6 GM 2663 Adhiban B. IND 7 GM 2660 Tkachiev Vladislav FRA 8 GM 2658 S.P Sethuraman GM IND 9 GM 2654 Predojevic Borki BIH 10 GM 2648 Vidit Santosh Gujrathi IND 11 GM 2644 Berkes Ferenc HUN 12 GM 2643 Krishnan Sasikiran IND 13 GM 2625 Mareco Sandro ARG 14 GM 2621 Bachmann Axel PAR 15 GM 2620 Onischuk Vladimir UKR 16 GM 2618 Landa Konstantin RUS 17 GM 2617 Sébastien Mazé FRA 18 GM 2607 Savchenko Boris RUS 19 GM 2604 Bok Benjamin NED 20 GM 2591 Goganov Aleksey RUS …

Turnierseite

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Professionell gemachte Schachzeitung kommt gut an – Im Internet gefunden von JOACHIM TALARSKI

 

1Frank Schmidt, zuständiger und verantwortlicher Redakteur für den Landesverband Baden, hat eine beeindruckende Internet-Zeitung  entwickelt. Es ist dies bereits die 5. Ausgabe dieser Art und gelang leider erst jetzt ins Blickfeld des Betrachters.

 

Es handelt sich um eine wunderbare Illustration im Verhältnis von Text und Bild. Die doppelseitige Visualisierung vermittelt den Eindruck eines originellen Erscheinungsbildes und kann getrost als Corporate Identity bezeichnet werden.

 

Darüberhinaus lässt der Autor kein Thema aus. Von Turnierausschreibungen über Bezirke und Vereine, dazugehörige Tabellen, Projekte im Ausland, Schachjugend und sogar Geburtstage der Aktiven ist alles dabei, was das Schachherz begehrt und geben dem Ganzen eine persönliche Note. Der neutrale Beobachter kann dem Schachverband Baden und den handelnden Personen nur gratulieren zu einer wirklich lesenswerten, exorbitanten Internet-Zeitung!!

 

Die Online-Zeitung kann als PDF-Datei heruntergeladen werden. Klicken Sie bitte auf dieses 1 Symbol  oben über der Titelseite im Menü.

 

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Vom internationalen Ländervergleichskampf in La Tour-de-Peilz am Genfer See berichtet die amtierende EU-Meisterin U14 JANA SCHNEIDER

 

Siegerehrung: Deutsches Team auf Platz 1 (Foto: http://www.swisschess.ch/news-112/items/chess-talents.html)

Siegerehrung: Deutsches Team auf Platz 1

Das erste „Chess Talents“ fand vom vergangenen Freitag bis Sonntag [22. bis 24. April] in der Schweiz in La Tour-de-Peilz am Genfer See statt. Die Veranstaltung war ein Ländervergleichskampf in 6-er Teams, die aus drei U18 und drei U14 Spielern bestanden, davon musste jeweils mindestens ein Mädchen zum Einsatz kommen.

 

Teilnehmer waren neben den Gastgebern Italien, Frankreich und Süddeutschland. Knapp konnten wir diesen Wettkampf für uns entscheiden, aber eins nach dem anderen.

 

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Die Grundschule Klettham hat das Qualitätssiegel „Deutsche Schachschule erhalten – Ein Beitrag von WALTER RÄDLER

 

Über diese Auszeichnung freu0001ten sich Eltern, Lehrer, Schülerinnen und Schüler genauso wie unsere Schachtrainer. Freude herrschte aber auch darüber, dass wichtige Gäste gekommen sind und den Weg in das schöne Foyer gefunden haben. Frau Bruns, die Schulleiterin begrüßte Herrn Oberbürgermeister Max Gotz, Herrn Walter Rädler, Mitglied im AK Schulschach und 1. Vorsitzender der Deutschen Schulschachstiftung, Frau Noreisch, 1. Vorsitzende des Fördervereins, Frau Mülders, 1. Vorsitzende des Elternbeirates, sowie weitere Mitglieder des Elternbeirates und Fördervereins und die Schachtrainer Herrn Dr. Rusche, Frau Palotas und ihren Sohn Oliver.

 

Die Grundschule Klettham hat in den letzten 5 Jahren eine enorme Entwicklung erlebt, auf die alle sehr stolz sind. Als erstmals 2012 das Unterrichtsfach Schach in den Ganztagsklassen eingeführt wurde, war es nicht abzusehen, dass sie Deutsche Schachschule werden. Sie wussten auch nicht, ob die Schülerinnen und Schüler Schach überhaupt mögen würden. Schon bald waren sie mit Begeisterung dabei und die ersten Turniere motivierten zusätzlich. Die strahlenden Gesichter kann man nicht vergessen, wie die Kinder mit ihrem 1. Pokal in die Schule zurückkamen.

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Kann Garry Kasparov noch mit den „Jungen Wilden“ mithalten?

 

 

Die US-Einzelmeisterschaft ist entschieden. Bei den Männern holte der Neuamerikaner GM Fabiano Caruana den Titel und bei den Frauen  überraschend IM Nazi Paikidze. Am Donnerstag dieser Woche (28.4.) schließt sich  ein besondernakamuraes Ereignis an. Garry Kasparov nimmt teil an einem Blitzturnier über live6 Runden, wobei jede „Runde“ aus einem Turnier „Jeder-gegen-Jeden“ besteht, d.h. insgesamt 18 Partien pro Teilnehmer.  Weitere Teilnehmer sind die ersten drei der US-Meisterschaft der Männer, also Fabiano Caruana, Wesley So und Hikaru Nakamura. Man darf gepannt sein, wie Kasparov sich, nach langer Pause, gegen diese Hochkaräter schlägt. Die Bedenkzeit pro Partie beträgt 5 Minuten mit einem Aufschub von 3 Sekunden pro Zug (aber ohne Inkrement!), eine hierzulande unübliche Form der Bedenkzeitregelung. Gespielt werden am Donnerstag 3 Runden (=9 Partien pro Teilnehmer) und 3 Runden am Freitag (ebenfalls 9 Partien pro Teilnehmer). Beginn der Partien ist um 20 Uhr deutscher Zeit.

 

Der Gewinner des Blitzturniers erhält 20.000 US-Dollar, die Nächstplatzierten 15.000/ 10.000/ 5.000 US-Dollar. Kasparov hat bereits angekündigt, dass er das Preisgeld für das amerikanische Olympiateam spenden wird.

 

Kasparovs Spielstil ist angriffslustig, aggressiv  und dynamisch. Ein ähnlicher Spielstil wie Nakamura, der ebenfalls einen aggressiven Spielstil bevorzugt. Auf das Zusammentreffen dieser beiden darf man besonders gespannt sein.

Turnierseite

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Vorschau und was vor dem Turnier bereits alles passierte

Li Chao (Grenke Chess Open)
Normalerweise hat eine Turniervorschau (von mir) etwa diese Elemente: Wer spielt mit, wo und wann wird gespielt, eventuell wer kommentiert das live im Internet, eveliventuell Prognosen, eventuell ein paar Worte zur Geschichte des Turniers. Norway Chess 2016 hat mehr zu bieten, da es bereits vorab diverse Aufregungen gab. Die Konkurrenz hatte oft tagesaktuell berichtet, ich werde das ungefähr chronologisch zusammenfassen – aber zuerst das konventionelle Element, die nach momentaner Elo sortierte aktuellste Teilnehmerliste: Carlsen, Kramnik, Giri, Vachier-Lagrave, Aronian, Eljanov, Harikrishna, Li Chao, Topalov, Grandelius.

 

Bei Titelfotos versuche ich immer, etwas Abwechslung einzubauen, daher heute ein Spieler der – in der Rubrik GM-Turniere – wohl noch nie abgebildet wurde. Das ist ein ziemlich aktuelles Foto von Li Chao – vom Grenke Chess Open über Ostern in Karlsruhe. Derlei Turniere und Mannschaftskämpfe spielte er bisher vor allem – warum er nun ein Weltklasse-Rundenturnier mitspielen darf und worauf er dafür vorläufig verzichtete, dazu später mehr.

 

Die Vorgeschichte ab ca. Januar 2016 in Stichworten: Bisher war Norway Chess 2013 Anfang/Mitte Mai (zwischen zwei damals existierenden russischen Superturnieren, siehe unten), 2014 Anfang Juni, 2015 Ende Juni. Dieses Jahr wählten sie die zweite Aprilhälfte, um eine Kollision mit einem anderen „Schachturnier“ zu vermeiden. Denn wie sagte (nicht etwa Lukas Podolski, sondern) der inzwischen auch international bekannte, u.a. auch in niederländischen Medien erwähnte, Jan Böhmermann: „Fussball ist wie Schach, nur ohne Würfel“ – und im Juni wird die Fussball-Europameisterschaft ausgetragen. Das war der offizielle Grund für die Terminverlegung von Norway Chess. Die Ausrichter wussten, dass es damit relativ kurz nach dem Kandidatenturnier und zumindest zeitnah zum üblichen Termin der US-Meisterschaften lag, beides hatte später Folgen.

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

SchachGlobus

KombiEcke 104

UweKersten_Sommercamp_2014Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 104. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

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Spielt Hou Yifan doch mit?

Nisipeanu

 
Einerseits ist dieser Artikel voreilig, da noch keine Details bekannt sind. Andererseits reizt es mich, über etwas zu schreiben, was anderswo offenbar kaum registriert wurde. Von einem Kollegen eventuell schon, aber er bzw. sein Arbeitgeber hat es nur nebenbei auf Twitter zweiterwähnt. Worum geht es? Lange war unklar, ob es auch im nächsten WM-Zyklus eine Grand Prix Serie gibt. Vor vier Tagen hat FIDE auf Twitter den Schleier etwas gelüftet: „New FIDE Grand-Prix format, four 9-round swiss events: Oct 2016, Feb, May, July 2017. More details soon!“. Agon/worldchess schreibt da gerne „watch this space!“ – das hat FIDE nicht übernommen. Also etwas später als geplant – das erste Turnier sollte eigentlich im Mai stattfinden – und nach Schweizer System, demnach sicher mit mehr Teilnehmern. Da wäre wohl Platz u.a. auch für Hou Yifan, die beim GP der Damen keine Lust mehr hat.

 

Aber das Titelbild gebe ich einer anderen „Dame“, die trotz Pferdeschwanz bei Damenturnieren nicht spielberechtigt ist. Auch Liviu-Dieter Nisipeanu wäre eventuell dabei – um eine „wichtige“ Rolle zu spielen müsste er besser abschneiden als bei Tata Steel Chess im B-Turnier, daher stammt das Foto von Alina l’Ami. Wichtige Rolle hiesse mindestens einmal im Preisgeld-Bereich, mehr (Qualifikation für das nächste Kandidatenturnier) ist wohl unrealistisch.

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Ganguly tiebreak-gleicher als Vallejo, Jones tiebreak-gleicher als Akopian

Akopian
Zwei offene Turniere stehen nun im Schatten von Norway Chess – wobei in beiden Fällen angesichts hochsommerlicher Temperaturen Schatten bzw. ein klimatisiertes Spiellokal vielleicht durchaus willkommen war. Eines hatten beide Turniere gemeinsam: Zwei Spieler teilten sich den ersten Platz, einer hatte den leicht besseren Buchholz-Tiebreak, obwohl der andere im Turnierverlauf recht deutlich stärkere Gegner hatte. Daher nenne ich beim Endstand für die beiden Sieger in Klammern Buchholz und TPR:

 

Bangkok: Ganguly (53.5, 2665) und Vallejo (52.5, 2712) 7.5/9, Bok, Khairullin, Sunilduth, Gustafsson, Sipila, Gordon 7. Alle ausser dem Finnen IM Sipila sind Grossmeister, wie auch van Wely (klar Wertungsbester nach allen Kriterien mit 6.5/9), Short (diesmal nur 6/9) und noch einige andere Turnierteilnehmer.

 

Dubai: Jones (49.5, 2769) und Akopian (49, 2831!) 7.5/9, Savchenko, Fier, Vidit, Darini, Bruzon, Antipov 7 – alle Grossmeister, wie auch diverse noch nicht genannte und nach Elo höher einzuschätzende.

 

Fotos stammen jeweils von der Turnierseite – Bangkok hier, Dubai hier. Alles was ich für Vladimir Akopian tun kann, ist ihm und nicht Gawain Jones das Titelfoto geben.

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Remisschieberei in Mannschaftskämpfen – Betrug oder Normalität? – Eine Betrachtung von JOACHIM TALARSKI

 

Am 10. 04. 2016 fand in der Bezirksliga das letzte Meisterschaftsspiel zwischen SV Datteln und SV Erkenschwick II statt. Besser gesagt: Es wurde nicht einmal der Versuch unternommen, die „Puppen“ zu bewegen. Laut FM Heiko Kumm107b-Fairplay-Remis.96kerow fand kurz darauf eine Facebook-Diskussion statt, in der es um dieses Thema ging. Angeblich war eine Mehrheit der Erkenschwicker für Schiebung, so dass sich die Minderheit beugen musste. Dieser Eintrag wurde kurzfristig gelöscht, vermutlich weil sich das schlechte Gewissen meldete oder weil man Konsequenzen von Seiten des Verbandes fürchtete.

 

Diese Ergebnisabsprache (Schiebung) hat zur Folge, dass Erkenschwick als Tabellenzweiter in die Verbandsklasse aufsteigt und Datteln dem Abstieg entronnen ist. Leidtragende sind Vereine wie SV Hullern und Unser Fritz II. Die einen müssen absteigen, während die anderen den Aufstieg knapp verpasst haben.

 

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Beim dritten Turnier der vierten Auflage 2015/16 der Frauen in Batumi ist Maria Musitschuk die große Favoritin – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE

 

Nach Gewinn des WM-Titels in Lwiw: Hou Yifan mit Trainer Vladimir Chuchelov (Foto: Vitaliy Hrarbar)

Nach Gewinn des WM-Titels in Lwiw: Hou Yifan mit Trainer Vladimir Chuchelov (Foto: Vitaliy Hrarbar)

 

Wie heißt es so schön: Die Karawane zieht weiter … In diesem Fall die FIDE-Grand-Prix-Serie der Frauen 2015/16, die vom 19. April bis 3. Mai Station in Batumi macht. Nach Monte Carlo im Oktober vergangenen Jliveahres [Siegerin Hou Yifan] und Teheran [hier gewann Ju Wenjun] findet in der Hafenstadt am Schwarzen Meer die dritte Etappe dieser Veranstaltung statt. Bestätigt ist auch bereits das vierte Turnier im chinesischen Chengdu [1. bis 15. Juli], und wie Adrian Michaltschischin in SCHACH Heft 4/2015 berichtet, will Geofrey Borg, der FIDE-Verantwortliche für den Grand Prix, „noch zwei weitere Turniere auf die Beine stellen, damit die Serie wieder deren sechs umfasst. Gute Chancen bestehen dafür in Kiew, der dortige Bürgermeister Wladimir Klitschko ist als Schachfan bekannt“.

 

Auf dem FIDE Presidential Board Meeting in Moskau [28.-29. März 2016] wurde allerdings inzwischen präzisiert, dass es endgültig fünf Turniere geben wird und jede der 20 Teilnehmerinnen – da fehlt noch eine genaue Liste – drei Wettbewerbe spielen muss, deren Resultat dann in die Gesamtwertung eingeht.

 

Wenn man das Teilnehmerfeld in der Hauptstadt Adschariens im südwestlichen Georgien betrachtet, so dürfte nicht nur ich leicht irritiert sein. Neben den „Gesetzten“ um die Musitschuk Schwestern Maria [Aktuelle Weltrangliste vom 1. April Platz 4] und Anna [6] sowie Alexandra Kostenjuk [5], Nana Dsagnidse [8], Harika Dronavalli [11], Zhao Xue [14], Walentina Gunina [16] und Nino Batsiashwili [25] tauchen völlig neue Gesichter auf. Dass der gastgebende nationale Verband eine Wildcard erhält – in Monte Carlo fiel sie an Almira Skripchenko – ist laut Reglement normal. In Batumi profitiert davon das Duo Bela Khotenashwili [17] und Lela Javakhishwili [22], dazu kommen ferner die Armenierin Elina Danielijan [42/Elo 2445] und die Russin Olga Girya [44/2442]. Was dann doch eher verwundert.

 

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Stark besetzte Meisterschaft ist in 7 Tagen entschieden

 

Die „Russische Mannschaftsmeisterschaft“ der Männer, Frauen und Senioren, findet vom 1. bis 11. Mai in Sotchi, im Hotel Pearl statt. Der 6. Mai ist ein liveRuhetag. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest der

karjakin

GM Sergey Karjakin, Elo 2779 (Foto: David Llada)

Partie, zzgl. 30 Sek. pro Zug. Die „Russische Mannschaftsmeisterschaft“ braucht sich hinter der deutschen Bundesliga nicht zu verstecken. Spielen doch zahlreiche Super-Großmeister in den einzelnen Vereinen.

 

Hier die Rangliste der am besten bewerteten Spieler:
1 GM Kramnik Vladimir 2801 RUS 2 GM Karjakin Sergey 2779 RUS 3 GM Svidler Peter 2762 RUS 4 GM Grischuk Alexander 2752 RUS 5 GM Dominguez Perez Leinier 2732 CUB 6 GM Jakovenko Dmitry 2731 RUS 7 GM Bu Xiangzhi 2723 CHN 8 GM Tomashevsky Evgeny 2722 RUS 9 GM Vitiugov Nikita 2721 RUS 10 GM Malakhov Vladimir 2703 RUS 11 GM Nepomniachtchi Ian 2703 RUS 12 GM Matlakov Maxim 2693 RUS 13 GM Rublevsky Sergei 2692 RUS 14 GM Rodshtein Maxim 2689 ISR 15 GM Inarkiev Ernesto 2686 RUS 16 GM Fedoseev Vladimir 2685 RUS 17 GM Najer Evgeniy 2681 RUS 18 GM Korobov Anton 2674 UKR 19 GM Sjugirov Sanan 2674 RUS 20 GM Zvjaginsev Vadim 2672 RUS  ...

 

TurnierseiteResultate

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